Cisco und Netapp freuen sich über Flex-Pod-Erfolge

Cloud aus der Box kommt beim Mittelstand gut an

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Angebot und Nachfrage mit schnellen und parallelen IT-Prozessen

Für Computacenter als Service-Anbieter seien solche Dienste nur mit einer virtualisierten IT umzusetzen, denn die Kundschaft verlangt eine möglichst schnelle Bereitstellung von Diensten und der Dienst muss sich rechnen. Neben Komplexität, Kostendruck und Flexibilität müssten Service-Anbieter intern zusätzlich wichtige Besonderheiten wie die Mandantenfähigkeit der Infrastruktur beachten, die oftmals auch gesetzlich gefordert ist.

Tobias Geber-Jauch ist der Chief technology Officer (CTO) von Computacenter. (Archiv: Vogel Business Media)

Anfang 2010 begannen Geber-Jauch und seine Kollegen mit der Entwicklung des neuen Kundenangebots MWS und definierten dazu die Kriterien für eine Referenzarchitektur. „Client-Virtualisierung frisst Prozessorleistung und Memory“ war dabei ebenso ein Parameter wie „große I/O-Bandbreite zwischen den Rechner- und Speichersystemen“, um auch in Spitzenzeiten annehmbare Zugriffszeiten zu garantieren.

Keine Trennung zwischen NAS und SAN mehr

Um über mehr Flexibilität auch beim Speicher zu verfügen, wurde auf die klassische Trennung zwischen NAS- und SAN-Speicher verzichtet: „Daten müssen heute nahtlos migrierbar sein“, weiß Geber-Jauch. Da die Datenmengen weiter stetig, kann auf Einspartechniken wie Deduplizierung, Snapshots und Datenkomprimierung nicht verzichtet werden, im Gegenteil.

Die gute Funktionalität der Netapp-Speicher gerade auf diesem Gebiet – dank Deduplizierung der virtuellen Maschinen wird bis zu 90 Prozent Speicherplatz und bis zu 30 Prozent beim Fileservice eingespart – sprachen ebenso für die Flex-Pod-Lösung wie der kostengünstige Einsatz von großvolumigen SATA-Festplatten in den Speichern. Denn dank Flash-Cache verliert man keine Geschwindigkeit, kann aber die Stromkosten senken.

Die neue Infrastruktur: sicher und flexibel

Ende 2010 begann Computacenter mit dem Umbau der beiden Rechenzentren in Frankfurt, die zehn Kilometer auseinander liegen. Je Knoten sind zwei „FAS3270“-Speicher als Primär-Storage und jeweils zwei „FAS3140“ als Sekundärspeicher installiert. Ebenso redundant sind die „Nexus-7000“-Switche von Cisco und die „MDS“-Schaltzentralen für die FC-SAN-Anbindung ausgelegt.

Zu Flex-Pod gehören die passenden „UCS“-Blade-Server von Cisco sowie die Virtualsierungslösungen „vSphere und „vCenter“ von VMware. Für die Desktop-Virtualsierung nutzt Computacenter „Citrix Xen Desktop 5“ und „Matrix42 Workplace Management“ sowie Microsoft-Produkte wie „SharepointServer 2007“.

Verwaltet wird die Umgebung hauptsächlich mit Hilfe des Netapp-Produkts „On Command Operations Manager“, über den laut Computacenter Anpassungen schnell umzusetzen sind. Der Dienstleister setzt für die Zukunft auf noch mehr Flexibilität und möchte auch den Bestellprozess automatisieren: Der Anwender soll irgendwann einmal seinen virtuellen Client und die passende Anwendung per Mausklick auswählen und sofort nutzen können.

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