Mit Net Q 2.0 zur Netzwerktransparenz

7 Tipps für den Aufbau eines Datacenter-Netzwerks

| Redakteur: Ulrike Ostler

Cumulus Networks will Transparenz in Rechenzentrumsnetze bringen, wo heute Spine-Leaf, Software-defined und Container eine Rolle spielen - mit Tipps und Tools.
Cumulus Networks will Transparenz in Rechenzentrumsnetze bringen, wo heute Spine-Leaf, Software-defined und Container eine Rolle spielen - mit Tipps und Tools. (Bild: gemeinfrei: Free-Photos auf Pixabay)

Die Erneuerung und Modernisierung von Rechenzentrumsnetzen lohnt sich nicht nur für Ingenieure und Architekten sondern für das gesamte Unternehmen, so die These von Cumulus Networks. Denn sie alle profitieren von drei entscheidenden Vorteilen: Agilität, Skalierbarkeit und optimaler Leistung.

Für eine erfolgreiche Transformation gilt es, Anforderungen und Ansprüche an das Netzwerk wie eine offene Vernetzung, Automatisierung, Modularität, Skalierbarkeit, Segmentierung sowie die Verwertbarkeit im Vorfeld abzuklären. Im nächsten Schritt sollten Unternehmen die folgenden sieben Tipps aus wirtschaftlichen und technischen Leitprinzipien berücksichtigen:

1. Standard-basierte Protokolle und Dienste: In den vergangenen Jahren hat die Akzeptanz von Open-Source-Technologien deutlich zugenommen, da immer mehr Unternehmen den Mehrwert erkennen, der weit über niedrigere Kosten hinausgeht. Während für proprietäre Protokolle und geschlossene Ökosysteme hochspezialisierte Ingenieure erforderlich sind, die Interoperabilität einschränken und zudem Organisationen zu bestimmten Designs zwingen, fördern standardbasierte Protokolle Interoperabilität, Wettbewerb und Innovation.

2. Ausfallzeiten eliminieren: Fehlertoleranz ist ein Muss, dass versteht sich von selbst. Service-Ausfälle sind immer ein Risiko und können unvorhergesehen für jede Art von Unternehmen und Organisationen auftreten. Dies kann zu hohen finanziellen und Reputationsschäden führen. So kostete beispielsweise ein Ausfall der AWS Cloud 2017 börsennotierte Unternehmen 150 Millionen Dollar, und der jüngste Ausfall der Google-Cloud sorgte weltweit für negative Schlagzeilen.

Um Ausfälle zu vermeiden, müssen alle Rechenknoten doppelt mit redundanten vorgeschalteten Leaf-Switches verbunden sein. Leaf-Switches sollten redundante Peer-Link-Verbindungen untereinander und zu jedem Spine-Switch haben. Equal-Cost-Multi-Pathing stellt sicher, dass alle Pfade aktiv sind und Daten parallel weiterleiten. Das Einsetzen oder Entfernen eines Leaf oder Spine-Switch sollte den Produktionsverkehr nicht beeinträchtigen.

3. Automatisierung fördern: Manuelle Konfigurationsänderungen sind zeitaufwändig und anfällig für Fehler. Beim Design oder der Überwachung eines Netzwerks ist es wichtig eine einwandfreie Funktion und die Einhaltung festgelegter Netzwerk- und Sicherheitsrichtlinien sicherzustellen. Die Automatisierung von Aufgaben kann dazu führen, dass sich das Netzwerk selbst repariert und einfacher zu handhaben sowie zu überprüfen ist.

Ergänzendes zum Thema
 
Über Cumulus Networks, Cumulus Linux und Net Q 2.0

Bewährte Linux-APIs ermöglichen DevOps-Ingenieuren die Integration des Netzwerks in Automatisierungs-Engines und das ohne Konflikte mit den zahlreichen, herstellerspezifischen APIs. Das gleiche Netzwerkbetriebssystem (NOS) auf jedem Gerät, unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware, ermöglicht eine vereinfachte Netzwerkautomatisierung.

4. Einfach Handhabung und Nutzung: An die Automatisierung ist das Konzept der benutzerfreundlichen Self-Service-Netzwerke gekoppelt. Unabhängig davon, ob es sich um ein Rechenzentrum für private Zwecke, für eine Organisation oder für eine IaaS Plattform handelt, eines sollte beim neuen Netzwerkdesign berücksichtigt werden: Administratoren und Kunden sollten in der Lage sein, Netzwerke selbst zu verwalten.

Der Aufbau von Netzwerken in der Public Cloud ist ein grundlegendes Merkmal, das jeder erwartet. Kunden sollten in der Lage sein, segmentierte Netzwerke spontan und ohne die Hilfe eines Netzwerktechnikers bereitzustellen. Ein Linux-NOS ist aufgrund seiner nativen Linux-Module und APIs ideal für Orchestrierungslösungen. Implementierungen, die EVPN mit Automatisierung nutzen, erleichtern die Bereitstellung neuer Netze und ermöglichen es gleichzeitig den Kunden, ihre eigenen Netzwerke „on the fly“ aufzubauen.

5. Uneingeschränkte Segmentierungsmöglichkeiten: Eine modulare Portabilität ist entscheidend, wenn es um das Netzwerkdesign geht. Unternehmen können Ethernet VPN (EVPN) nutzen, um den Tenant-Verkehr im Rechenzentrum zu unterteilen und zu segmentieren. Daher ist es notwendig, eine offene und flexible Architektur zu schaffen - unabhängig von physischen Grenzen sowie Netzwerksegmente überall im Rechenzentrum oder über Rechenzentren hinweg zu transportieren.

6. Skalierbarkeit sicherstellen: Eine Leaf-Spine Clos-Architektur ist ideal für ein Datacenter; mit einem kostengünstigen Multipathing von 128 Links bilden Leaf-Spine Pods eine sehr gute Grundlage. Um horizontal zu wachsen, werden zusätzliche Pods hinzugefügt und neue Ebenen sorgen für ein vertikales Wachstum. Dadurch kann eine unbegrenzte Anzahl an Pods miteinander verbunden werden.

EVPN skaliert mit der physikalischen Topologie und bietet eine ultimative Modularität für die Skalierung. Wenn die Port-Dichte oder Port-Geschwindigkeit in bestimmten Bereichen unzureichend ist, ermöglicht ein zerstreutes Modell Administratoren den modularen Austausch von Hardware. Dabei wird die NOS- und Netzwerkbereitstellung mit ONIE automatisiert, was Flexibilität auf Mikro- und Makroebene beweist.

7. Netzwerkänderungen sollten vor der Implementierung nachweislich überprüfbar sein: Ausfallzeiten und SLA-Verletzungen verursachen erhebliche Kosten in Form von Rückerstattungen oder Reputationsschaden. Unternehmen können das Risiko von Ausfallzeiten reduzieren, indem sie Netzwerkänderungen und Upgrades vollständig simulieren, bevor sie den Switch umstellen und in Betrieb nehmen. Es ist wichtig sicherzustellen, dass simulierte getestete Netzwerkänderungen in der Praxis erfolgreich sind.

Das Tool zu den Tipps

Bei der Gestaltung eines modernen Datacenter-Netzwerks sollten Unternehmen die oben genannten Tipps vom Projektstart bis zum Netzwerkbetrieb berücksichtigen, so Cumulus Networks. Außerdem müssten Rechenzentren entlang des Netzwerklebenszyklus weitgehend automatisiert sein - von der Bereitstellung bis hin zur täglichen Verwaltung und Aktualisierung – nur dadurch könnten Innovationen angestoßen und vorangetrieben werden.

Das Logo des hierzulande noch weitgehend unbekannten Software-Anbieters Cumulus Networks.
Das Logo des hierzulande noch weitgehend unbekannten Software-Anbieters Cumulus Networks. (Bild: Cumulus Networks)

Doch zugleich schafft die Einführung von Mikroservices, Containern und virtuellen Maschinen eine neue Ebene der Komplexität im Rechenzentrum. Das führt zu einer Belastung traditioneller Netzwerke und der Notwendigkeit einer einfachen Bedienung. Cumulus Networks bietet mit „Net Q“ ein Toolset für das Betriebs-Management von Rechenzentrumsnetzen durch Echtzeit-Telemetrie und Fabric-weite Analysen an.

Um sicherzustellen, dass sich das Rechenzentrumsnetz wie vorgesehen verhält, ist es wichtig, eine ganzheitliche Sicht auf das gesamte Netzwerk zu erhalten, so Cumulus Networks. Während bestehende Werkzeuge die Infrastruktur etwa nur alle 15 Minuten scannen, verfolgt Cumulus mit Net Q einen Always-On-Ansatz mit einer skalierbaren „Data Ingestion Engine“ - Echtzeit-Erfassung und -Verarbeitung der Daten, ohne Belastung des Netzwerks. Die aktuelle Version 2.0 liefert Einblicke und betriebliche Informationen über den Zustand von Containern, virtuellen Maschinen und Hosts bis hin zu Switches und Netzwerk-Ports.

Echtzeit-Telemetrie und Fabric-weite Analysen

Als weitere Stufe in die Transparenz von Cumulus Linux bietet Net Q Fabric-weite beziehungsweise unternehmensweite Visibilität, umfassendes Lifecycle Management sowie Closed Loop Automation und kommt damit dem Weg zum zweckorientiertem Networking einen großen Schritt näher. Mithilfe einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI), präventiver Überprüfung und offenen API-Integrationen können Netzbetreiber so einfach eine offene, skalierbare Infrastruktur aufbauen, Fehler beheben und eine klare Netzwerktransparenz erreichen - und so kostspielige Betriebsstörungen reduzieren.

Net Q erfüllt drei Hauptfunktionen:

  • Datenerfassung über Echtzeit- und historische Telemetrie- und Netzzustandsinformationen
  • Datenanalyse durch Verwendung robuster Algorithmen
  • Datenvisualisierung mittels einer umfangreiche GUI für umsetzbare Erkenntnisse

Mit NetQ ändern sich die Netzwerkbetriebsabläufe von einem manuellen, reaktiven Box-by-Box-Ansatz zu einem automatisierten, informationsgetriebenen und agilen Ansatz. So werden Ausfallzeiten des Netzwerks sowie der Zeitaufwand für Betreiber minimiert.

Josh Leslie, CEO von Cumulus Networks: „Net Q ist für das moderne, automatisierte Cloud-Netzwerk konzipiert und bietet Netzbetreibern den Komfort, Rechenzentrumsnetzwerke umfassend zu automatisieren und zu managen sowie einfach zu betreiben“
Josh Leslie, CEO von Cumulus Networks: „Net Q ist für das moderne, automatisierte Cloud-Netzwerk konzipiert und bietet Netzbetreibern den Komfort, Rechenzentrumsnetzwerke umfassend zu automatisieren und zu managen sowie einfach zu betreiben“ (Bild: Cumulus Networks)

Josh Leslie, CEO von Cumulus Networks, sagt: „CEOs betrachten die Infrastruktur zunehmend als strategische Ressource für ihr Unternehmen. Ein transparenter Blick auf das Netzwerk ermöglicht es Teams, Ausfälle zu verhindern und somit einen noch höheren ROI in ihrem Rechenzentrum erzielen. Net Q ist für das moderne, automatisierte Cloud-Netzwerk konzipiert und bietet Netzbetreibern den Komfort, Rechenzentrumsnetzwerke umfassend zu automatisieren und zu managen sowie einfach zu betreiben.“

NetQ läuft auf „Cumulus Linux“-Switches und anderen Linux-Systemen - wie Ubuntu, Red Hat und CentOS-Hosts - und erfasst Echtzeit-Telemetrie- sowie Informationen über den Zustand des Netzwerks. Zudem bietet es Cloud-Architekten und Netzwerkbetriebsteams die Möglichkeit, Daten zu verarbeiten und zu visualisieren, um mit einem vollständigen Verständnis über den Status und der Leistung des Netzwerks zu arbeiten.

Zu den Funktionen und Features gehören:

  • Eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) sowie Kommandozeile (CLI) zur Vereinfachung der Abläufe und Steigerung der Effizienz.
  • Cloud-Scale-Architektur, die eine weite horizontale Skalierung bietet, vergleichbar mit den größten Cloud-Unternehmen.
  • Echtzeit-Telemetrie, um den Zeit- und Arbeitsaufwand für das Finden und Beheben von Netzwerkproblemen drastisch zu reduzieren.
  • Deep Analytics mit L1-L3-Insights, einschließlich einer Netzwerk-Overlay-Ansicht für umsetzbare Insights, die Einblicke in und Informationen über den Zustand des Netzwerks bieten.
  • Eine Any-Linux-Datenaggregation liefert mehr Echtzeit- und historische Daten als jedes andere Operations-Tool-Set mit einer Visualisierung, die sich vom Container, der virtuellen Maschine oder dem Host bis hin zum Switch und Port erstreckt.
  • Rest-APIs zur Extraktion in eine Vielzahl von Drittanbieterwerkzeugen zur Entwicklung gewünschter Integrationen für eine einmalige Flexibilität.
  • Fehlersuche mit Validation, Traceback und proaktiver Alarmierung.
  • Kubernetes Deployment Monitoring bietet Analyse, Auswirkung und vollständige End-to-End-Transparenz
Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46118804 / Software)