Neue Querverbindungen im Markt für Quantencomputing IBM investiert in Quantinuum

Von Ulrike Ostler

Optimierungsprobleme werden seit langem als `Killerapplikationen´ für das Quantencomputing angesehen. Denn Quantencomputer machen sich Eigenschaften der Quantenphysik zunutze, die es ermöglichen, alle möglichen Antworten gleichzeitig zu prüfen und dann die wahrscheinliche Ausgabe der Berechnung auf die beste Option zu konzentrieren. Quantinuum gehört zu den Firmen, die sich damit beschäftigen.

Anbieter zum Thema

IBM investiert in das Quantencomputing-Unternehmen Quantinuum, ein Zusammenschluss von Honeywell Quantum Solutions und Cambridge Quantum.
IBM investiert in das Quantencomputing-Unternehmen Quantinuum, ein Zusammenschluss von Honeywell Quantum Solutions und Cambridge Quantum.
(Bild: gemeinfrei: Manuel / Unsplash)

Quantinuum gint es seit November vergangenen Jahres und ist das Ergebnis des Zusammenschlusses von zwei führenden Unternehmen im globalen Ökosystem für Quantencomputing: Honeywell Quantum Solutions und Cambridge Quantum.Der europäischen Hauptsitz befindet sich im britischen Cambridge, der nordamerikanische Hauptsitz in Colorado.

Cambridge Quantum ist ein Pionier auf dem Gebiet der Quantensoftware, der Betriebssysteme und der Cyber-Sicherheit, während Honeywell Quantum Solutions leistungsstarke Quanten-Hardware auf der Basis von Trapped-Ion-Technologien entwickelt hat. Quantinuum beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Japan und Deutschland. Von diesen Mitarbeitern sind etwa 300 Wissenschaftler, die in technischen Teams an der Weiterentwicklung der Hardware und der Entwicklung von Software-Anwendungen arbeiten.

Vor Kurzem haben IBM und Quantinuum eine Vereinbarung geschlossen, um den „IBM Quantum Hub“ mit „Cambridge Quantum Computing Limited“ zu erweitern. Dadurch erhalten Kunden einen besseren Zugang zu den IBM-Quantencomputersystemen, einschließlich des kürzlich angekündigten 127-Qubit-Prozessors „Eagle", sowie zur Quantenexpertise bei IBM sowie zum SDK „Qiskit“.

Die Investition von IBM in Quantinuum wurde von IBM Ventures vermittelt. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

Die Intention

Nach Angaben von Qunatinuum sei diese Investition und geschäftliche Zusammenarbeit ein Beispiel dafür, wie Quantinuum die Entwicklung des Quantencomputing und die Innovation von Quantentechnologien vorantreiben will, um echte quantengestützte Lösungen für einige der schwierigsten Probleme zu finden, die klassische Computer bisher nicht lösen konnten.

Ilyas Khan, CEO von Quantinuum, sagt: „Wir freuen uns, den Zugang zu IBM Quantum Hardware und Qiskit zu erweitern und unseren Kunden Lösungen anzubieten, die für modernste Quantencomputer-Hardware entwickelt wurden. Wir setzen weiterhin eine breite Palette von Quantenprozessoren ein, darunter auch IBM, da das Unternehmen führend bei supraleitenden Quantencomputern ist, die für das Wachstum der Fähigkeiten von Quantencomputern von entscheidender Bedeutung sind. IBM habe sich sehr für die Schaffung eines wachsenden Quanten-Ökosystems eingesetzt und sei zudem ein früher Investor in Cambridge Quantum und jetzt in Quantinuum gewesen.

(ID:48050282)