Barc Score Robotic Process Automation

RPA-Ranking und Klassifizierung

| Redakteur: Ulrike Ostler

Robotic Process Automation (RPA) bezeichnet des Einsatz von Softwarerobotern, die die Ausführung stark standardisierter, systemgestützter Tätigkeiten vollständig übernehmen können. Barc klassifiziert das Marktangebot.
Robotic Process Automation (RPA) bezeichnet des Einsatz von Softwarerobotern, die die Ausführung stark standardisierter, systemgestützter Tätigkeiten vollständig übernehmen können. Barc klassifiziert das Marktangebot. (Bild: gemeinfrei: Pete Linforth auf Pixabay)

Anwendungen für Robotic Process Automation (RPA) stellen Softwareroboter bereit, die die Ausführung stark standardisierter, systemgestützter Tätigkeiten vollständig übernehmen können. Sie bilden laut den Analysten von Barc einen wesentlichen Bestandteil der voranschreitenden Digitalisierung. Doch Prozessautomatisierung wird durch unterschiedliche Systemgattungen adressiert; Barc bietet ein Scoring.

Viele Unternehmen haben die Vorteile von RPA-Lösungen bereits erkannt, was zu einem enormen Marktwachstum in den vergangenen Jahren geführt hat. Sowohl große Generalisten, aber vor allem auch neue Spezialisten konkurrieren am Markt mit starken Produkten.

Generell stellt Robotic Process Automation (RPA) Softwareroboter bereit, die die Ausführung stark standardisierter, systemgestützter Tätigkeiten vollständig übernehmen können. Die Produkte interagieren dabei mit den Frontends der Fachanwendungen. Somit benötigen sie keine Schnittstellen auf Funktions- oder Datenbankebene wie es bei anderen Systemgattungen zur Prozessautomatisierung, zum Beispiel Business Process Management oder Input-Management, der Fall ist.

Grundlage für Automatisierung mittels RPA-Robotern sind vordefinierte Ablaufsequenzen, die die durchzuführenden Aktionen in den Frontends und Anweisungen zum Umgang mit den korrespondierenden Daten enthalten. Ablaufsequenzen können manuell oder bei vielen Werkzeugen auch per Recorder erstellt werden. Einige Produkte lassen auch die Integration von bereits definierten Prozessmodellen als Basis für die darauffolgende Automatisierung zu.

Die grundlegenden Alternativen

Im RPA-Umfeld wird unterschieden zwischen geführter (attended) und ungeführter (unattended) Ausführung. Geführte Roboter laufen auf dem Desktop der Fachanwender, während ungeführte Roboter im Standard auf Servern in virtuellen Desktop-Umgebungen ausgeführt werden. Viele Werkzeuge auf dem Markt unterstützen beide Roboterarten, einige legen aber den Fokus auf eine bestimmte Art.

Die betrachteten Werkzeuge haben vor allem eines gemeinsam: Sie liegen bezogen auf den funktionalen Abdeckungsgrad sehr nah beieinander. Unterschiede liegen vor allem in der Philosophie und dem Lösungsansatz. So verfolgen beispielsweise einige Anbieter den Ansatz der durchgängigen Unterstützung des Prozess-Lebenszyklus. Andere legen, wie bereits erwähnt, ihren Fokus stark auf die Unterstützung einer der beiden Roboterarten (attended/unattended).

Kennzeichnend für den Markt ist außerdem die Vielzahl an Spezialanbietern für RPA, die den Markt gleichermaßen durchdringen. Ein weitere Eigenschaft des Marktes sind die wenigen breiter aufgestellten Anbieter, die teilweise von ihrer Erfahrung aus anderen Bereichen wie der Inhaltserfassung, BPM oder Input-Management profitieren.

Die Gemeinsamkeiten

Alle betrachteten Lösungen bringen eine intuitive, grafische Oberfläche zur Erstellung von Ablaufsequenzen mit. Häufig können so vordefinierte Aktionen sowie Bausteine per Drag-and-Drop zu Ablaufsequenzen zusammengesetzt werden. Einer der großen Vorteile von RPA-Lösungen ist, dass sie durch Personen bedient werden können, die zwar ein gewisses Prozessverständnis und Affinität für IT benötigen, aber keine detaillierten Programmierkenntnisse haben müssen.

Wie in vielen anderen Softwaregattungen geht auch bei den RPA-Lösungen der Trend zu maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Schon heute bieten einige Anbieter kognitive Roboter, teilweise bereits trainiert, über ihre Plattform an. Hier liegen in der Zukunft noch große Potentiale.

Die Einbindung von KI befindet sich bei RPA genauso wie in anderen Systemgattungen noch in einem relativ frühen Stadium. Weitere Trends sind Process-Discovery-Funktionen, die Kunden bei der Erschließung, Auswahl und Priorisierung geeigneter Prozesse unterstützen, sowie digitale Marktplätze über die vorkonfigurierte Roboter für bestimmte Themen bezogen werden können.

Kunden, die die RPA-Studie von Barc erwerben, bekommen die Grafik im Klartext; um das gestige Eigentum zu schützen sind hier die Firmennamen geschwärzt.
Kunden, die die RPA-Studie von Barc erwerben, bekommen die Grafik im Klartext; um das gestige Eigentum zu schützen sind hier die Firmennamen geschwärzt. (Bild: Barc)

Das Barc-Ranking

Im Report „Barc Score Robotic Process Automation“, der 500 Euro kostet, betrachtet das Analystenhaus relevante RPA-Player im Raum Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Anhand der beiden Dimensionen „Portfolio Capabilities“ und „Market Excecution“ wird jeder Anbieter mit seinem Produktportfolio bewertet. Im Ergebnis-Dokument des Scores und der kompakten Score-Grafik (siehe: oben) wird Analystenwissen mit kriteriengestützen Auswertungen verdichtet.

Es entsteht ein umfangreicher Kriterienkatalog, der die Basis für die Platzierung der Anbieter bildet. Im Endergebnis liegen begutachteten Unternehmen nicht allzu weit auseinander: Im Prinzip lassen sich zwei Gruppen unterscheiden; die Gruppe der Marktführer und -dominierer führen Uipath, Blue Prism an und mit Automation Anywhere dicht auf, gefolgt von Pegasystems und Kofax. Die Verfolgergruppe beginnt mit Nice, gefolgt von Servicetrace, Kryon Systems, Another Monday und Workfusion.

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