UCS tritt ohnehin , wie andere Markenanbieter zugleich gegen Allerwelts-Hardware an. Manche Beobachtersehen bereits einen Trend: im Zeitalter von Cloud und Virtualisierung sei die Marke der Hardware nicht mehr von Belang (siehe: Kasten).
„Eine Sache, die Virtualisierung erreicht hat, ist, dass niemand mehr über wirklich über die Hardware nachdenkt”, sagt jener CTO, der sein UCS eliminiert hat. „Wenn Sie sich umschauen, sind proprietäre Plattformen nicht mehr das Maß der Dinge. Cloud Computing wird Commodity”, fügt er hinzu.
Selbst wenn kein Service Provider jemals wieder ein UCS kauft, wird es Cisco wohl kaum etwas ausmachen. Das Unternehmen hat starken Rückhalt im Enterprise-Markt.
Unternehmen kaufen anders ein
Großunternehmen kaufen den Löwenanteil an Servern insgesamt, meint Jed Scaramella, Research Manager bei IDC. Und nur ein Drittel von deren IT-Budgets steckt in gehosteter IT-Ausstattung, Outsourcing oder Public Clouds. Der Rest bleibe auf herkömmliche IT und Private Clouds fokussiert.
Cisco UCS C460 M1 High-Performance Rack-Mount Server
(Bild: Cisco)
Aber die Cloud könnte das ändern. „Wenn das ganze Geschäft zu Amazon EC2 und Rackspace wandert, dann wird das ein Problem für alle Markenanbieter, weil deren Strategien nicht hundertprozentig von Service Providern begleitet werden“, sagt Jonathan Eunice, leitender IT-Berater bei Illuminata, einem IT-Beratungsunternehmen in Nashua, New Hampshire. „Sie müssen alle noch mal ans Zeichenbrett.“
Die Autoren:
Alex Barrett schreibt für die US-Schwesterpublikationen von DataCenter-Insider und Ralph Beuth, der Übersetzer, ist freier Autor in München.