Im Test: Sophos E-Mail-Appliance ES1000

Leistungsfähige Appliance bietet Schutzwall für Mail-Server

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Failover-Cluster

Sobald der Reboot abgeschlossen wurde, kommt der Wizard erneut hoch und leitet zur Failover-Konfiguration über. Dank dieses Features lassen sich zwei Sophos-E-Mail-Appliances als eine Art Failover-Cluster redundant im Netz betreiben, um die Sicherung des Mail-Verkehrs auch beim Ausfall eines Systems zu garantieren. Danach geht es an die eigentlichen Konfigurationsschritte mit Zeitzone, Mail Routing (mit Angabe der Mail-Server im Netz, der Mail-Domänen und der internen Mail-Hosts, die das Recht haben, Mails nach draußen zu schicken) sowie den Antivirus- und Antispam-Einstellungen. Standardmäßig arbeitet die Appliance so, dass sie Mails aus dem Datenverkehr ausfiltert und Spam-Mitteilungen markiert und weiterleitet. Das lässt sich zwar mit dem Wizard ändern, wir gehen aber erst später – bei der Analyse der Mail-Filter-Funktionen der Lösung – genauer auf die Antivirus- und Antispam-Settings ein. Die Angabe der lokalen Alert-Empfänger und der Support-Kontaktpersonen für Notfälle (zu Geschäftszeiten oder „Rund um die Uhr“) mit Name, Mail und Telefonnummer schließen die Erstkonfiguration ab.

Das Management-Interface

Im Betrieb sind die zuständigen Mitarbeiter dazu in der Lage, sich über die Adresse https://{IP-Adresse des LAN-Interfaces der Appliance:18080} mit dem Verwaltungswerkzeug der Appliance zu verbinden. Nach dem Login landen sie in einem Dashboard, das einen Überblick über die von der Lösung durchgeführten Aktionen gibt. So finden sich dort Angaben zum Mail-Volumen, zum Volumen der geblockten Übertragungen, zur Zahl der Spam-Mails und zu den gefundenen Viren.

Außerdem bietet das Produkt auch noch Durchschnittswerte zum täglichen Mail-Volumen und ein Peak-Volume, das Auskunft über die Zahl der Mails am bislang geschäftigsten Arbeitstag erteilt. Genauso sind die zuständigen Mitarbeiter dazu in der Lage, sich über die maximale Zahl der an einem Tag blockierten, als Spam erkannten und als virenverseucht eingestuften Mails zu informieren. Eine Liste der aktuell am häufigsten aufgetretenen Viren sowie Aufstellungen der Quarantänekapazität, des Quarantänealters und des letzten Updates der Software Engine gehören ebenfalls zum Leistungsumfang der Übersichtsseite.

Systemkonsole

Die „System Console“ gibt Aufschluss über den Status von Hardware, Software und Quarantäne und bietet den Verantwortlichen eine Liste der Viren-Signatur-Updates mit den Namen der aktuellen Viren sowie eine Post-Konfiguration-Checklist, die die Benutzer auf Aufgaben aufmerksam macht, die in den meisten Umgebungen direkt nach der Erstkonfiguration durchgeführt werden sollten. Dazu gehört unter anderem das Einbinden der Mail-Appliance in einen Verzeichnisdienst zwecks Authentifizierung und zum Mapping der Mail-Policies. Im Test ergaben sich dabei – wir verwendeten das Microsoft Active Directory auf einem Windows Server 2003 R2 in der x64-Edition mit Service Pack 2 – keine Schwierigkeiten. Außerdem ist auch die Konfiguration der Endbenutzereinstellungen ein Bestandteil der Post-Configuration-Checkliste. Hier legen die Administratoren beispielsweise die Sprache des Web-Interfaces für die Endanwender fest und definieren, ob die Benutzer Quarantänezusammenfassungen (so genannte Digests) erhalten, die sie regelmäßig über die in die Quarantäne verschobenen Mails informieren. Die Freigabe der Mails aus der Quarantäne ist mit dem Digest oder den Webinterface möglich.

Ebenfalls können die Benutzer – nach Freigabe dieser Funktion durch den Administrator – eigene Block- und Allow-Listen pflegen. Auch eine Ausnahme aus dem Spam-Check ist möglich. Das Endbenutzer-Web-Interface bietet den Usern zusätzlich die Option, ihre Spam-Mails einzusehen und zu löschen. Die Angabe eines Outbound-Mail-Hosts/Proxies sowie die Definition von Trusted Relays, die Mails an die Appliance schicken dürfen, schließen die Post-Konfigurationscheckliste ab. Bei den Trusted Relays handelt es sich um Maschinen, die vor der Appliance stehen. Sie führen eine wichtige Funktion für die Header-Checks der Lösung durch.

Das Kernstück des Dashboards sind die Anzeigen im Tachometerstil, die die Administratoren auf einen Blick über die Zahl der Nachrichten pro Stunde und die Delays in Sekunden informieren. Abgesehen davon bietet die Übersichtsseite auch noch Zahlenangaben zum insgesamt aufgetretenen Spam und zu den gefundenen Viren sowie eine Grafik über das aktuelle Mail-Volumen mit der prozentualen Verteilung von Spam und Viren. Mit all diesen Details hilft die Informationsseite den Administratoren sehr dabei, schnell und problemlos auf dem Laufenden zu bleiben.

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