Im Test: Sophos E-Mail-Appliance ES1000

Leistungsfähige Appliance bietet Schutzwall für Mail-Server

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Alerts

Ebenfalls unter System steht eine Alert-Sektion zur Verfügung, über die die zuständigen Mitarbeiter lokale Alert-Empfängerkonten festlegen, Alerts für den Sophos-Support aktivieren beziehungsweise deaktivieren, die Postmaster-Adresse eingeben und den Appliance-Support-Kontakt modifizieren. Mittels „Backup“ lassen sich die Konfigurationsdaten auf einen FTP-Server sichern (dieser Vorgang kann auch über einen Scheduler automatisiert werden) und „Directory Settings“ bietet den bereits bekannten Dialog zum Einbinden des Produkts in einen Verzeichnisdienst. Unterpunkte zum Arbeiten mit Zertifikaten sowie zum Konfigurieren von Zeitzone und Failover schließen diesen Bereich ab.

Die letzten beiden Menüs der Systemkonfiguration sind schnell erklärt, denn sie befassen sich mit dem Routing und den Netzwerkeinstellungen. Unter „Routing“ geben die Administratoren die Mail-Delivery-Server an, die Mails an das interne Netz ausliefern, definieren die Mail-Domänen, für die die Appliance Mails akzeptiert und legen die Trusted Relays sowie die Internal Mail Hosts (die Mails nach draußen verschicken dürfen) fest. Über „Network“ läuft die Konfiguration des LAN-Interfaces ab (DHCP oder statisch mit IP-Adresse, Netzmaske, Gateway, DNS-Server etc.). Darüber hinaus tragen die zuständigen Mitarbeiter hier Hostnamen und Proxy ein und testen die Connectivity über die bereits vom Konfigurationswizard her bekannte Funktion zur Verbindungsaufnahme mit diversen Sophos-Sites sowie durch Ping, Traceroute und DNS-Abfragen. Im Test hinterließ die Gerätekonfiguration einen übersichtlichen Eindruck und brachte keine Probleme mit sich.

Reports

Der nächste Hauptpunkt befasst sich mit den Reports. Hier haben die Nutzer Gelegenheit, auf eine große Zahl unterschiedlicher Informationen zuzugreifen. Dazu gehören unter anderem der durchschnittliche Tagesmailverkehr mit Spam, Viren sowie blockierten Verbindungen, aber auch die gesamte Zahl der erkannten Viren und des erkannten Spams, die Leistung des Systems mit Durchsatz und Latenz sowie eine Tortengrafik mit den letztwöchigen Daten zu Spam, Viren, legitimen Mails, blockierten Verbindungen und sonstigem. Zusätzlich bietet die Appliance grafische Darstellungen der Mail Trends (mit Message Actions beziehungsweise Volume nach Zeitraum, Richtung des Datenflusses, etc.) und der Performance (mit Latenzen und Durchsatz nach Zeiträumen und ähnlichem). Darstellungen der Sender- (mit Spam-Relays sowie blockierten Verbindungen) und Empfängeradressen (mit den Top-Spam-Receipients) runden gemeinsam mit einer Policy-Analyse, die sich mit der Wirkungsweise der Antiviren- und Antispam-Policies beziehungsweise des Content-Filters befasst, den Funktionsumfang der Reports ab. Was Reports angeht, bleiben demzufolge für IT-Abteilungen keine Wünsche offen.

Abgesehen von den genannten Punkten stellt das Web-Interface den Anwendern auch noch eine Suchfunktion zur Verfügung. Diese arbeitet über Quarantäne, Logs und Mail-Queues hinweg und ermöglicht das schnelle Auffinden von Sendern, Empfängern oder auch zu bestimmten Zeiten verschickten Mails. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Mails nach dem Grund anzuzeigen, aus dem sie ausgefiltert wurden (Spam, Keyword, Offensive Language, Encrypted Attachment, etc.) und Nachrichten nach Message ID zu suchen.

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