Release-Wechsel

Pivotal stellt die jüngsten Updates und einen Software-Entwicklungs-Benchmark vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

PCF, PKS und PAS sind Komponenten der „Cloud Foundry Platform“ von Pivotal Software. Diese gibt es bald in neuen Releases.
PCF, PKS und PAS sind Komponenten der „Cloud Foundry Platform“ von Pivotal Software. Diese gibt es bald in neuen Releases. (Bild: gemeinfrei - geralt/Pxixabay / CC0)

Die Pivotal Software, Inc. tauscht Bestandteile der Pivotal Cloud Foundry Plattform (PCF) gegen jüngere aus. Diese sollen die Bedienerfreundlichkeit vereinfachen, die Multi-Cloud-Unterstützung um AWS erweitern und mehr Unterstützung für das .NET Framework bieten. Wie wichtig eine funktionierende Plattform ist, unterstreicht der „Built to Adapt Benchmark“.

Onsi Fakhouri, Senior Vice President, Cloud R&D von Pivotal, erläutert den Hintergrund: „Unternehmen müssen schnell sein, um im Wettbewerb bestehen zu können. Aber schnell zu sein ist schwierig und beinhaltet sowohl die kulturelle Denkweise des modernen Software-Unternehmens als auch die notwendigen technischen Fähigkeiten, damit diese Innovationskultur gedeihen kann.“ Pivotal Cloud Foundry wolle das nun ermöglichen.

Tatsächlich verändern Unternehmen aller Branchen und Märkte in der ganzen Welt verändern ihre Geschäftsmodelle durch Software-Innovationen – von Automobilherstellern in Deutschland über den US-Einzelhandel bis hin zu japanischen Telekommunikationsfirmen. Viele machen die Software-Entwicklung zu einer Kernkompetenz. Dabei steigern sie beispielsweise die Entwickler-Produktivität, beschleunigen das Migrieren von Anwendungen in die Cloud, automatisieren die Infrastruktur und entwickeln anhand von neuer Software Ansätze für Innovation.

Überblick über die Kernelemente und Indikatoren des „Built to Adapt Benchmark“.
Überblick über die Kernelemente und Indikatoren des „Built to Adapt Benchmark“. (Bild: Pivotal Software)

Pivotal bewertet mit seiner internationalen Studie zur Software-Entwicklung „Built to Adapt Benchmark“ erstmals Unternehmen aus fünf Branchen und sechs Ländern in ihrer Fähigkeit, Software zu entwickeln, die ihre Innovationsfähigkeit sowie ihren Unternehmenswert steigert. Gemeinsam mit Longitude und Ovum hatte Pivotal 2017 damit begonnen, Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, Australien, Japan und Singapur sowie in den Branchen Banken, Versicherung, Automotive, Einzelhandel und Telekommunikation unter die Lupe zu nehmen. Insgesamt wurden 1.659 IT-Experten befragt, darunter Chief Information Officer (CIO), Chief Security Officer (CSO), Chief Technology Officer (CTO) und IT-Manager.

Die gute Nachricht vorab: Deutschland belegt dabei in nahezu allen Kategorien die Spitzenposition.

Nach Angaben der Initiatoren zeige die Studie, dass die Leistungsfähigkeit der Software-Entwicklung konkret messbar sei und zwar mithilfe von fünf Kernelementen: Geschwindigkeit, Stabilität, Skalierbarkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz. In Anwendung der Indikatoren könne der Benchmark die Haupttreiber für digitale Transformation identifizieren und Spitzenunternehmen von Nachzüglern unterscheiden.

Verglichen wurden unter anderem Unternehmen aus Deutschland, den USA und Großbritannien in den Branchen Einzelhandel, Telekommunikation, Banken und Versicherungen sowie Automotive. Und wie schneiden die Unternehmen dieser Branchen im internationalen Vergleich ab?

Geschwindigkeit:

Deutsche Unternehmen liegen auf dem zweiten Platz beim Einholen von Kunden-Feedback. 43 Prozent der Unternehmen erhalten täglich Feedback von ihren Kunden (verglichen mit 52 Prozent in den USA). Demnach sind

deutsche Unternehmen sind in der Lage, geschäftskritische Anwendungen in etwas weniger als einem Tag (0,9 Tage) nach der Bereitstellung in den produktiven Betrieb zu überführen. Dabei sind sie erheblich schneller als der globale Durchschnitt, der bei 7,3 Tagen liegt.

deutsche Unternehmen benötigen 4,8 Tage, um ein neues Feature in eine kundenorientierte Anwendung zu integrieren, beispielsweise Kreditkartenzahlungen mit biometrischer Authentifizierung. Dies entspricht etwa der Hälfte des weltweiten Durchschnitts von 9 Tagen.

deutsche Unternehmen stellen am häufigsten neu entwickelten Code bereit. Drei von vier Unternehmen (72 Prozent) machen dies mindestens einmal täglich.

die deutschen Telekommunikationsunternehmen sind besonders agil: 82 Prozent stellen mindestens einmal täglich neue Software bereit.

Stabilität:

Führende deutsche Unternehmen haben technische Verzögerungen nur bei 19 Prozent der Releases oder Updates (globaler Durchschnitt: 20 Prozent).

Telekommunikationsunternehmen (17 Prozent) und der Handel (15 Prozent) haben besonders wenige Verzögerungen.

Skalierbarkeit:

Deutsche Unternehmen haben die geringste Verbreitung von Cloud-Infrastrukturen in allen untersuchten Ländern: Weniger als ein Drittel der Anwendungen befinden sich in der Cloud (31 Prozent), verglichen mit 45 Prozent in den USA.

Der deutsche Einzelhandel betreibt gar weniger als ein Viertel der Anwendungen in der Cloud (24 Prozent). Zum Vergleich: In den USA sind 54 Prozent der Anwendungen in der Cloud.

Sicherheit:

Deutschland führt den Benchmark bei Softwaresicherheit an. Unternehmen meldeten die wenigsten sicherheitsbedingten Unterbrechungen. Nur 12 Prozent der deutschen Unternehmen meldeten im vergangenen Jahr mehr als elf Verzögerungen in der Entwicklung aufgrund von Sicherheitsbedenken – verglichen mit 33 Prozent der US-Unternehmen.

Kosteneffizienz:

Deutsche Unternehmen besitzen die größte Budget-Flexibilität: 23 Prozent der Unternehmen besitzen nach eigener Auskunft hochflexible IT-Budgets. Sie können sich das ganze Jahr über an die aktuelle Situation anpassen und neue Projekte sehr einfach starten. Zum Vergleich: Diese Aussage traf auf nur 16 Prozent der US-Unternehmen zu. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 19 Prozent.

In Deutschland arbeiten durchschnittlich 3,1 Entwickler pro Anwendung, verglichen mit 0,7 in den USA und 1,5 in Großbritannien. Dies unterstreicht die hohe Produktivität der Entwickler in Deutschland.

Deutsche Entwickler verbringen 38 Prozent ihrer Zeit mit dem Entwickeln von Anwendungen, anstatt mit interner Infrastruktur; aber nur 37 Prozent ihrer Zeit sind sie mit dem Schreiben von neuem Code beschäftigt, der Rest ist der Wartung und Überarbeitung von altem Code gewidmet. Im Gegensatz dazu verbringen US-Entwickler 42 Prozent ihrer Zeit damit, neuen Code zu schreiben.

T-Mobile gehört zu den Teilnehmern des Beta-Programms für Pivotal Container Service. Chuck Knostman, VP of Strategy and Technology bei T-Mobile, äußert sich angetan: „Die Entwickler von T-Mobile produzieren ständig neue Idden und treiben somit eine Revolution oran, die uns weg bringt vom reinen Carrier-Dasein, indem sie dazu beitragen, die Größe, Leistung und Verfügbarkeit der Apps zu verbessern, die unsere Retail- und Customer Care-Teams täglich nutzen. Pivotal spielt dabei eine Schlüsselrolle.“ Denn der Software-Anbieter habe T-Mobile geholfen, ein führendes Unternehmen in der Open-Source-Software-Community zu werden, agile Arbeitsteams zu rekrutieren und zu stärken, die betriebliche Effizienz zu verbessern und die Bereitstellungsgeschwindigkeit zu beschleunigen.

Die PCF-Highlights im Release 2.3

  • PCF Healthwatch 1.4“: Pivotal fügt dem Tool eine erweiterbarere Benutzeroberfläche hinzu, die den Betreibern helfen soll, den Betriebszustand ihrer Plattform über eine Vielzahl von Quellen hinweg zu verstehen
  • Kapazitätserweiterung in Rechenzentren: Betreiber können nun eine PCF-Bereitstellung auf mehrere Rechenzentrumsstandorte ausdehnen. Auf diese Weise lässt sich in den Unternehmen die Redundanz auf der Ebene von Verfügbarkeitszonen für On-Prem-Bereitstellungen mit „VMware vSphere“ und OpenStack erhöhen.
  • Embedded Betriebssystem-Updates: Pivotal hat die Betriebssysteme aktualisiert, die den Implementierungen von PAS (Ubuntu 16.04) und PAS für Windows (Windows Server v1803) zugrunde liegen. Dies trage viel dazu bei, so das Unternehmen, dass die Systeme reibungslos funktionieren und das Betriebssystem-Management entlastet werden könne.

Mehr Informationen über das PCF-Release 2.3

Die Release-Highlights PKS 1.2

  • Unterstützung für AWS: PKS 1.2 wird „AWS EC2“unterstützen. Das gibt den Kunden mehr Möglichkeiten für den PKS-Einsatz, erlaubt die Übertragung von Kubernetes in Enterprise-Qualität und bietet eine konsistente Betriebserfahrung.
  • Kubernetes 1.11: PKS 1.2 enthält Kubernetes 1.11, die neueste GKE-kompatible, stabile Version von Kubernetes. PKS 1.2 ist auch von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) für die Konformität mit Kubernetes zertifiziert, wodurch Workload und Anwendungsportabilität in anderen zertifizierten Kubernetes-Distributionen gewährleistet werden.
  • Benutzerdefinierbare Protokollierungsoptionen: PKS 1.2 ermöglicht es Entwicklern, Namespaces und Cluster so zu konfigurieren, dass Protokolle an ein dedizierte Ziele, wie „VMware vRealize Log Insight“, ohne zusätzlichen Eingriff von Operatoren gesendet werden.

Mehr über das kommende PKS 1.2 Release

T-Mobile gehört zu den Teilnehmern des Beta-Programms für Pivotal Container Service. Chuck Knostman, VP of Strategy and Technology bei T-Mobile, äußert sich angetan: „Die Entwickler von T-Mobile produzieren ständig neue Idden und treiben somit eine Revolution voran, die uns weg bringt vom reinen Carrier-Dasein, indem sie dazu beitragen, die Größe, Leistung und Verfügbarkeit der Apps zu verbessern, die unsere Retail- und Customer Care-Teams täglich nutzen. Pivotal spielt dabei eine Schlüsselrolle.“ Denn der Software-Anbieter habe T-Mobile geholfen, ein führendes Unternehmen in der Open-Source-Software-Community zu werden, agile Arbeitsteams zu rekrutieren und zu stärken, die betriebliche Effizienz zu verbessern und die Bereitstellungsgeschwindigkeit zu beschleunigen.

Die Release Highlights PAS 2.3

  • PAS für Windows: Unterstützt jetzt Multi-Buildpacks für .NET Framework-Anwendungen. Diese Funktion bietet .NET-Entwicklern die Möglichkeit, App-Abhängigkeiten wie Datenbanktreiber, von Microsoft bereitgestellte Frameworks und Partnerintegrationen einfacher zu nutzen.
  • Teilen von Service-Instanzen: Die gemeinsame Nutzung von Service-Instanzen hilft Entwicklungsteams, produktiver zu arbeiten. Mit dieser neuen Funktion können Teams einfacher als bisher und sicherer Daten über Microservices hinweg austauschen.
  • Verschlüsselung der Daten während der Übertragung: „Standardmäßig sicher“ ist das Ziel und nun einfacher zu erreichen, da mehr Plattformkomponenten mit direkter Netzwerkverschlüsselung über Transport Layer Security (TLS) verwendet werden.

Hinweis: Am 10. und 11. Oktober 2018 findet in Basel der europäische Cloud Foundry Summit statt. Pivotal Software ist dort vertreten.

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