Integrationsdienste, dynamischer Arbeitsspeicher, bessere Verwaltung mit Hyper-V

Linux als virtueller Gast im Windows Server 2012 R2

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Tux trifft auf Windows Server 2012
Tux trifft auf Windows Server 2012 (Bild: Wikipedia/Microsoft)

Microsoft trägt mit den Verbesserungen in „Hyper-V 2012 R2“ der recht starken Verbreitung von Linux-Servern in Netzwerken Rechnung. Denn: Linux lässt sich in „Windows Server 2012 R2“ besser als virtueller Gast nutzen, als in Vorgängerversionen und Administratoren können „Dynamic Memory“ jetzt auch in Linux einsetzen.

Unternehmen, die im Netzwerk Windows und Linux einsetzen, müssen optimal planen, wie die Infrastruktur betrieben werden soll. Da immer mehr Server virtualisieren, spielt bei der Planung auch die Einbindung von Linux in Hyper-V eine Rolle.

Neben der besseren Integration in Hyper-V können Unternehmen auch virtuelle Computer mit Linux in „Windows Azure“ erstellen. Die beide Varianten lassen sich auch parallel betreiben. Durch die Verwendung von Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 lassen sich Linux-Computer auf Basis von Hyper-V auch mit dynamischen Arbeitsspeichern betreiben.

Erstellen eines virtuellen Linux-Computers in Hyper-V

Die generelle Erstellung eines virtuellen Linux-Server in Hyper-V läuft in „Windows 8.1“ ähnlich ab, wie für Windows-Server: Um einen virtuellen Linux-Computer mit Hyper-V zu erstellen, müssen Administratoren zunächst Hyper-V über „optional features“ auf der Startseite installieren. Danach erstellen sie den virtuellen Computer:

Bild 1: Während der Erstellung eines virtuellen Servers stellen Admins in Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 den Generation-Typ ein.
Bild 1: Während der Erstellung eines virtuellen Servers stellen Admins in Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 den Generation-Typ ein. (Bild: Thomas Joos)

  • 1. Der „Hyper-V-Manager“ wird gestartet und die rechte Maustaste auf den Namen des Computers geklickt.
  • 2. Danach ist „Neu\Virtueller Computer“ zu wählen.
  • 3. Dann erfolgt die Eingabe des Namens für den virtuellen Computer und das Festlegen, wo die Dateien und virtuellen Festplatten des virtuellen Computers gespeichert werden sollen.
  • 4. Die Einstellung auf „Generation 1. Linux-Computer“ bleibt und wird nicht in „Generation 2-fähig“ geändert. Das sind aktuell nur Computer mit Windows 8/8.1 und Windows Server 2012/2012 R2.
  • 5. Auf der Seite „Speicher zuweisen“ legen Admins den Arbeitsspeicher fest. Auch wenn virtuelle Linux-Computer in Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 den dynamischen Arbeitsspeicher beherrschen, sollten sie trotzdem besser den Speicher fest zuweisen. Das erhöht die Leistung und die Stabilität des virtuellen Rechners. Später lassen sich die Einstellungen auch noch ändern.
  • 6. Danach legen sie die virtuelle Switch fest, mit der Ihr neuer virtueller Linux-Computer mit dem Netzwerk kommunizieren soll.
  • 7. Anschließend wird die neue virtuelle Festplatte für den virtuellen Computer erstellt. Hier können die Standardeingaben belassen werden.
  • 8. Auf der Seite „Installationsoptionen“ sind die Optionen „Betriebssystem von einer startbaren CD/DVD-ROM installieren\Abbilddatei“ zu aktivieren.
  • 9. Danach ist die ISO-Datei der Linux-Distribution auszuwählen, mit der der Rechner installiert werden soll. In diesem Beispiel (siehe: Bild 2) ist das Ubuntu.

Abbildung 2: Das Auswählen des Installationsdatenträgers des virtuellen Linux-Computers erfolgt wie für Windows-Server.
Abbildung 2: Das Auswählen des Installationsdatenträgers des virtuellen Linux-Computers erfolgt wie für Windows-Server. (Bild: Thomas Joos)

  • 10. Danach erhalten Admins eine Zusammenfassung und lassen den Computer mit „Fertig stellen“ arbeiten. Der Computer erscheint im Hyper-V-Manager.
  • 11. Anschließend ist der virtuelle Computer über „Hyper-V-Manager“ zu starten beim Klick in das Fenster startet auch der Installationsassistent von Linux. Hier gehen Administratoren vor, wie bei der Installation auf einem Windows- Computer.

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