Geschichte des Microsoft-Betriebssystems

Die Windows-Historie, Teil 1 – vom Add-On zum Betriebssystem

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Ulrike Ostler

Microsoft Windows 1 in der - damals noch standardmäßigen - blauen Verpackung des Unternehmens: Im November 2015 wird die ursprünglich noch nicht als Betriebssystem veröffentlichte Software 30 Jahre alt.
Microsoft Windows 1 in der - damals noch standardmäßigen - blauen Verpackung des Unternehmens: Im November 2015 wird die ursprünglich noch nicht als Betriebssystem veröffentlichte Software 30 Jahre alt. (Bild: Microsoft)

Am 29. Juli 2015 erscheint Windows 10. Nach Aussage von Microsoft soll es „das letzte Windows“ sein: Das Betriebssystem soll fortan als Service stetig mit Updates aktualisiert und erneuert werden. Grund genug für einen Rückblick auf die knapp 30-jährige Geschichte des meist verbreiteten PC-OS der Welt.

Heutzutage erscheint Windows nahezu allgegenwärtig. Nach aktuellen Erhebungen decken Windows-Betriebssysteme zusammengenommen über 90 Prozent des Desktop-PC-Marktes ab, allein 60 Prozent davon hält derzeit noch Windows 7.

Dabei begann das Leben der Fenster-Software relativ bescheiden: Die ersten drei Versionen von Windows waren kein eigenständiges Operating System )OS), sondern zunächst nur eine grafische Arbeitsumgebung eines anderen Betriebssystems.

Als die erste kommerziell erhältliche Version von Microsoft Windows am 20. November 1985 erstmals in den freien Handel gelangte, trug diese kurioserweise die Versionsnummer 1.01. Bis dahin hatte die Software bereits einen eher holprigen Weg hinter sich.

In den 80ern

In den 80er Jahren hatte Microsoft den Durchbruch geschafft. Ein vorteilhafter Vertrag mit IBM ermöglichte es dem Software-Unternehmen, sein Betriebssystem „DOS“ für alle IBM-PCs und kompatible Geräte zu verkaufen. Die Welt der Personal- und Heimcomputer war monochrom, Eingaben erfolgten komplett per Tastatur. Sollte ein Programm ausgeführt oder das Verzeichnis gewechselt werden, musste der Nutzer die Befehle noch von Hand eingeben.

Das es auch anderes geht, hatte Kopiererhersteller Xerox bereits 1981 demonstriert: Entwickler des „Xerox Parc“ (Palo Alto Research Center) präsentierten in diesem Jahr mit dem „Xerox Alto“ erstmals einen Computer, der eine grafische Benutzeroberfläche besaß, die sich über ein Peripheriegerät namens Maus bedienen lassen konnte.

Auch wenn das Unternehmen selbst wenig Interesse an dem System zeigte, fand es schnell seine Fans: Apple-Gründer Steve Jobs zeigte sich von der mausgestützten grafischen Oberfläche derart begeistert, dass er ein solches System 1983 in der „Apple Lisa“ einsetzte.

Die Macht der grafischen Oberfläche

Auch Bill Gates war von den Möglichkeiten einer grafischen Nutzeroberfläche angetan. Im April 1983 hatten Microsoft-Entwickler bereits eine erste Version des „Interface Manager“ fertiggestellt. Auf der Computermesse „Comdex“ kündigte Microsoft die Software erstmals unter dem Namen „Windows“ an – eine,Bezeichnung, den die PR-Manager gewählt hatten, da die Entwickler immer von „Fenstern“ sprachen.

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