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Umweltbewusstsein und Diversität in der Rechenzentrumsbranche Schneider Electric evaluiert globale Nachhaltigkeit und tritt iMasons bei

| Redakteur: Ulrike Ostler

Schon eine ganze Weile richtet Schneider Electric sein Geschäft auf die digitale Transformation von Energie-Management und Automatisierung aus. Nun hat das Unternehmen den „2020 Corporate Energy & Sustainability Progress Report“ veröffentlicht und ist Mitglied der Non-Profit-Association Infrastructure Masons (iMasons). Das Unternehmen will der Organisation Zugang zu Ressourcen für deren Bildungs-, Netzwerk- und Industrie-unterstützenden Spendenprogramme bieten.

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Bisher haben wir untersucht, welche Ziele sich Unternehmen setzen und ob sie sich dafür entscheiden, diese zu veröffentlichen. Die meisten, die sich Ziele gesetzt haben, sind zuversichtlich (50 Prozent), sehr zuversichtlich (17 Prozent) oder extrem zuversichtlich (15 Prozent), dass sie diese erreichen werden. Viele befürchten jedoch, dass ihre Ziele nicht ehrgeizig genug seien, um die globale Erwärmung zu beeinflussen. 34 Prozent der Befragten waren weniger als zuversichtlich, dass ihre Ziele gegen die 1,5-Grad-Schwelle wirksam sein würden, 14 Prozent waren überhaupt nicht zuversichtlich.
Bisher haben wir untersucht, welche Ziele sich Unternehmen setzen und ob sie sich dafür entscheiden, diese zu veröffentlichen. Die meisten, die sich Ziele gesetzt haben, sind zuversichtlich (50 Prozent), sehr zuversichtlich (17 Prozent) oder extrem zuversichtlich (15 Prozent), dass sie diese erreichen werden. Viele befürchten jedoch, dass ihre Ziele nicht ehrgeizig genug seien, um die globale Erwärmung zu beeinflussen. 34 Prozent der Befragten waren weniger als zuversichtlich, dass ihre Ziele gegen die 1,5-Grad-Schwelle wirksam sein würden, 14 Prozent waren überhaupt nicht zuversichtlich.
(Bild: Schneider Electric)

Der 2020 Corporate Energy & Sustainability Progress Report geht der Frage nach, wie Unternehmen auf die Chancen und Herausforderungen einer von Energie-Management und Dekarbonisierung geprägten Energielandschaft reagieren. Untersucht wird die zunehmende Nutzung digitaler Tools, der Klimawandel als Schwerpunkt der Energie- und Ressourcenversorgung sowie die Frage, wie das Energie-Management zu einem wichtigen Baustein einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie wird.

Die wichtigsten Erkenntnisse vorab:

  • Das Energie-Management gewinnt in einer äußerst volatilen Energielandschaft an strategischer Bedeutung
  • Es investieren mehr Unternehmen in digitale Techniken, um das Energie- und Ressourcen-Management zu vereinfachen

Der Grund: Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und der globalen Erwärmung, die rasche Dekarbonisierung und andere klimabezogene Initiativen stellen einen größeren Schwerpunkt in den Geschäftstätigkeiten dar als je zuvor. Aus der Untersuchung geht hervor, dass Energie- und Nachhaltigkeitsinitiativen maßgeblich durch Umweltaspekte vorangetrieben werden (51,5 Prozent) und der Klimawandel als das größte Risiko für die Energie- und Ressourcenversorgung angesehen wird (58 Prozent).

Greenbiz hat im Auftrag von Schneider Electric die Teinehmer an der Studie nach den Hautgründen für ein (nachhaltiges) Energie-Management gefragt.
Greenbiz hat im Auftrag von Schneider Electric die Teinehmer an der Studie nach den Hautgründen für ein (nachhaltiges) Energie-Management gefragt.
(Bild: Schneider Electric)

Investitionen in eine nachhaltige Energiepolitik werden maßgeblich von der öffentlichen Wahrnehmung vorangetrieben, wobei die Marke/Reputation (50 Prozent) und der Wettbewerbsvorteil (47 Prozent) im Vordergrund stehen.

70 Prozent der Befragten geben an, dass Energie- oder Nachhaltigkeitsziele gesetzt und öffentlich bekannt gegeben wurden. 2019 waren es lediglich 57 Prozent.

Die Relevanz von Fachkräften nimmt zu

Führungskräfte aus der Wirtschaft verstehen Energie-Management als integralen Bestandteil des operativen Geschäfts. Zugleich stimmen 87 Prozent der Befragten zu, dass der Aufwand für die Energiebeschaffung in Umfang und Komplexität zunimmt.

Die Befragten stufen zu 51,5 Prozent Umweltbelange als die wichtigste Triebkraft für Energie- und Nachhaltigkeitsinitiativen und zu 58 Prozent den Klimawandel als das größte Risiko für die Energie- und Ressourcenversorgung ein. Im jüngsten Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) über langfristige Risiken, der zum ersten Mal in seiner 14-jährigen Geschichte vorgelegt wurde, sind die fünf größten Risiken alle mit dem Klimawandel verbunden.
Die Befragten stufen zu 51,5 Prozent Umweltbelange als die wichtigste Triebkraft für Energie- und Nachhaltigkeitsinitiativen und zu 58 Prozent den Klimawandel als das größte Risiko für die Energie- und Ressourcenversorgung ein. Im jüngsten Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) über langfristige Risiken, der zum ersten Mal in seiner 14-jährigen Geschichte vorgelegt wurde, sind die fünf größten Risiken alle mit dem Klimawandel verbunden.
(Bild: Schneider Eletric)

Dadurch verändert sich auch die Art und Weise, wie Organisationen das Thema Energie-Management behandeln. Angesichts der wachsenden Zahl unterschiedlicher Energiequellen, Finanzmechanismen und technischer Entwicklungen, benötigen Organisationen dediziertes Fachwissen, um über Best-Practice-Strategien zusätzliche Kosteneinsparungen zu realisieren. 56 Prozent der Befragten beschäftigen daher entsprechendes Fachpersonal im Bereich des Energie-Managements.

Im Jahr 2019 haben lediglich 29 Prozent der befragten Unternehmen die strategische Energiebeschaffung als einen wichtigen Ansatz zur Kosteneinsparung genannt. In diesem Jahr haben bereits 46,5 Prozent der Befragten angegeben, dass Zeitplanung und Preisvolatilität die größte Einzelherausforderung darstellen.

Rund 60 Prozent der Befragten erwägen, in den kommenden drei Jahren erneuerbare Energien einzusetzen. 30 Prozent der Befragten nutzen bereits erneuerbare Energien.

Mehr als 46 Prozent der Befragten sehen sich in der Lage, auf zukünftige Innovationen im Energie-Management reagieren zu können.

Umdenken im Management

Nach Ansicht von 84 Prozent der Befragten ist das Engagement der Führungskräfte die wichtigste Triebkraft für die Genehmigung und Finanzierung neuer Energie- und Nachhaltigkeitsprogramme.

Und hier findet offenbar ein Umdenken statt. Laut Studie wächst auf der Führungsebene das Verständnis für die Vorteile, die mit dem Kampf gegen den Klimawandel einhergehen, darunter Reputationsgewinne bei den Stakeholdern sowie neue Produkt- und Dienstleistungsangebote. So stimmen 30 Prozent der teilnehmenden CEOs mit Nachdruck zu, dass Klimaschutzmaßnahmen den Unternehmen Vorteile einbringen werden.

Wie werden Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte typischerweise finanziert? Insbesondere Befragte, die mehr Vertrauen in die Erreichung ihrer Ziele haben, sind eher bereit, innovative Mechanismen wie Energy-as-a-Service und Energie/Grüne Anleihen zur Finanzierung von Energie- und Nachhaltigkeitsprojekten einzusetzen. Befragte, die in die Nutzung von Energie/Grüne Anleihen investieren, erhöhen ihre Ziele ebenfalls mehr als alle anderen Teilnehmer. - In der Studie heißt es: „Wir haben den Verdacht, dass bewährte traditionelle Finanzierungsmodelle den Fortschritt im Bereich Energie und Nachhaltigkeit wahrscheinlich behindern, weil sie die Fähigkeit oder den Wunsch hemmen, neue finanzielle Mittel freizusetzen. Innovative Ansätze haben das Potenzial, Finanzierungsquellen außerhalb der traditionellen CapEx/OpEx zu erschließen, die per definitionem begrenzt sind.“
Wie werden Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte typischerweise finanziert? Insbesondere Befragte, die mehr Vertrauen in die Erreichung ihrer Ziele haben, sind eher bereit, innovative Mechanismen wie Energy-as-a-Service und Energie/Grüne Anleihen zur Finanzierung von Energie- und Nachhaltigkeitsprojekten einzusetzen. Befragte, die in die Nutzung von Energie/Grüne Anleihen investieren, erhöhen ihre Ziele ebenfalls mehr als alle anderen Teilnehmer. - In der Studie heißt es: „Wir haben den Verdacht, dass bewährte traditionelle Finanzierungsmodelle den Fortschritt im Bereich Energie und Nachhaltigkeit wahrscheinlich behindern, weil sie die Fähigkeit oder den Wunsch hemmen, neue finanzielle Mittel freizusetzen. Innovative Ansätze haben das Potenzial, Finanzierungsquellen außerhalb der traditionellen CapEx/OpEx zu erschließen, die per definitionem begrenzt sind.“
(Bild: Schneider Electric)

Bill Brewer, VP von Global Energy & Sustainability Services bei Schneider Electric, erläutert: „Energie- und Ressourcen-Management beschränkt sich nicht mehr auf das Bezahlen von Rechnungen, sondern hat sich zu einem strategischen Unternehmensansatz weiterentwickelt, um Finanz- und Reputationsrisiken zu minimieren.“ Er folgert: Wollten Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, müssten sie Strategien implementieren, die deutlich machten, in welche Richtung sich das Energie-Management entwickeln wird.

Ein anonymer Teilnehmer der Umfrage gibt Folgendes an: „Der Klimawandel steht im Mittelpunkt jedes globalen Unternehmens. Stakeholder – von den Investoren bis hin zu den Verbrauchern – beobachten sehr genau, welchen Beitrag Unternehmen zur Reduktion der CO₂-Emissionen leisten und inwiefern sie sich einer nachhaltigen Energiepolitik verpflichten. Unternehmen müssen dringend anfangen, sich Gedanken über ihren Beitrag und ihre Aktionspläne zu machen, sofern sie dies noch nicht getan haben.“

Die IoT-Welt hält Einzug

Die überwältigende Menge an verfügbaren Energie- und Nachhaltigkeitsdaten zu steuern und zu verwalten, stellt jedoch durchaus eine große Herausforderung dar. Immer mehr Unternehmen investieren daher in Digitaltechnik. So berichten 37 Prozent der Befragten – und damit doppelt so viele wie im vergangenen Jahr – intelligente IoT-Geräte wie Zähler oder Sensoren zu verwenden.

Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass sich die entsprechenden Investitionen positiv auf die Unternehmen auswirken. 63 Prozent der befragten Unternehmen, die bereits auf digitale Lösungen zurückgreifen, berichten beispielsweise von einer höheren Bereitschaft zur Innovation im Ressourcen-Management.

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass sich Strategien des Energie- und Ressourcen-Managements auf der Grundlage neuer Datentechnik stetig weiterentwickeln. 48 Prozent der Befragten geben an, ihr Energie- beziehungsweise Nachhaltigkeits-Management entsprechend der wachsenden Anzahl vernetzter Geräte weiterzuentwickeln; 24 Prozent sagen dasselbe in Bezug auf Künstliche Intelligenz.

Doch auch das gibt es nach wie vor: 54 Prozent der Befragten bestätigen, ihre Daten nach wie vor mithilfe von Tabellenblättern zu verwalten.

Die international tätige Organisation für Datacenter und digitale Infrastruktur

iMasons setzt sich aus Entscheidern, Fachkräften und Influencern im Bereich digitale Infrastruktur zusammen. Der Verband widmet sich dem Aufbau und Betrieb der grundlegenden technischen Bausteine des digitalen Zeitalters und der Imageförderung von Rechenzentren. Darüber hinaus unterstützt er die stetige Weiterentwicklung seiner Mitglieder durch exklusive Veranstaltungen und eine intensive Beteiligung von Unternehmen aus der Infrastruktur- und Rechenzentrumsbranche.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat sich iMasons nachhaltig dem Fortschritt der Datacenter-Branche verschrieben und den Einsatz von digitaler Infrastruktur zugunsten der Wirtschaft, der Umwelt und der Gesellschaft forciert. Zurzeit zeigen sich seine Mitglieder für Infrastrukturprojekte in einer Gesamthöhe von rund 150 Milliarden Dollar in mehr als 130 Ländern verantwortlich. Als Sponsor stellt Schneider Electric künftig Ressourcen bereit, um die Kernprinzipien zu fördern.

Die Mitgliedschaft von Schneider Electric baut auf der Mitarbeit mehrerer Führungskräfte auf, die sich derzeit aktiv in verschiedenen iMasons-Programmen beteiligen. Diese orientieren sich sehr stark an den eigenen Unternehmenskernwerten und umfassen unter anderem Initiativen für Vielfalt und Integration sowie spezielle Bildungs- und Mentorenprogramme. Ziel der gemeinsamen Zusammenarbeit ist auch die Unterstützung der nächsten Generation von Spitzenkräften im Datacenter-Umfeld durch Karriereworkshops, Praktika und Stipendien.

Ivonne Valdes, Vice President of Global Sales für das Cloud- und Service Provider-Segment bei Schneider Electric, ist derzeit Vorsitzende der LatinX-Mitgliedergruppe von iMasons. Er berichtet von seinen Beweggründen: „Ich bin vor drei Jahren zu iMasons gekommen, weil sie meine Vision, Karrieren in den Fachbereichen Rechenzentren und Technologie zu fördern, teilen, aber auch, um Studenten aus Minderheiten zu unterstützen, die eine Karriere im STEM-Bereich anstreben", so Valdes. “Ich freue mich, mit einem breiteren Kreis meiner Kollegen bei Schneider Electric zusammenzuarbeiten und so zur Schaffung einer vielfältigen Gemeinschaft von IT- und Rechenzentrumsexperten, Bildungseinrichtungen und potenziellen zukünftigen Arbeitgebern beizutragen.“

Um eine größere Gruppe von Interessenten für die Branche zu begeistern und um unterrepräsentierte Gruppen zu ermutigen, eine Karriere im Bereich digitaler Infrastruktur in Betracht zu ziehen, hat iMasons den Diversity & Inclusion Champion Award ins Leben gerufen. Im Jahr 2019 wurde Valdes als Preisträgerin ausgewählt, um ihre Führungsqualitäten und Leistungen zu würdigen, die eine größere Vielfalt in der Branche fördern.

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