Cloud bremst UCS-Höhenflug

Service-Provider tauschen Cisco UCS gegen Billig-Lösungen

| Autor / Redakteur: Alex Barrett, Ralph Beuth / Ulrike Ostler

Open-Source-Design oder doch Hardware von Dell, HP, IBM und anderen Markenherstellern anstelle von UCS? Das Foto zeigt Open Compute Servers, die in einer Dreierformation aufgestellt sind: drei benachbarte 42U Säulen. Jede ist mit 2 TOR-Switches ausgestettet und 30 Server. One battery cabinet sits in between a pair of triplet racks in the data center aisle, providing DC power in the event of loss of AC power.
Open-Source-Design oder doch Hardware von Dell, HP, IBM und anderen Markenherstellern anstelle von UCS? Das Foto zeigt Open Compute Servers, die in einer Dreierformation aufgestellt sind: drei benachbarte 42U Säulen. Jede ist mit 2 TOR-Switches ausgestettet und 30 Server. One battery cabinet sits in between a pair of triplet racks in the data center aisle, providing DC power in the event of loss of AC power. (Bild: Open Compute Project)

„Cisco Unified Computing System“ (UCS) mag zwar die Herzen und den Verstand von Rechenzentrumsmanagern in großen Unternehmen gewinnen, aber Service-Provider finden, das proprietäre System passe nicht gut zur Cloud.

Kürzlich begrüßte Cisco den 11.000-sten Kunden für das seit drei Jahren bestehende Unified Computing System (UCS), wurde in Gartners „Leaders Quadrant“ für Blade-Systeme positioniert und brachte die dritte Generation der Converged Infrastructure Platform heraus.

Unterdessen bewegen sich einige Cloud- und Hosting-Anbieter weg von UCS. Ein Cloud Hosting-Provider und früher Anwender von UCS, der mit Cisco-Ausrüstung im Jahr 2009 gestartet war, stieg mit seinem Rechenzentrum nach einem Jahr wieder aus, wie der CTO des Unternehmens gegenüber den Us-Kollegen von DataCenter-Insider erklärt.

Ein Problem ist, dass Cisco UCS locker 30 Prozent mehr kostet als vergleichbare Lösungs-Massenware von Anbietern wie HP oder Dell. Der wegen einer Partnerschaft mit Cisco im Netzwerkbereich anonym bleiben wollende CTO ist auch von den Funktionen des UCS Manager und der Service-Profile nicht so begeistert.

Angst vor Vendor-Lock-in

Cisco UCS wurde ursprünglich im Unternehmen eingeführt, weil es sich „um ein integriertes System handelt“, erzählt der Anwender. Aber es stellte sich schnell heraus, dass die Konfiguration, UCS plus Netapp Storage, „wenig flexibel“ war.

Flexibilität aber ist der Schlüssel für Service-Provider, sagt Christian Teeft, Vice President of Engineering bei Latisys, einem Rechenzentrums-Hosting-Provider in Englewood (Colombo) mit einem gerade neu herauskommenden Cloud Service. Teeft hat UCS evaluiert, nutzt aber HP Rackmount Server. Er sagt, er habe herkömmliche Rackmount-Server gewählt, um Lock-ins zu vermeiden.

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„Die Herausforderung bei UCS besteht selbst bei herausragend arbeitenden Servern in der Anbindung an Nexus (Ciscos Switching-Plattform)“, erklärt Teeft. Bei einem Lock-in verliere man Einfluss im Hinblick auf Preisverhandlungen, so Teeft weiter, und die Freiheit, sich nach den neuesten und besten Technologien umzuschauen.

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posted am 11.02.2015 um 17:30 von Unregistriert


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