Die besseren Einstellungen für Storage, Netzwerk und SAN-Anbindung

3X3 Tipps für die Beschleunigung von Hyper-V-Server und VMs

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4. Die Nutzungvon Festplatten mit fester Größe und Dynamic Memory

Festplatten sollten Administratoren immer mit fester Größe erstellen und nicht dynamisch wachsend konfigurieren. Durch das dynamische Wachsen werden Hyper-V-Host und VM unnötig belastet. Kommt die VM an die Grenze der dynamischen Festplatte, beansprucht der Prozess zum Erweitern des Speicherplatzes beide Server.

Im Gegensatz dazu sollten Administratoren aber die Dynamic Memory-Funktion nutzen. Zwar wird dadurch nicht generell die Leistung von VMs gesteigert, allerdings können Server nicht benötigten Arbeitsspeicher abgeben und anderen Servern zuweisen. Dadurch werden Leistungseinbußen von Servern verhindert, da Server auch ohne Administratoren Arbeitsspeicher erhalten.

5. Ratsam: die Generation 2-VMs

Administratoren sollten möglichst immer Generation 2-VMs nutzen, wenn sie Server mit Windows Server 2012 R2 virtualisieren. Das hat den Vorteil, dass diese Server mit Hyper-V in Windows Server 2012 R2 mehr Leistung bieten und gleichzeitig den Host entlasten.

Abbildung 3: SCSI-Controller werden von Generation 2-VMs bereits beim Booten virtualisiert.(Bild:  Thomas Joos)
Abbildung 3: SCSI-Controller werden von Generation 2-VMs bereits beim Booten virtualisiert.
(Bild: Thomas Joos)

Generation 2-VMs booten mit einem virtuellen SCSI-Controller und verwenden UEFI. Generation 1-VMs booten mit einem virtuellen IDE-Controller und arbeiten an dieser Stelle noch mit einer Emulation. Erst wenn das Betriebssystem und die Integrationsdienste gestartet sind, virtualisiert Hyper-V die Controller. SCSI-Controller werden von Generation 2-VMs bereits beim Booten virtualisiert. Diese sind dazu als Treiber in den Hypervisor integriert und bereits beim Booten von den VMs zugreifbar.

Virtuelle Maschinen unterstützen auch die in UEFI integrierte Funktion „Secure Boot“. Alte virtuelle Maschinen lassen sich nicht zu Generation 2-VMs migrieren. Als Generation 2-VMs können nur Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows 8 x64 und Windows 8.1 x64 verwendet werden.

In Windows Server 2012 R2 haben Unternehmen auch die Möglichkeit die Datendeduplizierung auf virtuelle Festplatten auszuweiten. Interessant ist das vor allem in Umgebungen mit virtuellen Desktops. Dadurch lässt sich die Größe virtueller Festplatten verringern, da keine doppelten Daten gespeichert werden.

6. Die Netzwerkadapter für die Verwaltung des Servers

Hyper-V-Hosts sollten mehrere Netzwerkadapter nutzen, idealerweise möglichst aktuelle. Eine Netzwerkkarte sollte der Verwaltung des Servers und der Fernwartung vorbehalten bleiben.

Über diesen Adapter können Administratoren Software und Patches auf den Server kopieren sowie die Verwaltung durchführen. Solche Aktionen belasten die VMs auf dem Host, wenn keine dedizierte Netzwerkkarte vorgesehen ist.

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