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Konsolenserver mit Container-Unterstützung Opengear vereint Out-of-Band-Management und NetOps-Automatisierung

| Autor: Ulrike Ostler

Opengear führt mit „OM1200“ und „OM2200“ zwei Konsolenserver für NetOps-Umgebungen ein. Diese Appliances sind die ersten ihrer Art, die Standard-Docker-Container nutzen sowie Out-of-Band-Management (OOB). Zusammen mit einer NetOps-Automatisierung steckt das Management in einer Hardware.

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Opengear stellt mit dem „OM1200“ und „OM2200“ Netzwerkingenieuren NetOps-Automatisierungs-Tools für das tägliche Management der Infrastruktur zur Verfügung.
Opengear stellt mit dem „OM1200“ und „OM2200“ Netzwerkingenieuren NetOps-Automatisierungs-Tools für das tägliche Management der Infrastruktur zur Verfügung.
(Bild: Opengear)

Einfach ´mal schnell nachschauen, was NetOps eigentlich ist, geht nicht. Zum Beispiel gibt es eine US-zentrierte „Definition“: So heißt es in Wikipedia: „NetOps wird als operativer Rahmen definiert, der aus drei wesentlichen Aufgaben besteht, nämlich Situational Awareness (SA) und Command & Control (C2), die der Commander (CDR) des US Strategic Command (USSTRATCOM) in Koordination mit dem DoD und der Global NetOps Community einsetzt, um das Global Information Grid (GIG) zu betreiben, zu verwalten und zu verteidigen und so die Informationsüberlegenheit der Vereinigten Staaten sicherzustellen.“

Auch Gartner hat sich damit beschäftigt. Für Analyst Andrew Lerner steht NetOps für die Netzwerkinfrastruktur als Code oder auch als Produkt. Wie bei DevOps besteht zumindest theoretisch keine Grenze zwischen Entwicklung und Betrieb mehr. Entwickler greifen durch Automatisierung und Self-Service auf die Betriebs-Pipeline zu.

Die Opengear-Produkte

Die Konsolenserver von Opengear, im Dezember 2019 von Digi International übernommen, OM1200 und OM2200, sollen über eine „Network-Resilience-Plattform“ einen sicheren Remote-Zugriff auf kritische Netzwerkgeräte über eine separate Management-Ebene erlauben. Laut Hersteller sind sie „Kernelemente“ der Plattform. Sie werden wie die „Smart OOB Console Server“ über die Management-Software „Lighthouse“ verwaltet.

Die Konsolen sind mit x86-Prozessoren ausgestattet und besitzen, so Opengear, „einen sicheren Boot-Prozess“, um Konfigurations- und Firmware-Manipulationen zu verhindern. Sie besitzen ienen integrierte TPM-2.0-Chip, der die physische Sicherheit unterstützt.

Wie alle Appliances von Opengear sind sie für das Out-of-Band-Management konzipiert und werden im US-Werk von Opengear hergestellt. Das Unternehmen verfolge damit einen konsistenten Design-Ansatz und behält die volle Kontrolle über das Qualitäts- und Bestands-Management, so der Hersteller.

Docker erlaubt

Die OM1200- und OM2200-Appliances ermöglichen Standard-Docker-Anwendungen, so dass Unternehmen ihre eigenen Automatisierungsmodule wie auch NetOps-Module von Opengear oder Drittanbietern direkt auf dem Konsolenserver nutzen können. Um Konfigurations- und Softwaredateien direkt vor Ort im Gerät bereitzuhalten, verfügen die Konsolenserver über interne Flash-Speicher, 16 Gigabyte bei OM1200 und 64 Gigabyte bei OM2200.

Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear, sagt: „Netzwerkingenieure können nun an jedem Standort eine einzige Appliance nutzen, die ihnen nicht nur einen sicheren Remote-Zugriff ermöglicht, sondern auch den notwendigen Presence- und Proximity-Layer für die Programmierung und Automatisierung des Netzwerk-Managements bereitstellt.“ Und weiter: „Wir ermöglichen es Ingenieuren, ihre kritischen Netzwerkgeräte zu verwalten, zu überwachen, zu reparieren und gleichzeitig viele Funktionen im Netzwerk zu sperren, um so die Sicherheit zu erhöhen.“

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider