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Neues Benutzerinterface und Sharen von VMs VMware Workstation Version 8: besseres Management

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Die Version 8 der VMware Workstation verfügt über optimierte Platzierung der virtuellen Maschinen, bessere Integration in vSphere-Strukturen, eine Leistungsoptimierung und ein neues Benutzerinterface.

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VMware hat der Workstation 8 ein neues GUI verpasst.
VMware hat der Workstation 8 ein neues GUI verpasst.
( Archiv: Vogel Business Media )

Insgesamt hat VMware dem neuen Release mehr als 50 neue Funktionen verpasst. Diese verbessern, den Aufbau und die Verwaltung von virtuellen Maschinen, sowohl von PCs aus als auch in privaten Unternehmens-Clouds-Szenarien:

Mit der Version 8 der Workstation lassen sich virtuelle Maschine (VMs) lokal besonders einfach aufbauen, teilen und auch auf vSphere laden. Durch Remote Connections können Remote-Verbindungen einfach erstellt werden, um laufende Workstation, VMware vSphere und VMware vCenter zu hosten.

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Die Funktion „Share VMs“ erlaubt den Benutzern virtuelle Maschinen zu teilen, so dass Teammitgliedern einfacher Zugang gewährt wird. Dies bietet einen schnellen Weg, Applikationen in einem produktionsähnlichen Umfeld zu testen.

Der Upload zu vSphere ermöglicht per „Drag & Drop“ das Verschieben von virtuellen Maschinen von der Desktop-Oberfläche zu VMware vSphere-Umgebungen.

Die neue Benutzeroberfläche von Workstation 8 wurde um einfachere Menus, Live-Miniaturansichten, verbesserte Einstellungsbildschirme und eine neue VM-Bibliothek für verbessertes Suchen erweitert.

Verbesserte Leistung für virtuelle Maschinen: die Workstation bietet nun eine Unterstützung von HD Audio mit 7.1 Surround Sound, USB 3 und Bluetooth-Geräten. Zusätzlich erlauben Verbesserungen am virtuellen SMP und 3D-Grafiken sowie Unterstützung für 64-GByteRAM Nutzern auch Anwendungen mit höchsten Anforderungen auf einer virtuellen Maschine zu nutzen.

Das Funktionsset der Workstation 8

Nach dem Setup präsentiert sich die Workstation in einer gänzlich neuen Bedienungs- und Verwaltungsoberfläche. Unter Home finden Sie mehrere Assistenten und Konfigurationsoptionen. Der Großteil spricht für sich selbst und wird daher an dieser Stelle nur kurz erläutert:

  • Create a new virtual Machine – Erzeugen eine neuen virtuellen Maschine
  • Open a virtual Machine – öffnet eine virtuelle Maschine
  • Connect to a remote Server – stellt die Verbindung zu einem entfernten Server her.
  • Virtualize a physical Machine – dahinter verbirgt sich eine Konvertierungstool (P2V- physical to virtuelle) dass einen physischen Rechner in eine virtuelle Maschine überführt.
  • Virtual Network Editor – zur Verwaltung der virtuellen Netzwerke
  • Workstation Preferences – dahinter befinden sich die Konfigurationseinstellungen der Workstation 8
  • Software Updates – zum Laden von Updates von der VMware-Website

Umfangreiche Zusatzfunktionen

Die Funktion „Easy Install“ erlaubt eine unbeaufsichtigte Installation von Betriebssystemen. Dazu ist zuerst der Assistent zu durchlaufen. Diese frägt dann alle Parameter ab, die normalerweise beim Setup des Gastbetriebssystems einzugeben sind. Easy Install übernimmt diese Parameter und führt den Setup ohne weitere Benutzerinteraktionen durch. Eine weitere neue Funktion ist die gemeinsame Nutzung einer virtuellen Maschine durch mehrere Anwender.

Diese Option wird als „Share a virtual Maschine“ bezeichnet. Um eine virtuelle Maschine gemeinsam zu nutzen, gehen Sie wie folgt vor: Selektieren Sie dazu die virtuelle Maschine mit der rechte Maustaste. Nun öffnet sich das Kontextmenü für die virtuelle Maschine. Darin finden Sie einen Eintrag „Manage“ und darin die Option „Share“. Wenn Sie diese Option wählen erscheint ein Assistent. Dieser will zuerst wissen, ob die virtuelle Maschine verschoben oder kopiert werden soll. Beim Verschieben wird das Image der virtuellen Maschine ein eine Share-Verzeichnis geschoben, beim Kopierer wird eine Kopie dort abgelegt.

Breiter OS-Support

Die VMware Workstation ist die Basis der VMware-Virtualisierungsfamilie. Sie liegt mittlerweile liegt in der Version 8 vor. Die Virtualisierungslösung unterstützt 32 Bit Versionen von MS-DOS, alle Windows-Versionen ab 3.1 bis hin zu den Editionen Ultimate, Enterprise Professional und Home Basic von Windows 7. Ferner bietet das System auch einen breiten Linux/Unix-Support mit den gängigen Distributionen von SUSE, RedHat, Ubuntu aber auch den weniger etablierten Mandrake-Linux oder den Novell Linux Desktop. Ferner kann sie als Host für vSphere-Installationen herangezogen werden.

Die Systemparameter

Die Systemparameter

Die Systemanforderungen für den Betrieb der Workstation leiten sich größtenteils aus dem Hostsystem ab. Der Host muss eine CPU von Typ x86 mit 64 Bit mit mindestens 1,3 GHz Taktfrequenz aufweisen. Multiprozessorsysteme werden unterstützt. Die Workstation kann den VMs mehrere logische CPUs zuweisen. Bis zu acht Prozessorkerne mit jeweils maximal acht Cores sind dabei zuweisbar. Dies ergibt in der Summe 64 Prozessorkerne pro virtuelle Maschine. Als Arbeitsspeicher gibt VMware ein Minimum von 1 GByte an, empfiehlt gleichzeitig aber 2 GByte als unterste Grenze, denn der Arbeitsspeicher pro Gast kann bis zu 64 GByte umfassen.

Fazit

VMware hat eine Menge Erfahrung mit Virtualisierungslösungen. Die Version 8 der Workstation ist ausgereift und bietet ein reiches Funktionsset. Sie kann auch für Testszenarien im Kontext von vSphere-Strukturen herangezogen werden. Selbst der größere ESX-Server kann als virtuelle Maschine im der Umgebung der VMware Workstation ausgeführt werden. Hinzu kommt: VMware unterstützt den Austausch von Imagedateien zwischen den unterschiedlichen Lösungen. Durch den VMware Converter lassen sich dabei auch weitergehende Transformationen erzielen.

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