Einfaches Interface ermöglicht flottes Arbeiten
Für diesen Test verwendeten wir die Windows-x86-basierte Version 1.6.2.von Virtual Box. Eingerichtet wurde sie auf einem Dual-Core-Rechner mit 3 GByte RAM. Das Rechnersystem war außerdem mit einer lokalen Festplatte, sowie zwei Netzwerkkarten ausgestattet. Als Basissystem verwendeten wird den Windows Server 2003.
Die Arbeit mit der Verwaltungskonsole von VirtualBox ist einfach und wer mit den Konzepten der virtuellen Systeme oder anderen Tools aus diesem Genre vertraut ist, findet sich damit sicher schnell zurecht. Um eine neue virtuelle Maschine zu erzeugen, ist der Neu-Knopf zu betäten, der einen Assistenten anstößt. Dieser wiederum frägt alle notwendigen Einstellparameter für die neu zu erzeugen virtuelle Maschine ab. Dazu gehört die Größe des Arbeitsspeichers, der Betriebssystemtyp, sowie Ort und Größe der Festplatte. VirtualBox weist den Speicher nicht mehrfach zu (kein Memory overcommit).
Bei der Erzeugung der Festplatte für die virtuellen Maschinen unterstützt der Assistent erneut und liefert all die Informationen zum Erstellen des Datenträgers. Dabei müssen die virtuellen Festplatten nicht in einem Stück angelegt werden, sondern lassen sich auch dynamisch aufbauen. Dies bedeutet, dass der Speicherplatz für die Platten zu Beginn relativ klein zu halten ist und er, je nach Bedarf und Ausweiterung der Funktionen der virtuellen Maschine, automatisch mitwächst. Nach dem Durchlauf des Assistenten wird durch VirtualBox die virtuelle Maschine (VM) erzeugt. Sie ist anschließend mit einem Betriebssystem zu versorgen.
Umfangreiche Einstellparameter
Wer meint, dass es sich bei VirtualBox nur um eine reduzierte Version eines Virtualisierers handelt, wird schnell eines Besseren belehrt. VirtualBox umfasst mehr Optionen, als manch vergleichbares Produkt. Bei den, durch den Assistenten abgefragten Werten handelt es sich nur um die Standardparameter. Dies zeigt sich bei den Eigenschaften der VMs.
Neben den Standardeinstellungen des Assistenten beim Erzeugen der VM hat Sun seinen virtuellen Maschinen noch eine Vielzahl weiterer Einstellschrauben mitgegeben. Zwingend ist in den meisten Fällen sicherlich die Zuweisung einer Netzwerkkarte zu einer VM. Daneben reicht VirtualBox aber auch die weniger populären Schnittstellen, wie etwa die serielle Schnittstelle, die Audio-Schnittstelle und die USB-Schnittstelle an die VMs weiter.
Auch bei der Ausstattung der Geräte ist VirtualBox nicht kleinlich. Neben dem Diskettenlaufwerk, dem CD/DVD-Laufwerk werden ferner auch gemeinsame Ordner direkt eingerichtet, über die dann der Datenaustausch erfolgen kann. Ferner kann eine gemeinsame Zwischenablage zwischen den Betriebssystemen eingerichtet werden. Dieser Datenaustausch kann bidirektional vom Host zum Gast oder vom Gast zum Host erlaubt sein.
Artikelfiles und Artikellinks
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