Flexible Optionen für die virtuelle Maschine
Nicht Selbstverständliches findet sich auch bei den allgemeinen Parametern, die der Virtualisierer für seine VMs vorsieht. So lässt sich die Größe des Grafikspeichers und auch die Bootreihenfolge des Gastsystems einstellen. Beim Start der VM gelangt man dann über die Funktionstaste F12 in das Bootmenü. Weitere Einstellungen erlauben eine Bestimmung, ob ACPI, IO-APIC, PAE/NX und VT-X oder AMD-V aktiviert sein soll.
Das Advanced Configuration and Power Management Interface (ACPI) ist ein offener Industriestandard zur Energieverwaltung bei Desktops, Notebooks und Servern. Er wird vor allem durch Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Phoenix und Toshiba entwickelt und stellt Schnittstellen zur Hardwareerkennung, Gerätekonfiguration und zum Energiemanagement bereit.
APIC steht für Advanced Programmable Interrupt Controllers. Durch IO-APIC werden die Interrupts, die das System erhält, verwaltet und mittels einer Umlenk-Tabelle weitergeschleust. PAE/NX steht für Physical Address Extension. Es ermöglicht x86-kompatiblen CPUs mehr physischen Arbeitsspeicher anzusprechen. VT-X und AMD-V schließlich sind die Virtualisierungsfunktionen, die die CPU-Hersteller in ihren Chips integrieren.
Neben den spezifischen Konfigurationseinstellungen, die jeweils für eine bestimmte VM gelten, kann der Administrator unter globale Einstellungen eine weitere Anpassung der Laufzeitumgebung an die eigenen Anforderungen vornehmen. VirtualBox erlaubt hier die Festlegung der Landessprache, ferner die Bestimmung des Speicherplatzes für die VDI-Images und ähnlichen Dingen.
Support unterschiedlicher Installationsvarianten der Gäste
Zur Installation von VMs greift man auch häufig auf ISO-Images zurück. Diese verhalten sich wie die physischen Datenträger und erlauben so eine schnelle Installation von ISO-Dateien. VirtualBox unterstützt auch die Verwaltung von ISO-Images sowie die Installation der Betriebssysteme oder anderer Programme von den Images. Dazu hat Sun dem Virtualisierungstool einen „Manager für virtuelle Welten“ mitgegeben. Dieser ermöglicht die Definition von Festplatten, CD/DVD-Abbildern und Floppy-Abbildern.
Zum Umfang der Virtualisierungslösung gehört auch die Protokollierung der Ereignisse. Diese lassen sich direkt über die Verwaltungskonsole einsehen.
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