Kunlun V5, Fusion Cloud 6.3 und Unterstützung für Azure Stack

Huawei-Plattformen für Hybrid-Szenarien

| Redakteur: Ulrike Ostler

William Dong (links), Vice President of Marketing Solution Sales, Huawei Enterprise Business Group und Stefan Soldat, CEO von Huawei in Düsseldorf, bei der offiziellen Release-Freigabe „Fusion Cloud 6.3“ auf der CEBIT 2018.
William Dong (links), Vice President of Marketing Solution Sales, Huawei Enterprise Business Group und Stefan Soldat, CEO von Huawei in Düsseldorf, bei der offiziellen Release-Freigabe „Fusion Cloud 6.3“ auf der CEBIT 2018. (Bild: Huawei)

Fusion Cloud, jetzt in der Version 6.3 verfügbar, ist ein kompletter Stack von Huawei für die Private Cloud. Nach Unternehmensangaben basiert die Architektur auf einem „One Cloud, One Data Lake and One Platform“-Ansatz, der Unternehmen helfen soll, die Cloud-Migration zu beschleunigen. Außerdem unterstützt Huawei mit einem Hybrid-Angebot nun „Microsoft Azure Stack“.

Auf der CEBIT 2018 hat Huawei „“ vorgestellt, die jüngste Generation einer Enterprise-Class Full-Stack Private Cloud-Lösung. William Dong, Vice President of Marketing Solution Sales der Huawei Enterprise Business Group, hält fest: „Die Umstellung auf Cloud-Computing ist für viele Unternehmen nicht das endgültige Ziel.“

Vielmehr seien sie darauf fokussiert, wie die Cloud ihnen helfen könne, ihre Unternehmen so zu transformieren, dass sie auf Markt- und Wettbewerbsanforderungen reagieren können. Der nun vorgestellte Stack erlaube eine schnelle Migration kritischer Dienste in die Cloud durch Cloud-Service-Stacks auf Basis von Synergien der Soft- und Hardware. Darüber hinaus dieser, Anwendungen schnell bereitzustellen, wodurch das Innovationstempo gesteigert und ein echter Mehrwert für das Unternehmen erzielt werden könne.

One Cloud beschleunigt die Migration von Kernanwendungen

Fusion Cloud 6.3 bietet eine einheitliche Infrastruktur, die Management und Dienstleitungen in gemeinsame Ressourcenpools integriert. Dazu bietet der Stack die, laut Huawei „größte Anzahl von IaaS-Cloud-Diensten“, nämlich insgesamt 42 Services.

Das Angebot nutzt Bare Metal, GPU-Erweiterung und „SAP HANA“ Cloud Host Services, die helfen sollen, Kernanwendungen in die Cloud oder mehrere zu verlagern. Die Server, Speicherprodukte und Virtualisierungsplattformen, die Huawei dafür zur Verfügung stellt, sind alle entsprechend von SAP zertifiziert.

Das Rechnen auf Fusion Cloud 6.3 funktioniert mithilfe von GPUs und CPUs, basierend auf Huaweis Rechenplattform „Atlas“. Damit sind verschiedene Workloads realisierbar.

  • Zum Beispiel unterstützt ein einzelner Server die Verarbeitung von Videos mit 500 Kanälen, wodurch die Videoverarbeitungsmöglichkeiten eines einzelnen Knotens um das 32-fache verbessert werden können.
  • Darüber hinaus erlaubt Fusion Cloud 6.3 eine breite Palette von Disaster Recovery (DR)-Diensten auf Mandantenebene, beispielsweise lokale, innerstädtische und überregionale DR, hohe Verfügbarkeit von Cloud-Servern und Cross-Cloud-Backups zur Gewährleistung der Kontinuität im täglichen Arbeitsalltag.
  • Der Stack unterstützt auch die Huawei Public Cloud, vereinheitliche APIs und Services. Sie bietet laut Anbieter somit eine konsistente Benutzererfahrung für die nahtlose Bereitstellung und Migration von Diensten über mehrere Clouds hinweg.

One Lake für die Datenbestände

Zu Fusion Cloud 6.3 gehört auch „One Data Lake“; die Software unterstützt das Daten-Management über eine vollständigen Lebenszyklus, einschließlich Datenaggregation, Speicherung, Datenverarbeitung sowie Verwaltung und Nutzung, um etwa Datenressourcen in Datenbestände umzuwandeln. Zudem ermöglicht sie anwendungsspezifische Big-Data-Analysemöglichkeiten, unterstützt die Second-Level-Distribution großer Datendienste und beschleunigt die Migration von Big Data in die Cloud. Dafür bietet Fusion-Cloud 6.3 Unterstützung von fünf Mainstream-Datenbank-Management-Systemen: Oracle, SQL Server, MySQL, PostfgreSQL und MPPDB.

One Platform erhöht das Innovationstempo

Fusion Cloud 6.3 bietet sich aber auch eine Plattform zur Anwendungsaktivierung an, weil hier grundlegende Datendienste, universelle Middleware und branchenspezifische Middleware integriert ist. Das erlaubt Kunden und Branchen-ISVs die Entwicklung neuer Dienste auf Basis verschiedener Arten von Middleware. Ein Zusammenspiel von Containern und virtuellen Maschinen ermöglicht die automatische Verteilung und Bereitstellung komplexer Dienste.

Ferner nutzt Fusion Cloud 6.3 Cloud-Servicekataloge (CSC), um Anwendungen von Drittanbietern zu integrieren, einen service-gesteuerten Zugriff auf ISV-Anwendungen zu ermöglichen und sich schnell an individuelle Serviceanforderungen anzupassen. Dadurch wird ein ganzes Ökosystem für Unternehmensinnovationen bereitgestellt. Denn Huawei kooperiert mit über 300 Branchen-ISVs, um die Anforderungen verschiedener Unternehmensszenarien zu erfüllen. Schließlich hat Huawei hat bis März 2018 mehr als 4.300 Kunden in 144 Ländern und Regionen betreut und deckt ein breites Spektrum von Branchen ab, darunter Behörden, öffentliche Versorgungsunternehmen, Telekommunikation, Energie, Finanzen, Transport, Fertigung, Medien, Gesundheitswesen und Bildung.

Lu Qi (links), Präsident des Marketing & Solution Sales Department der Huawei Enterprise Business Group, Qiu Long (rechts), Präsident von Huaweis IT Server Product Line und Vijay Tewari (Mitte), Partner Director, Azure Stack Infrastructure, Microsoft, stellen Huawei Hybrid Cloud für Microsoft Azure Stack vor.
Lu Qi (links), Präsident des Marketing & Solution Sales Department der Huawei Enterprise Business Group, Qiu Long (rechts), Präsident von Huaweis IT Server Product Line und Vijay Tewari (Mitte), Partner Director, Azure Stack Infrastructure, Microsoft, stellen Huawei Hybrid Cloud für Microsoft Azure Stack vor. (Bild: Huawei)

In Verbindung mit dem Azure Stack

Ebenfalls auf der CEBIT 2018 stellte Huawei sein Hybrid-Cloud-Angebot für Microsoft Azure Stack vor. Es bietet dasselbe Anwendungsmodell, Self-Service-Portal und APIs wie die Public Cloud von Microsoft „Azure“. Dank einer lokalen Bereitstellung der Ressourcen und der Integration von Azure-Services erhöhe sich die Konsistenz, die wiederum den Kunden helfen sowohl bei der Lösung von Herausforderungen könne, die sich aus Datenhoheit, Latenz- und Konnektivitätsproblemen ergäben, als auch bei Projekten zur digitalen Transformation im Allgemeinen, so Huawei.

Qiu Long, Präsident der IT Server Product Line von Huawei sagte: „Die von Huawei vorgestellte Hybrid Cloud Lösung für Microsoft Azure Stack löst Probleme, die durch Unterschiede in der Architektur von Private und Public Cloud verursacht werden und verbessert die Recheneffizienz und Agilität zwischen Private und Public Clouds erheblich. … Wir wollen Kunden so dabei unterstützen, die technischen und regulatorischen Anforderungen für verschiedene Arbeitsfelder wie IoT, Big Data und Künstliche Intelligenz zu erfüllen. Gemeinsam helfen wir unseren Kunden dabei, die digitale Transformation zu beschleunigen.“

Das Huawei-Angebot besteht aus „Fusion Server V5“ und „Cloud Engine Switches“ von Huawei. Betrieben mit skalierbaren „Intel Xeon“-Prozessoren, unterstützt der Server bis zu 16 Datenlaufwerke. Die NVMe SSDs von Huawei bieten einen Cache mit sehr großer Kapazität. Die Switching-Netzwerke mit Cloud Engine erlauben 10 und 25 Gigabit-Ethernet und sorgen laut Anbieter für eine latenzarme, störungsfreie und einmalige Verbindungsbereitstellung mit weniger Anschlüssen, Kabeln und Ports für eine einfachere Wartung.

Einheitliche Oberfläche für die Verwaltung und das Monitoring

Das Hybrid-Angebot für den Azure Stack beinhaltet auch „E-Sight“ von Huawei; das Tool unterstützt die Verwaltung von Speichergeräten, Servern, Anwendungen, Switches, Routern, Firewalls, WLANs, Einrichtungen in Geräteräumen, passiven optischen Netzwerken (PONs), Geräten mit kabelloser Breitbandbündelung, Video-Überwachungsgeräten, IP-Telefonen und Video-Konferenzanlagen. Die Funktionen decken eine einheitliche Ansicht, Ressourcenverwaltung, Topologie, Leistung und intelligenter Konfiguration für heterogene Geräte ab. Es diagnostiziert und analysiert CPU-, Speicher- und PCIe- und bietet Vorschläge für eine effizientere Betriebsführung und Wartung an.

Während der CEBIT 2018: Matt Zhou (links), Director of Intelligent Computing Solution Sales Dept, Huawei Enterprise Business Group und Naji Almahmoud (rechts), Vice President of Global Alliances für Suse, stellen „Kunlun V5“ vor.
Während der CEBIT 2018: Matt Zhou (links), Director of Intelligent Computing Solution Sales Dept, Huawei Enterprise Business Group und Naji Almahmoud (rechts), Vice President of Global Alliances für Suse, stellen „Kunlun V5“ vor. (Bild: Huawei)

Neuer Kunlun

Am liebsten reden Huawei-Manager über „komplette Lösungen“ – also komplette Branchenanwendungen oder horizontale Techniken, wie Cloud-Angebote. Doch ab und an stellt IT-Riese aus Fernost auch einzelne Plattformen wie den High-Availiability -Computer „Kunlun“ ins Rampenlicht: Seit der CEBIT 2018 gibt es diese Hardware in der Version 5.

Darin stecken etwa die Prozessoren „Intel Xeon Platinum 8100“ oder „Gold 6100“. Laut Huawei bietet der Server zudem eine „einzigartige physikalische und logische Partitionierung für ein flexibles Ressourcen-Management“ und „eine innovative RAS 2.0-Technik“ ist somit „ein offenes x86-Ökosystem mit der Zuverlässigkeit von Unix-Servern“. Kunlun V5, kann mit Suse-Linux ausgestattet werden und ist gedacht für Kerndatenbanken sowie geschäftskritische Anwendungen in einer Vielzahl von Branchen, einschließlich Finanzen, Behörden, Telekommunikation, Energie und Einzelhandel.

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