Im Test: Der Appmanager von NetIQ

Leistungsüberwachung aller Komponenten der IT-Infrastruktur und SLA-Garantie

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Klassische Testumgebung - Problemlose Konfiguration

In der getesteten Umgebung, einem Windows Server 2003 mit MS SQL 2000 Datenbank, ging die eigentliche Installation zügig von der Hand. In die Leistungserfassung wurden Windows Server, Oracle, Microsoft SQL Server, Microsoft Exchange Server 2007, Windows Terminal Services, IIS und VMware ESX 3 für den Test aufgenommen. Die Überwachung der Erreichbarkeit von Web-Seiten, für viele Unternehmen ein geschäftskritisches Kriterium, stand ebenfalls auf der Liste der abzubildenden Jobs.

Nach der Installation findet der Administrator die zur Appmanager-Suite gehörenden Programme im Start-Menü von Windows. Die Operator Console wird in zwei Ausprägungen geliefert, die sich jedoch nur in der Optik voneinander unterscheiden. Das Appmanager Control Center, designierter Nachfolger der Operator Console, zeichnet sich durch ein ansprechendes Design und die Möglichkeit zur Gestaltung von „Enterprise Layouts“ aus. Zur grafischen Aufbereitung der gesammelten Leistungsdaten liefert NetIQ die Chart Console, die auf dem Testsystem unter zwei verschiedenen Namen in das Start-Menü eingebunden wurde, mit.

Breiter Herstellersuport

NetIQ bietet rund 65 Module für die Überwachung der unterschiedlichsten Produkte an. Neben den bekannten Namen wie Microsoft, Cisco, IBM oder Hewlett Packard finden sich auch Einträge von Insight, Symantec oder BEA. Allgemein gehaltene Module wie beispielsweise das „SNMP Toolkit“ sind darüber hinaus in der Lage, mit praktisch jedem Hersteller von Netzwerkinfrastrukturgeräten zu kommunizieren. Die Module nutzen Knowledge Scripts. Dabei handelt es sich nicht um eine proprietäre Entwicklung von NetIQ, sondern um typische Vertreter wie Perl, VBA und XML. Damit können Administratoren mit dem entsprechenden Know-How die Scripts an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Um ein Modul nutzen zu können, muss dieses sowohl auf dem Appmanager Management-Server als auch auf dem eigentlichen Zielsystem installiert sein. Grundsätzlich ist der Appmanager in der Lage, diese Verteilung per Push-Kommando durchzuführen.

In der überschaubaren Testumgebung entschieden wir uns für die manuelle Installation der Module. Wie bei der Installation der Software selbst, so prüft auch das Modul im Vorfeld die Voraussetzungen, ehe die Einrichtung tatsächlich vorgenommen wird. Leider meinte es diese Vorabprüfung etwas übergenau: so wurde während der Installation auf dem Server beispielsweise die nicht vorhandene Oracle-Umgebung bemängelt, die auf dem Client überwacht werden soll.

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