Reduktion von CO2 in der Cloud VMware kündigt Partnerinitiative `Zero Carbon Committed´ an

Redakteur: Ulrike Ostler

Jeder weiß es: Es muss CO2 gespart werden. Nun hat VMware hat den Start der „Zero Carbon Committed Cloud“-Partnerinitiative bekannt gegeben. Ziel ist es, den Übergang zu CO2-freien Clouds zu beschleunigen und Kunden dabei zu helfen, ihre Nachhaltigkeits- und Kohlenstoffdioxidreduktionsziele zu erreichen, indem sie mit Cloud-Anbietern zusammengebracht werden, die die gleichen Ziele verfolgen.

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Virtualisierung alleine ist kein Garant für eine bessere Energiebilanz. Um Cloud Computing grün zu bekommen sind viele Stellscharuben notwendig, auch bessere Software, die von Haus aus, weniger Ressourcen beansprucht.
Virtualisierung alleine ist kein Garant für eine bessere Energiebilanz. Um Cloud Computing grün zu bekommen sind viele Stellscharuben notwendig, auch bessere Software, die von Haus aus, weniger Ressourcen beansprucht.
(Bild: Thomas Gorski)

Joe Baguley, Vice President und CTO EMEA bei VMware, führt aus: „Es ist entscheidend, so schnell wie möglich signifikante Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen. Die Tatsache, dass sich immer mehr Unternehmen – darunter auch Kunden und Partner von VMware sowie ganze Länder – dazu verpflichten, die CO2-Emissionen auf Null zu reduzieren, ist ermutigend.“

Insgesamt zählt VMware rund 75.000 Partner. An dem Programm teilnehmende „VMware Cloud Verified“-Partner müssen infrastruktur-, energie- und kohlenstoffeffiziente Rechenzentren betreiben, die auf VMware Software Defined Datacenter (SDDC)-Technologien basieren. Zudem müssen sie sich dazu verpflichten, diese Rechenzentren bis 2030 mit erneuerbaren Energiequellen zu betreiben. Die in Europa ansässigen Partner Atea und OVHcloud sowie Equinix, IBM, Microsoft und OVHcloud US haben sich der Initiative bereits angeschlossen.

In Deutschland ist es nicht ganz so einfach, genügend erneuerbare Energie bereitzustellen, wie die aktuelle Diskussion um das geplante 180 Megawatt-Rechenzentrum noch einmal verdeutlicht (siehe: Hyperscale-Dimensionen, Kritik und grüne Pläne; Hanau bekommt ein 180-Megawatt-Rechenzentrum.

Da tun sich Partner aus Schweden leichter. Hie gibt es Wasserkraft aber auch ein Ausstieg aus dem Atomausstieg, der zum weiteren Betreiben von sechs Atomkraftwerken geführt hat. Außerdem bleibt unklar ob und welche Konsequenzen es hat, wenn es Partner gibt, die nicht mitziehen. Kündigt VMware die Geschäftsbeziehungen, wie es etwa Microsoft angekündigt hatte?

Chiara Selvetti, Head of Sustainability, Atea Schweden , sagt jedenfalls: „Zur Bekämpfung des Klimawandels beizutragen, erfordert einen Wandel des gesamten Ökosystems. Ateas erklärtes Ziel 100 Prozent erneuerbare Energien - Teil unserer eigenen SBT-Initiative – macht es für Kunden einfacher, die Nachhaltigkeit ihrer IT-Investitionen nachzuvollziehen. Das Gleiche gilt für die Mitarbeiter von Atea, die Kunden bei ihren nachhaltigen Entscheidungen beraten.“

François Sterin, Chief Industry Officer bei OVHcloud, erläutert: „Die Welt ist immer stärker von Daten abhängig und der umfassende Übergang von lokalem Storage zu Cloud-basierten Lösungen stellt für unsere Branche eine unglaubliche Chance dar, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und Unternehmen dabei zu unterstützen, nachhaltiger zu werden.“

Zudem stelle sein Unternehmen bei allen Kunden ein großes Interesse am effizienteren Betrieb von Rechenzentren fest. „Wir sind stolz darauf, Gründungsmitglied der Zero Carbon Committed Cloud-Partnerinitiative von VMware zu sein mit der gemeinsamen Verpflichtung, bis 2030 keine CO2-Emissionen mehr auszustoßen.“

VMware engagiert sich bereits seit geraumer Zeit für das Thema Nachhaltigkeit. Das Unternehmen wirtschaftet bereits CO2-neutral und hat sich dazu verpflichtet, CO2-Emissionen für Betrieb und Lieferkette bis 2030 auf Null zu reduzieren. Dieses Ziel ist Teil der Agenda 2030 von VMware, ein verpflichtender 10-Jahres-Plan für eine gerechtere, nachhaltigere und beständigere Welt.

Eine Schlüsselkomponente ist das Prinzip „Intrinsic Sustainability“, mit dem VMware Kunden über Virtualisierungs- und Cloud-Lösungen sowie Partnerschaften hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele durch Reduktion der mit dem Betrieb ihrer Rechenzentren verbundenen Kohlendioxid-Emissionen zu erreichen. Baguley sagt: „Diese Initiative führt die Vision von VMware weiter, die Kunden dabei unterstützt, ihre Umweltbelastung durch eine effizientere Nutzung der IT-Infrastruktur zu minimieren. Dies erleichtert unseren Kunden und Partnern den beschleunigten Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft.“

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