IT-Ausstattung kann länger leben

Fünf Tipps zur Reduzierung von Support- und Wartungskosten

| Autor / Redakteur: Glenn Fassett* / Ulrike Ostler

Fünf Indizien, die auf eine Reduzierung von Support- und Wartungskosten deuten.
Fünf Indizien, die auf eine Reduzierung von Support- und Wartungskosten deuten. (Bild: Bjoern Wylezich/ Fotolia.com)

Laut Gartner werden etwa 15 bis 25 Prozent des jährlichen IT-Budgets eines Unternehmens für Wartungskosten ausgegeben. Refurbish-Anbieter Curvature hat im Folgenden ein paar Best Practices zusammengestellt, die seinen Kunden bislang dabei geholfen haben, 50 bis 90 Prozent ihrer Hardware-Wartungs- und Supportkosten einzusparen – ohne Einbußen bei Netzwerksicherheit, Zuverlässigkeit oder Performance in Kauf nehmen zu müssen.

Das Analystenhaus Gartner bestätigt, dass IT-Beschaffungsprofis zunehmend auf Hardware-Reseller und Drittanbieter-Wartung setzen. Die Gründe: Es spart einerseits Kosten und andererseits lässt sich die Funktionsdauer von IT-Equipment gut ausbauen.

Tipp 1: Netzwerk-Wachstumsprognosen, Kündigung von OEM-Support und Identifikation dedizierter Bereiche zur Kostensenkung

Nach einer dedizierten Evaluierung der vorhandenen IT-Infrastruktur und der angestrebten Geschäftsziele können Unternehmen wichtigere und weniger wichtige Komponenten besser identifizieren. Auch künftig notwendige Anwendungen und Netzwerk-Performance-Anforderungen lassen sich so besser planen. Zudem ist dies eine gute Gelegenheit, um sich sowohl alternative Support-Optionen als auch Verbesserungsmöglichkeiten bei Hardware, Support und Wartung anzuschauen.

Tipp 2: Prüfung der Service Level Agreements bestehender Wartungs- und Support-Verträge

Bei der Festlegung von technischen Wartungs-Services und den damit verbundenen Kosten sollten stets zwei Dinge berücksichtigt werden. IT-Verantwortliche sollten bei der Analyse von Service Level Agreements ihre Netzwerkgeräte zunächst in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für ihr Unternehmen einstufen. Die kritischsten Geräte benötigen in der Regel hohe Service-Levels, während weniger wichtige Komponenten eventuell gar keine Wartung benötigen.

Zweitens sollten sie überprüfen, ob irgendwo ein OEM-„Best Endeavour“-Service garantiert wird, der mit strengen SLA-Richtlinien einschließlich Strafen für die Nichteinhaltung einhergeht.

Dies ist insbesondere zum Vergleich alternativer Support-Optionen interessant.

Tipp 3: Optionen, die eine längere Lebenszeit einzelner IT-Komponenten versprechen

Laut einer Forrester Consulting Studie aktualisieren bis zu 79 Prozent aller Unternehmen ihre Netzwerk-Infrastrukturen basierend auf dem Branchendurchschnitt von OEMs durchschnittlich alle fünf Jahre. In Wirklichkeit können Unternehmen sowohl vorzeitige Upgrade- als auch Change-Management-Kosten vermeiden, indem sie gezielt Geräte mit einem längeren Lebenszyklus wählen und einen alternativen Support-Service nutzen.

Tipp 4: Wartungsverträge von den OEMs trennen und bündeln

Es ist auf Dauer einfacher, Service-Verträge zu verwalten und im Auge zu behalten, wenn man individuell verstreute Verträge kündigt und stattdessen auf eine einzige Anlaufstelle setzt, die ihrerseits sämtliche Service-Level-Agreements koordiniert – und dies unabhängig von OEMs oder Dienstleistern. Unternehmen sollten sich nicht durch starre, mehrjährige Verträge an einzelne Anbieter binden. Eine Alternative stellen flexible monatliche Service-Vereinbarungen mit einem Drittanbieter dar, die sich bei Bedarf jederzeit an die Geschäftsanforderungen anpassen lassen.

Glenn Fassett ist einer der Autoren dieses Artikels.
Glenn Fassett ist einer der Autoren dieses Artikels. (Bild: Curvature)

Tipp 5: Hybride Support-Modelle

Es werden immer mehr Hybrid-Support-Modelle angeboten. Das bestätigt den Trend, dass Unternehmen auf OEM- und unabhängige Drittanbieter-Wartungsangebote setzen, um für sich den jeweils besten Mix aus Mehrwert, Funktionen und Kosten herauszufiltern. Gartner empfiehlt hier vor allem die Erwägung von Anbietern gebrauchter Hardware und Drittanbietern in den folgenden Kategorien: unkritisch, Nachgarantie, End-of-Sale und End-of-Support. Der Rückgriff auf Drittanbieter bei der Wartung ist auch bei Geräten mit hoher Produktdichte sowie bei Situationen sinnvoll, die flexible Geschäftsbedingungen erfordern.

* Glenn Fassett ist International General Manager bei Curvature.

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