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Univention baut den Corporate Server in Richtung Cloud aus UCS erhält Docker und Single Sign-On

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

In wenigen Tagen wird Univention sein Hauptprodukt, den Univention Corporate Server, in Version 4.1 vorstellen. Aus Vorankündigungen und Dokumenten des Bremer Linux-Infrastruktur-Anbieters lassen sich die wichtigsten Neuerungen erkennen.

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Die Management-Konsole von Univention Corporate Server
Die Management-Konsole von Univention Corporate Server
(Screenshot: Univention)

Eine höhere Zahl hinter dem Punkt in der Versionsnummer signalisiert gemeinhin nicht einen sehr bedeutsamen Schritt in der Entwicklung einer Software. So ein großer Sprung war bei Univention die Version 4.0, die den Univention Corporate Server (UCS) Cloud-fähig machte. In diesem Tagen wird das Bremer Unternehmen die Version 4.1 allgemein freigeben. Mit ihr kommen zwei Neuerungen, die für viele Anwender interessant sein könnten.

Neuerungen als Beta schon zur Begutachtung frei

Ein „Release Candidate“ von UCS 4.1 steht seit knapp einem Monat Systemhäusern, Softwareentwicklern und interessierten Anwender zur Verfügung. Univention-Partner konnte damit testen, wie sich ihre Anwendungen mit dem künftigen UCS verhalten. Zwei Neuerungen sind dabei, die man erwarten durfte: UCS 4.1 enthält die aktuellen Versionen des Linux-Kernels und von Samba.

Mit einer weiteren Neuerung aber fällt der Univention Corporate Server stärker auf: Er enthält Docker. Mit dieser Container-Technik lassen sich Apps in einer Umgebung, aber voneinander gekapselt betreiben. Das ist unter Sicherheitsaspekten interessant, noch mehr aber macht es Docker einfacher, die benötigten Systemanforderungen zu erfüllen.

Fertige Container aus dem Univention App Center?

Univention wäre in der Lage, künftig Applikationen in seinem App Center als Container zur Verfügung zu stellen. Diese könnten Anwender dann als solche fix und fertig herunterladen. Das wäre wiederum interessant für alle, die in irgendeiner Form, ob Public, Private oder hybrid, Cloud-Computing betreiben.

Die zweite bedeutsame Neuerung ist interessant für jene große Mehrheit der Anwender, die UCS in der eigenen IT betreiben – gleichwohl sie auch für Cloud-Umgebungen wichtig ist: Single Sign-On. Ein Anwender muss sich in einer UCS-Umgebung nur einmal anmelden, um Zugang zu allen ihren Anwendungen zu bekommen. Das gilt natürlich nur für solche Applikationen, für die er Zugriffsrechte hat und die selbst SAML-fähig ist.

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Über den Autor

 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist