Integrationsdienste, dynamischer Arbeitsspeicher, bessere Verwaltung mit Hyper-V

Linux als virtueller Gast im Windows Server 2012 R2

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Wie sich Linux-Integrationsdienste installieren lassen

Sobald der virtuelle Linux-Computer installiert ist, kann die „Linux Integration Services Version 3.4 for Hyper-V“ gelanden werden. Nun muss die die ISO-Datei über das „Menü Medien\Datenträger“ im virtuellen Computer eingebunden werden.

Die Dienste funktionieren allerdings nicht in Ubuntu. Anschließend ist ein Terminal notwendig, also das Linux-Pendant der Eingabeaufforderung in Linux. Hier sind die notwendigen Befehle einzugeben, um die Linux-Integrationsdienste zu installieren.

Danach folgen die Befehle:

  • 1.sudo mount /dev/cdrom /media – damit bindet man den Linux-Integrationsdatenträger ein
  • 2. mit cd /media/ lässt sich in das CD-Laufwerk wechseln
  • 3. mit cd rhel63 geht es in das Installationsverzeichnis
  • 4. /install.sh ist nun einzugeben.
  • 5. Wir der Rechner neu gestartet, sollten die Integrationsdienste funktionieren.

Nachdem die aktuellen Linux-Integrationsdienste auf dem Server installiert sind, darf für den virtuellen Server auch der dynamische Arbeitsspeicher aktiviert werden. Durch die Integrationsdienste erhält Linux in Hyper-V deutlich schnelleren Zugriff auf Festplatten und Netzwerk.

Auch die Maussteuerung in den Desktopumgebungen in Linux ist deutlich verbessert. In der Technet finden sich dazu ein Blog-Beitrag, der die Verbesserungen in Windows Server 2012 R2 umfassend beschreibt.

Virtuelle Linux-Computer mit Windows Azure

Microsoft verwendet Hyper-V auch in Windows Azure. Das heißt: Unternehmen können virtuelle Server in Windows Azure mit Linux installieren.

Vorteil beim Erstellen in Windows Azure ist die Möglichkeit vorgefertigte Images mit Linux in Windows Azure zu erstellen. Das heißt: Administratoren müssen keinen Installationsdatenträger besorgen und Linux installieren, sondern wählen bei der Erstellung des virtuellen Servers einfach das entsprechende Linux-Image aus.

Sobald ein Windows Azure-Testkonto vorhanden ist, läuft die schnellste Erstellung eines virtuellen Linux-Computers folgendermaßen ab:

  • 1. Anmelden am Windows Azure-Portal und klicken auf „Virtuelle Computer“.
  • 2. Klicken auf „Neu“ und dann auf „Virtueller Computer\Schnellerfassung“.
  • 3. Im Fenster einen Namen eingeben, die Daten und bei „Bild“ die Linux-Version auswählen, die installiert werden soll.
  • 4. Benutzernamen und ein Kennwort im Fenster einstellen.
  • 5. Danach auf „Virtuellen Computer erstellen“ klicken.

Abbildung 3: In Windows Azure erstellen Administratoren virtuelle Linux-Computer im Verwaltungsportal.
Abbildung 3: In Windows Azure erstellen Administratoren virtuelle Linux-Computer im Verwaltungsportal.
(Bild: Thomas Joos)
Die virtuellen Linux-Computer können Unternehmen zu virtuellen Netzwerken zusammenfassen und mit VPN-Verbindungen auch im eigenen Firmennetzwerk zur Verfügung stellen. Das heißt: Die Server und darauf installierten Dienste stehen in der Cloud und im lokalen Netzwerk zur Verfügung. Nach der Erstellung sehen Admins die Daten des Servers im Dashboard, wenn Sie auf den Server-Namen klicken.

Der Autor:

Thomas Joos ist Autor vieler Fachbücher und Blogger auf DataCenter-Insider.de: "Toms Admin-Blog". Hier finden sich viele weitere Tipps und Tricks, um in der Microsoft-Welt zurecht zu kommen.

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