OSAD 2019

Quelloffene Rechenzentrums-Automatisierung im Fokus

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Die Open Source Automation Days, kurz OSAD 2019, fanden im Hilton am Flughafen München statt.
Die Open Source Automation Days, kurz OSAD 2019, fanden im Hilton am Flughafen München statt. (Bild: Müller)

Gestern und heute fanden und finden die Open Source Automation Days, kurz OSAD 2019, im Hilton am Flughafen München statt. Zwei verschiedene Tracks – einer für strategische und einer für technische Themen – informierte zahlreich erschienene Rechenzentrumsbetreiber und IT-Manager über neuste Trends.

Am Dienstag um 10:00 Uhr begrüßte Mark Hlawatschek, CEO der Atix AG, die Teilnehmer und stimmte sie auf zwei Tage geballtes Fachwissen ein. Dieses hätte sich auch der erste Referent, Steven McAuley, seines Zeichens Chief Strategy Officer bei TinyBox, von Universitätsabgängern in Sachen künstliche Intelligenz gewünscht. Seine Botschaft an das Auditorium war aber, dass man darauf lange warten kann, die Unternehmen müssen in diesem Bereich selbst aktiv werden: „Unternehmen brauchen keine Heerschar an Programmierern. Unternehmen brauchen Menschen, die Bedürfnisse erkennen, Technologien verstehen und daraus Cases bauen können“, so der CSO.

Weitere Botschaft von McAuley: Werden Unternehmen nicht selbst aktiv, müssen sie sterben. In Zukunft soll es nämlich nur noch zwei Arten an Unternehmen geben: „Unternehmen, die KI einsetzen und tote Unternehmen.“ Die dritte Welle der künstlichen Intelligenz, die Wahrnehmungs-KI, verändere gerade die Art und Weise wie wir leben und arbeiten grundlegend. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimme, zeitgleich würden Online- und Offline-Welten durch OMO („online-merges-offline“)-Dienstleistungen und -Produkte verschmelzen.

Weiter ging es unter anderem mit Andreas la Quiante, Pre-Sales Engineer bei Cumulus Networks. Er gab eine Übersicht zu Closed- und Open-Networking im Jahr 2019. Ziel seines Vortrags war die durch Automatisierung bedingte Risikominimierung und Effizienzsteigerung aufzuzeigen. Er stellte dazu Linux als Netzwerkbetriebssystem (NOS) vor und ging auf ausgewählte Optimierungen ein. Als konkretes Beispiel präsentierte er die Automatisierung in einer DC-Fabrik, die sich über die Netzkomponenten bis in die Compute-Nodes/Container-Hosts erstrecken kann.

Cloud-Native war großes Thema

Weitere Referenten des ersten Tages waren etwa Lukas Zapletal, Red Hat, der das Open-Source-Projekt Foreman vorstellte, eine automatisierte Lösung für die Bereitstellung von Commodity- oder Enterprise-Servern. Er präsentierte verschiedene Use Case-Szenarien und benannte mit UEFI oder iPXE die größten Herausforderungen dabei.

Auch Nicolas Frankel ist Developer Advocate. Sein Thema auf der OSAD 2019 war Kubernetes im Allgemeinen und Istio im Besonderen. Andy Wirtz, IT-Berater bei Atix, fasste das heiße Eisen Cloud-Native-Technologien an. Seiner Beobachtung nach wollen viele Firmen schrittweise von ihrer Legacy IT auf Microservices und Container-Technologie umsteigen, doch die Public-Cloud-Provider werden den Datenschutz-Bestimmungen der Unternehmen oft nicht gerecht.

Heute startete der zweite Tag im Hilton u.a. mit Tim Meusel, DevOps Engineer, GoDaddy EMEA, und Erol Ülükmen, Geschäftsführer der uib GmbH. Bereits am Montag, den 14.10.2019, hatten von 9:00 bis 17:00 Uhr Workshops stattgefunden.

Die Open Source Automation Days – kurz OSAD - finden jährlich in München statt. Schwerpunkt ist die Automatisierung in Rechenzentren auf Open Source Basis. Zentrale Themen der Konferenz waren in diesem Jahr Lifecycle-Management, Configuration-Management, Cloud-Native Apps, Multi-Cloud Infrastructures, Container Platforms und Artificial Intelligence.

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