Das Tool „Datacenter Manager“ der Wiener Open-Source-Company Proxmox Server Solutions GmbH, adressiert direkt die wachsende Komplexität beim Betrieb verteilter und groß skalierender Proxmox-basierter Umgebungen. Die nunmehr stabile Version 1.0 steht nun zur Verfügung.
Den „Proxmox Datacenter Manger“ gibt es jetzt in einer ersten stabilen Version.
(Bild: Proxmox Datacenter Manager Datasheet)
Proxmox Datacenter Manager liefert eine zentrale Management-Oberfläche, über die Administratoren „Proxmox VE“ und „Proxmox Backup Server“ verwalten, beobachten und skalieren können. Das soll für eine umfassende und nahtlose Kontrolle sorgen.
Der Grund für dieses Tool liegt darin begründet, dass die Verwaltung wachsender, über mehrere Standorte oder Cluster verteilter Rechenzentren Unternehmen und IT-Teams vor große Herausforderungen stellt. Die Folgen sind oft gravierend: Fehlende Übersicht, fragmentierte Metriken und die Notwendigkeit, komplexe Vorgänge manuell durchzuführen, führen schnell zu Ineffizienz und erhöhter Fehleranfälligkeit.
Proxmox Datacenter Manager soll helfen, diese Komplexität der dezentralen Verwaltung zwischen einzelnen Proxmox-Nodes und Clustern zu bewältigen und dadurch eine globale, konsolidierte Sicht auf die gesamte Infrastruktur schaffen. Dies vereinfache nicht nur Routinen, sondern ermögliche auch erweiterte Funktionen, die zuvor schwer zu realisieren waren, heißt es vom Anbieter.
Highlights in Proxmox Datacenter Manager 1.0
Proxmox Datacenter Manager kommt mit eine Reihe an Funktionen, die speziell für die Verwaltung komplexer Enterprise-Umgebungen entwickelt wurden:
Zentrale Übersicht und Metrikaggregation: Benutzer können mehrere Proxmox „Remotes“ , also Knoten und Cluster, verbinden und erhalten über ein zentrales Dashboard eine vereinheitlichte, aktuelle Statusübersicht. Dieses Dashboard stellt den globalen Zustand aller Proxmox VE Cluster und Proxmox-Backup-Instanzen übergreifend dar. Es zentralisiert die kritische Ressourcennutzung, einschließlich CPU, RAM und Storage I/O, und liefert eine sofortige Ansicht wichtiger Key Performance Indicators (KPIs) und Performance-Metriken. So lassen sich Engpässe oder potenzielle Probleme frühzeitig identifizieren. Da die Daten können lokal in einen Cache gepackt werden. Zudem wird die Offline-Sichtbarkeit des zuletzt bekannten Zustands gewährleistet.
Dynamische, rollenbasierte „Custom Views“: Mithilfe anpassbarer Dashboards können IT-Teams hochgradig gefilterte, zielgerichtete Übersichten basierend auf spezifischen Remotes, Ressourcentypen oder operativen Tags erstellen. Entscheidend ist, dass der Proxmox Datacenter Manager seine native rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) nutzt, um Nutzern Zugriff auf diese maßgeschneiderten Ansichten zu gewähren, ohne ihnen direkten Zugriff auf die zugrundeliegenden virtuellen Maschinen oder Hosts zu erteilen. So lässt sich über diverse Teams und Multi-Tenant-Umgebungen hinweg granulare Sicherheit und nötige Transparenz gewährleisten.
Multi-Cluster Management: Hierunter ist eine nahtlose Verbindung zu und Verwaltung von unabhängigen Proxmox Clustern und Nodes zu verstehen.
Cross-Cluster Live Migration: Dieses Feature bietet die Möglichkeit, VMs nahtlos zwischen verschiedenen Clustern zu migrieren. Dadurch können Administratoren reaktionsschnelle Lastverteilung und Wartungsarbeiten ohne Ausfallzeiten ausführen.
Life-Cycle Management für virtuelle Infrastrukturen: Routinemäßige Aufgaben des VM- und Container-Life-Cycle-Managements lassen sich direkt über die zentrale Schnittstelle ausgeführn. Dazu gehören das Starten, Stoppen und Konfigurieren von VMs, Containern sowie Storage-Ressourcen über alle verbundenen Remotes hinweg. Darüber hinaus ermöglicht der Proxmox Datacenter Manager mit der integrierten nativen rollenbasierten Zugriffskontrolle (RBAC) eine präzise Steuerung der Benutzerberechtigungen. Task-Historien und Protokolle werden zentral erfasst, was Audit-Prozesse stark vereinfacht und Compliance-Anforderungen zuverlässig erfüllt.
Suchfunktion: Version 1.0 verfügt über eine intuitive und laut Anbieter „mächtige“ Suchfunktion. Inspiriert von Abfragesprachen wie denen von Elasticsearch oder Github, finden Administratoren, Administatorinnen Ressourcen sofort. Die Daten lassen sich präzise nach Ressourcentyp - Remote, VM und Container -, Status - gestoppt und läuft zum Beispiel - oder benutzerdefinierten Tags filtern. Dies stellt sicher, dass kritische Ressourcen und Diagnosedaten – selbst in Infrastrukturen mit Tausende von virtuellen Gästen – mit hoher Geschwindigkeit und Präzision gefunden werden.
Zentrale SDN-Funktionen (EVPN): Die Plattform bietet Support für Software-Defined Networking (SDN) und ermöglicht die Konfiguration von EVPN-Zonen und VNets direkt und zentralisiert über eine einzige Schnittstelle, selbst wenn sie über mehrere Remotes verteilt sind. Dies entkoppelt die Komplexität der Netzwerk-Overlays von den einzelnen Hosts und vereinfacht die gesamte Netzwerkadministration in hochskalierten Umgebungen.
Zentralisiertes Update-Management: Diese Version bringt ein zentrales Update Management Panel, das Administratoren sofortigen Überblick über alle verfügbaren Updates ihrer gesamten Proxmox-basierten Infrastruktur verschafft. So lassen sich Updates für Proxmox VE und Proxmox Backup Server direkt über die Datacenter Manager-Oberfläche ausgerollen, was das Patch-Management stark vereinfacht und die allgemeine Sicherheitsposition stärkt. Ergänzend dazu bietet der Datacenter Manager einen vereinheitlichten, sicheren Shell-Zugriff auf alle verwalteten Remotes von einer einzigen Konsole aus.
Open-Source-Software-Stack: Der Proxmox Datacenter Manager basiert auf dem Linux „Debian 13.2 - Trixie“ - und verwendet die neuere Linux-Kernel-Version 6.17 als stabilen Standard und enthält ZFS 2.3. Der gesamte Software-Stack ist in der Rust geschrieben und verfügt über eine reaktionsschnelle Benutzeroberfläche, die auf dem neuen „Rust/Yew Proxmox UI“-Framework aufbaut. Dies sorgt für Geschwindigkeit und erhöht die Performance.
Die Verfügbarkeit
Proxmox Datacenter Manager 1.0 steht ab sofort zum Download bereit. Das verfügbare ISO-Installations-Image enthält das gesamte Funktionspaket und kann dank eines intuitiven Installationsassistenten auf Bare-Metal-Systemen eingerichtet werden.
Distributions-Upgrades von älteren Versionen sind problemlos mit dem standardmäßigen „APT-Paket-Management“-System möglich. Alternativ lässt sich Proxmox Datacenter Manager auf einer bereits bestehenden Debian-Installation aufsetzen. Als freie und quelloffene Software (FLOSS) wird die Anwendung unter der GNU AGPLv3 veröffentlicht.
Für Unternehmen bietet die Proxmox Server Solutions GmbH professionellen Enterprise-Support über Abo-Modelle an. Eine Subskription beinhaltet den Zugriff auf das stabile Enterprise-Repository mit regelmäßigen Updates über das Webinterface sowie auf zertifizierten technischen Support. Bestehende Kunden mit aktivem Enterprise Support für ihre Proxmox-Remotes erhalten zusätzlich Zugriff auf Updates und Support für den Proxmox Datacenter Manager.
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Stand: 08.12.2025
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