Die besseren Einstellungen für Storage, Netzwerk und SAN-Anbindung

3X3 Tipps für die Beschleunigung von Hyper-V-Server und VMs

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7. Dedizierte Karten für iSCSI und einzelne VMs

Außer einem Netzwerkadapter für die Verwaltung, sollte auf Hyper-V-Servern auch den VMs eigene Adapter zugewiesen werden. Vor allem bei der Anbindung von iSCSI-Storage sollten Unternehmen mit dedizierten Karten arbeiten. Natürlich lassen sich auch VMs mit gemeinsamen Adaptern betreiben, dennoch sollte genau überprüft werden, welche VMs mit gemeinsamen Adaptern arbeiten können und welchen Servern eigene Adapter zugewiesen werden.

Dazu erstellen Administratoren für jeden Adapter im Server eine eigene virtuelle Switch, außer für die Adapter die für iSCSI und die Verwaltung genutzt werden. Allerdings muss auch hier vorsichtig vorgegangen werden. Mehr dazu im nächsten Tipp.

VLANs versus Virtuelle Switches und spezielle Netzwerkadapter

Es sollten nicht zu viele virtuelle Switches erstellt werden. Denn virtuelle Switches belasten den Hyper-V-Host, da er den Netzwerkverkehr erst der richtigen Switch und diese den Verkehr den richtigen VMs zuweisen muss.

Mit virtuellen Switches lassen sich virtuelle Server auch voneinander trennen. Hier sollten Administratoren aber besser mit VLANs arbeiten. Auch virtuelle Switches und virtuelle Server lassen sich mit VLANs konfigurieren. Viele Netzwerkadapter-Hersteller bieten Netzwerkkarten an, die direkt mit Hyper-V zusammenarbeiten können. Diese Karten verfügen über mehrere Anschlüsse und Kanäle. Die Kanäle lassen sich wiederum direkt einzelnen VMs zuweisen, sodass sich Netzwerkadapter der VM wie eine physische Netzwerkkarte verhalten.

Bei dieser Technik handelt es sich um Single-Root I/O Virtualization. Netzwerkadapter die diese Funktion unterstützen stellen für virtualisierte Umgebungen implementierte I/O-Kanäle zur Verfügung, mit denen sich die Karte gegenüber virtualisierten Servern wie mehrere Netzwerkadapter verhält. SR-IOV ist vor allem bei I/O-intensiven Anwendungen interessant. Aktivieren lässt sich diese Funktion für virtuelle Netzwerkadapter die den virtuellen Servern zugewiesen werden.

8. Der Virenschutz auf Hyper-V-Servern

Setzen Unternehmen auf den Hyper-V-Servern eine Antiviren-Software ein, sollte darauf geachtet werden, dass Hyper-V-spezifische Prozesse als Ausnahmen definiert werden. Ansonsten kann die Leistung des Servers stark einbrechen.

Besonders wichtig sind die beiden Prozesse VMMS.exe und VMWP.exe. Außerdem sollten alle Verzeichnisse als Ausnahme konfiguriert werden, in denen virtuelle Festplatten gespeichert sind sowie die Konfigurationsdateien der VMs. Auch die Snapshot/Checkpoint-Verzeichnisse und das Verzeichnis für Smart Pages sollte als Ausnahme hinterlegt sein. Auf Cluster Shared Volumes muss auch das Verzeichnis C:\ClusterStorage als Ausnahme hinterlegt werden.

9. Die Untersuchung und Beschleunigung mit Hyper-V- Freeware

Um die Leistung von Hyper-V messen, nutzen Administratoren zum Beispiel die Leistungsüberwachung. In Windows Server 2012 R2 wird dazu der Befehl perfmon.msc auf der Startseite gesucht. Um eine Langzeitmessung durchzuführen, müssen Administratoren einen Datensammelsatz erstellen.

Während der Erstellung besteht die Möglichkeit eine Vorlage einzulesen. Diese kann über das Tool PAL werden.

Nach der Installation muss auf der Registerkarte Threshold File bei Threshold file title die Option Microsoft Hyper-V R2 SP1 ausgewählt und dann auf Export to Perfmon template file geklickt werden. Diese Vorlage funktioniert auch mit Windows Server 2012 R2. Die Vorlage lesen Administratoren im Assistenten zum Erstellen von neuen Datensammlersätzen ein.

Wenn der Datensammlersatz durchgelaufen gelaufen ist, speichert er einen Bericht in der Leistungsmessung. Die dazugehörige BLG-Datei ist im Verzeichnis C:\Perflogs zu finden. Die Datei lässt sich auch mit Zusatz-Tools noch weiter auswerten, zum Beispiel mit dem bereits erwähnten PAL.

Administratoren die dauerhaft Hyper-V-Server überwachen wollen, sollten sich die Freeware „Veeam One“ ansehen. In einem Dashboard ist der Zustand der virtuellen Server und Hosts zu sehen.

*Thomas Joos ist freier Autor, Verfasser zahlreicher Fachbücher und betreibt auf DataCenter-Insider "Toms Admin-Blog"

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