Im Test: Der Appmanager von NetIQ

Leistungsüberwachung aller Komponenten der IT-Infrastruktur und SLA-Garantie

07.05.2008 | Autor / Redakteur: Thomas Bär / Ulrich Roderer

Die Operator-Console des Appmanagers ist für den Administrator das Hauptarbeitswerkzeug.
Die Operator-Console des Appmanagers ist für den Administrator das Hauptarbeitswerkzeug.

Die steigende Anzahl zu überwachender Geräte unterschiedlichster Hersteller erfordert eine ausgeklügelte Software zur Überwachung von Leistungsdaten. Der Appmanager von NetIQ analysiert intelligent alle Daten und hilft bei der Fehlersuche.

Der Appmanager vereinheitlicht das Management verschiedenster Leistungsparameter für das Reporting auf einer einzigen Plattform. Selbst modernste Technologien wie beispielsweise VMware ESX Server, Microsoft Sharepoint und Exchange Server 2007, Blackberry Enterprise Server, Oracle Grid Computing und Cisco oder Nortel IP Telefonie (VoIP) stehen auf der Liste der unterstützten Produkte. Auch etablierte Techniken, die bei der Leistungsüberwachung mit Bordmitteln für Schwierigkeiten bekannt sind, wie „Network Load Balancing“ oder Clustering, lassen sich mit dem Appmanager abbilden.

Repository für Leistungsanalyse

Der Appmanager von NetIQ basiert auf einem Repository, in dem die Konfigurations- und Leistungsdaten der zu überwachenden Hard- und Software gespeichert sind. Die zu erfassenden Daten kann der Administrator über die Operator Console beziehungsweise das Control Center des Appmanager Management Server festlegen.

Auf den zu prüfenden Maschinen wird eine lokale Installation eines Agenten vorgenommen, der die Aufträge entgegennimmt, abarbeitet und das Resultat an das Repository zurücksendet. Ist die Kommunikation zwischen Datenbankserver und den Agenten unterbrochen, so geht die gesammelten Information nicht verloren. Der Agent puffert diese lokal bis die Verbindung wiederhergestellt ist.

In größeren und verteilten IT-Umgebungen ist das Vorhalten eines einzigen Repository aus Gründen der Performance und der Verfügbarkeit oft nicht ausreichend. Der Appmanager lässt sich über verschiedene Sites verteilen, wobei sowohl die Abbildung mehrerer komplett eigenständiger Umgebungen, als auch eine zentralisierte Ansteuerung der verschiedenen Standorte möglich ist. In diesem Bereich beugt sich die Software problemlos den Anforderungen des Unternehmens und diktiert nicht der IT-Mannschaft eine Struktur auf.

Die Managementlösung ermöglicht ebenfalls das Erstellen von Backup-, Sekundär- oder Failover-Sites, um sicheres Sammeln von Leistungsdaten zu garantieren. Je nach Größe der zu überwachenden IT-Landschaft ist die gleichzeitige Installation von Repository, Management Server und der Bedienungsoberfläche für die Administratoren auf einem einzigen Windows-System möglich. Diese Konfiguration erleichtert das Aufsetzen in Umgebungen mit bis zu 100 aktiven Appmanager-Agenten deutlich, da eventuelle Netzwerkprobleme beim Datenaustausch der drei Komponenten komplett ausgeschlossen werden, spezielle Zugriffs-Konten nicht erforderlich sind und der Installationsaufwand im Allgemeinen geringer ausfällt.

Insgesamt lässt sich die Appmanager-Umgebung mit Techniken wie Agent-Verteilung (Zero-Touch Remote Deployment of Agents) und der automatisierten Erkennung der IT-Infrastruktur (Discovering) leicht einrichten. Die Kommunikation zwischen Agents, Repository und Appmanager Server lässt sich auf Wunsch verschlüsseln.

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