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Das Server-Tauchbad für jedes Rechenzentrum Schneider Electric, Avnet und Iceotope stellen Rack-System mit Immersionskühlung vor

| Autor: Ulrike Ostler

Im Oktober hatten Schneider Electric, Avnet und Iceotope ihre Kooperation im Bereich immersiver Flüssigkeitskühlung für Rechenzentren angekündigt. Nun liefern die Partner. Dazu gehören GPU-Server auf einer Höheneinheit, der in der Icetope-Tauchkühlung, im „Netshelter“-Gehäuse von Schneider Electric untergebracht wird. Avnet wiederum bietet global ein Ökosystem für das Design-, Produkt-, Marketing- und Lieferkettenexpertise in jeder Phase des Produktlebenszyklus.

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Der Plattenwärmetauscher ist im flüssiggekühlten System von Schneider Electric, Iceotope und Avnet integriert.
Der Plattenwärmetauscher ist im flüssiggekühlten System von Schneider Electric, Iceotope und Avnet integriert.
(Bild: Schneider Electric)

Vor einiger Zeit hatte Fujitsu eine Kombination im Programm, die in einem 19-Zoll-Rack eine Tauchkühlung untergebracht hatte. Schneider Electric allerdings behautet nun, das jetzt vorgestellte System sei das erste kommerziell erhältliche integrierte Rack mit Chassis-basierter, immersiver Flüssigkeitskühlung.

Analysen zeigen, dass die immersive Flüssigkeitskühlung zu Einsparungen bei Investitionen und Betriebskosten führt. Eine vorläufige Analyse von Schneider Electric der Chassis-basierten tauchgekühlten Kühlung weist im Vergleich zu einer herkömmlichen luftgekühlten Variante CapEx-Einsparungen von 15 Prozent auf und reduziert den Energieverbrauch um mindestens 10 Prozent. Insgesamt ergeben sich so TCO-Einsparungen von rund 11 Prozent innerhalb einer 20-jährigen Nutzungszeit.

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Den Grund für erhöhte Kühlleitungen im Rechenzentrum liefern die üblichen Verdächtigen: rechenintensive Anwendungen wie Künstliche Intelligenz, insbesondere im Training, und IoT; denn die brauchen eine höhere Chip-Leistung. Scott MacDonald, Global President bei Avnet Integrated, erläutert: „Größtenteils durch die jüngste Explosion an IoT-Anwendungen getrieben, macht auch der Einsatz von KI-Workloads in Rechenzentren fortschrittliche Lösungen erforderlich, um die angeschlossenen IT- Systeme effizient betreiben zu können. Die Entwicklung einer Flüssigkeitskühlung bietet Kunden exakt die Leistung, die sie benötigen, um den wachsenden Bedarf nach Rechenleistung zu erfüllen.“

Die Vorteile von Server-Tauchbädern

Die parallele Verarbeitungsleistung von Grafikprozessoren macht sie zu einer der derzeit effizientesten Prozessorbasis für eine wachsende Anzahl von Anwendungen wie KI, Big Data Analytics, Data Mining und mehr. Zugleich weisen Chips eine immer höhere Leistungsdichte mit thermischen Designleistungen von 400 Watt oder mehr auf. Dies macht herkömmliche luftgekühlte Architekturen in High-Performance-Rechenzentren unpraktisch, kostspielig und weniger effizient als flüssigkeitsgekühlte Ansätze, bei denen der Server teilweise in ein Dielektrikum getaucht ist.

Die Flüssigkeitskühlung bietet somit folgende Vorteile:

  • Es ist keine Klimaanlage erforderlich, und bei gleicher Rechenleistung muss weniger Energie aufgewendet werden.
  • Für die Arbeit im Rechenzentrum ist durchaus erwähnenswert, dass kein Summen von Ventilatoren und Pumpen zu vernehmen ist.
  • Die Komponenten befinden sich in einem geschlossenen Modul, das Staub und Rauch widersteht.
  • Das System ist kompakt, so dass weniger Standfläche beansprucht wird.

Das Produkt ist auf der Gartner-Konferenz „T Infrastructure, Operations and Cloud Strategies“ vorgestellt worden. die derzeit in Las Vegas stattfindet. Zuvor hatte das Analystenhaus die Flüssigkeitskühlung als eine zu beobachtende Technologie identifiziert und wie viele andere früher festgestellt, dass sie eine höhere Effizienz, niedrigere Betriebskosten, einen kleineren Platzbedarf, mehr Zuverlässigkeit und einen nahezu geräuschlosen Betrieb bieten kann.

Die Zusammenarbeit von Schneider Electric um Iceotope ist nicht neu. So investiert Schneider Electric investiert über SE Ventures, den Investitionsarm des Programms „Innovation at the Edge“, in Iceotope. Das Programm umfasst Investitionen, Inkubation, Partnerschaften und Joint Ventures mit externen Partnern, und widmet sich durchaus kühnen Ideen, die den Übergang zu dezentraler, digitaler und dekarbonisierter Energie unterstützen.

Nun sagt Iceotope-CEO David Craig: „Wir sind begeistert, unsere innovative immersive Flüssigkeitskühltechnologie dem gesamten Markt zur Verfügung zu stellen. Wir bieten die einzige Flüssigkeitskühlungstechnologie, die problemlos von Edge-Computern bis hin zu großen Server-Farmen in der Cloud skalierbar ist.“

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider