Grundlagen der Kostenanalyse der Virtualisierung am Beispiel einer SAP-Landschaft TCO und ROI – was die Virtualisierung kostet

Autor / Redakteur: SeaarchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Virtualisierungstechnologie bietet IT-Organisationen einen entscheidenden Vorteil: So können mehrere Serversysteme auf einer einheitlichen und standardisierten Hardware parallel betrieben werden. Virtualisierungssoftware bildet eine abstrakte Schicht zwischen dem Betriebssystem und der eigentlichen Hardware des Servers.

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EIn typisches Beispiel für die Virtualisierung einer SAP-Landschaft mit VMware.
EIn typisches Beispiel für die Virtualisierung einer SAP-Landschaft mit VMware.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die ursprünglichen Serversysteme werden samt Betriebssystem und Applikationen virtualisiert und laufen als sogenannte virtuelle Maschinen (VM) auf einem Host-System. Die Hardware des physischen Servers dient dabei als einheitlicher Ressourcenpool und kann dynamisch und effizient den einzelnen virtuellen Maschinen zugeordnet werden. Dies führt nicht nur zu einer reduzierten Serveranzahl, sondern auch zu einer maximalen Ausnutzung der Hardware.

Der Einsatz von mehreren virtuellen Servern auf einem Host-System steigert die Nutzung der Hardware-Ressourcen von ursprünglich 5 bis 15 Prozent auf 60 bis 80 Prozent. Die Prozessor-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten, die durch wenig Last auf den Servern normalerweise brach liegen, können über den virtuellen Hardware-Layer von den benachbarten virtuellen Maschinen genutzt werden.

So entsteht eine ausgeglichene und wirtschaftliche Serverauslastung. Mit virtuellen Servern lassen sich Systeme zudem redundant und damit hochverfügbar auslegen, ohne dass zwingend weitere Hardware angeschafft werden muss. Virtuelle Maschinen werden als bitgenaue Kopien der Produktivsysteme auf den Host-Systemen vorgehalten und bei einem Ausfall einfach aktiviert. Die Ausfallzeiten werden dadurch minimiert, und die IT-Abteilung kann den Fachabteilungen einen optimalen Service bieten.

TCO (Total Cost of Ownership)

Anhand eines Beispiels, das besonders auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten ist, werden nachfolgend die tatsächlichen Kosten und Einsparungen einer Virtualisierung aufgezeigt. So wird eine klassische SAP-Landschaft bestehend aus SAP ECC 6.0, SAP BI, SAP Portal, SAP CRM, SAP PI, SAP Solution Manager sowie File-, Print-, Exchange-Server einer virtualisierten Landschaft gegenübergestellt.

Das gewählte Beispiel basiert auf Servern mit Intel Dual- bzw. Quad-Core-CPU und 32 GB RAM (z.B. HP Pro-Liant DL380 bzw. ProLiant DL580). Die Server verfügen jeweils über vier Netzwerkschnittstellen. Die Adapter werden dabei getrennt für die folgenden Aufgaben eingesetzt:

  • Produktiv-LAN
  • Test- und Entwicklungs-LAN
  • Management-LAN
  • VMotion

Die Server sind in der Beispielrechnung mit 16 virtuellen Maschinen belastet: somit sind im Falle eines Failovers noch genug Ressourcen auf dem verbleibenden Server verfügbar, um SAP-Produktionssysteme mittels VMware High Availability (HA) automatisch neu starten zu lassen. Dabei können Eigenschaften wie VMware Distributed Ressource Scheduling helfen, die richtige Rechnerleistung zur richtigen Zeit auf dem benötigten Server vorzuhalten. Die Tabelle „Anschaffungskosten der Hardware“ und die Grafik „VMware Lösung“ zeigen dabei deutlich, welches Potential bei der Kosteneinsparung besteht.

Die Investitionen für eine auf VMware basierende Virtualisierungslösung liegen im Vergleich zu einer physikalischen Installation bei unter 80 Prozent.

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