Sun mischt auch bei der Virtualisierung mit

Im Test: Virtual Box von Sun Microsystems

01.10.2008 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Sun Microsystems bietet mit VirtualBox eine auf Open Source basierende Virtualisierunglösung für Desktops.
Sun Microsystems bietet mit VirtualBox eine auf Open Source basierende Virtualisierunglösung für Desktops.

Die Virtualisierung von PCs eignet sich vor allem für den Einsatz auf dem Desktop sowie für Testaufbauen und Demos. Technisch ist die PC-Virtualisierung mit der Servervirtualisierung verwandt, häufig dient sie insbesondere für kleinere Umgebungen als Einstig in die Servervirtualisierung. Neben der VMware-Workstation stehen auch Microsoft mit Virtual PC und Sun mit der VirtualBox als mögliche Lösungen zur Verfügung. Letztere haben wir für Sie untersucht.

VirtualBox von Sun Microsystems ist ein Produkt zur Rechnervirtualisierung und bildet einen x86-Rechner virtuell nach. Die virtuellen Gäste laufen, anders als bei der Paravirtualisierung, ohne Modifikation in ihren virtuellen Maschinen. VirtualBox emuliert dazu für die Gäste einen vollständigen x86-Rechner mit all seinen Baugruppen.

Dieses Segment der Virtualisierungsprodukte lässt sich grob in zwei Bereiche zerlegen. In jene, die zur Konsolidierung von Servern verwendet werden, hierbei spricht man dann von der Servervirtualisierung. Zu diesem Segment gehören die Produkte, die VMware mit dem ESX-Server anführt. Daneben stehen der Hyper-V von Microsoft, Xen, Virtual Iron und, zum gewissen Grad, auch Virtuozzo Containers, wobei letzteres allerdings auf einer andern Technik basiert.

Das zweite Segment wird durch jene Gruppe gebildet, die zur virtuellen Nachbildung von PC-Desktops herangezogen werden. Hierbei wird mitunter von PC-Virtualisierung oder auch Desktop-Virtualisierung gesprochen. Hierunter werden gemeinhin der Virtual PC von Microsoft und die VMware Workstation eingeordnet.

Doch so eindeutig ist die Namensgebung und Abgrenzung der Produkte nicht, was wiederum oft zu Missverständnissen führt. Daher hier eine kurze Abgrenzung und Definition.

Dies beginnt beim Begriff des PC. Ein PC ist ein x86-Rechner, auf diesem kann ein Desktop- oder Serverbetriebssystem ausgeführt werden. Zwar werden in größeren Unternehmen mit einem Rechenzentrum meist 19-Zoll Racks mit entsprechenden Servern verwendet, im Mittelstand jedoch werden durchaus Standard-PCs als Server eingesetzt. Der Begriff des PC ist also nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem Desktop. Auf Notebooks werden insbesondere zu Test- oder Demozwecke häufig auch die kleineren Virtualisierungslösungen, wie etwa die VMware Workstation verwendet, um darin Serversysteme zu betreiben. Desweiteren gibt es mittlerweile Ansätze zur virtuellen Nachbildung der Desktops und hierbei spricht man dann eben auch von der Desktopvirtualisierung.

Auch der Begriff der Client-Virtualisierung wird häufig im unterschiedlichen Kontext verwendet. Was aber ist nun VirtualBox? Wie erwähnt stellt VirtualBox seinen Gästen einen x86-Rechner bereit. In diesem kann jegliches Betriebssystem ausgeführt werden, dass eben einen x86-Rechner als Grundlage benötigt. In der Regel wird VirtualBox allerdings sicher im unteren Segment zu finden sein, ist also eher mit der VMware Workstation oder dem Virtual PC zu vergleichen.

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