CA tritt schwindenden Mainframe-Know-how mit Chorus und Compuware mit Workbench entgegen

Mangel an Mainframe-Experten produziert hohe Kosten und große Risiken

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die IBM-Mitarbeiter Einar Norman (links), Plattekill, N.Y. und Richard Lane, Rosendale, N.Y., berieten einen IBM-Mainframe zur Auslieferung vor. (IBM)
Die IBM-Mitarbeiter Einar Norman (links), Plattekill, N.Y. und Richard Lane, Rosendale, N.Y., berieten einen IBM-Mainframe zur Auslieferung vor. (IBM)

In Deutschland verliert ein Unternehmen knapp 11.000 Euro Umsatz, wenn ein Mainframe eine Minute lang ausfällt. Trotz der hohen Kosten und Risiken des mangelnden Mainframe-Wissens schwindet dieses. Denn die erste Generation von Host-Spezialisten geht nach und nach in den Ruhestand. Tool-Hersteller modernisieren ihre Großrechner-Tools und wollen so junge IT-Spezialisten für das Host-Computing gewinnen.

Ita Israeli gehört zu denen, die der Schwund an Mainframe-Know-how direkt betrifft: Sie leitet das Datenbank-Administrations-Team bei der israelischen Fluggesellschaft El Al. In dieser Eigenschaft hat sie zwölf Jahre Erfahrung in der Verwaltung von DB2- und IMS-Datenbanken. Die Kundin von CA Technologies (cA) sagt: „Zu einer Modernisierung der Mainframe-Verwaltung hat es keine Alternative gegeben.“

Denn einerseits sei Geschäftserfolg in hohem Maß von der Verfügbarkeit der Großrechner abhängig. Und anderseits lasse sich das IT-Credo dieser Zeit „mehr erreichen mit weniger Aufwand“ erreichen. Und das sei dringend erforderlich, wie ihr kürzlich der Tod eines langjährigen Kollegen vor Augen geführt habe.

Ganz so dramatisch sind die meisten der von Vanson Bourne für eine Studie befragten 520 CIOs nicht betroffen. Die Studie wurde im Auftrag der CA-Konkurrenz Compuware erhoben. Doch bei den evaluierten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Europa, USA, Japan und Australien, werden rund 40 Prozent der Programmierer in den kommenden fünf Jahren in den Ruhestand gehen.

CIOs bewerten Anwendungsausfälle als erhebliches unternehmerisches Risiko

So befürchten 71 Prozent der Studienteilnehmer, dass sich der abzeichnende Mangel an Fachkräften im Mainframe-Bereich negativ auf ihre Geschäfte auswirkt. Mehr als die Hälfte aller CIOs erwarten ein höheres Risiko für die Verfügbarkeit von Applikationen (58 Prozent), eine geringere Produktivität (58 Prozent) und zunehmende Budgetüberschreitungen (53 Prozent).

79 Prozent aller CIOs bewerten Anwendungsausfälle im Großrechnerumfeld als erhebliches unternehmerisches Risiko. Trotzdem wird der IT-Bereich bei den Befragten nicht auf diese Applikationen verzichten (78 Prozent) – in den kommenden zehn Jahren.

Erfahrene Entwickler zählen klar zu den geschäftskritischen Vermögenswerten im Unternehmen. Laut Studie ist das allein daran erkennbar, dass nahezu die Hälfte (43 Prozent) der Betriebskosten für Mainframes Personalkosten sind.

weiter mit: Compuware sieht das Ressourcen-Management als die größte Herausforderung

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