Erstes Release für CentOS-Ersatz Open-Source-Stiftung für Alma Linux, ein RHEL-Fork

Redakteur: Ulrike Ostler

Ursprünglich wurde Cloud Linux im Jahr 2009 gegründet, um an der Stabilität und Sicherheit von Linux zu arbeiten. Heute gibt das Unternehmen die allgemeine Verfügbarkeit von „Alma Linux OS“ bekannt, einer Open-Source-Linux-Distribution für Unternehmen, die als Ersatz für CentOS entwickelt wurde. Das neue Betriebssystem liege in einer stabilen Version vor und sei für den Produktionseinsatz bereit.

Das Logo von „Alma Linux“, dem Fork von „Red Hat Linux Enterprise“ (RHEL) ist bunt.
Das Logo von „Alma Linux“, dem Fork von „Red Hat Linux Enterprise“ (RHEL) ist bunt.
(Bild: Alma Linux)

Das Unternehmen Cloud Linux hat außerdem die Gründung einer Non-Profit-Organisation bekannt gegeben, die in Zukunft die Verantwortung für das Management des Alma-Linux-Projekts übernehmen wird. Cloud Linux hat eine jährliche Spende von 1 Million Dollar zugesagt, um das Projekt zu unterstützen.

Jack Aboutboul ist zum Community-Manager von Alma Linux ernannt worden. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in Open-Source-Communities als Teilnehmer, Manager und Evangelist mit, darunter fast zehn Jahre als Community Engineer beim „Fedora“-Projekt, während er bei Red Hat als Community Architect arbeitete.

Er erläutert: „In dem Bemühen, die Lücke zu füllen, die das Ende von CentOS als stabile Version hinterlassen wird, wurde Alma Linux in enger Zusammenarbeit mit der Linux-Gemeinschaft entwickelt. Das Ergebnis ist eine produktionsreife Alternative zu CentOS, die von den Mitgliedern der Community unterstützt wird.“

Alma Linux OS ist ein 1:1 binärkompatibler Fork von „RHEL 8“ mit Plänen, zukünftige RHEL-Versionen durch Updates von Alma Linux OS zu unterstützen. Nach der Beta-Veröffentlichung des Codes wurde Alma Linux OS ausgiebig getestet, um die Erwartungen der Anwender an Zuverlässigkeit und Leistung zu erfüllen.

Der Großteil der Arbeit bezog sich auf die Fehlersuche, das Hinzufügen von Paketen und die Vorbereitung der Software für den Produktionsbetrieb. Neben bekannten Fehlerkorrekturen enthält die stabile Version „Errata“, „Secureboot“-, AWS- und VMware-Unterstützung sowie ein Skript zur schnellen Migration von CentOS auf Alma Linux.

Das Server-Betriebssystem der Enterprise-Klasse Alma Linux wurde nach dem lateinischen Wort für `Seele‘ benannt, um die wichtige Rolle der Beiträge der Community bei seiner Entstehung zu würdigen. Zur Begründung sagt Aboutboul: „Es gab dieses allgegenwärtige Gefühl in der Community, dass sich die Dinge verändert haben, dass die Seele verloren gegangen ist. Aber: Seelen reinkarnieren. Wir haben immer noch eine wichtige Rolle zu spielen.“

Die Ressourcen

Die Github-Seite für Alma Linux ist bereits veröffentlicht worden und der fertiggestellte Quellcode im Haupt-Download-Repository veröffentlicht. Um den Community-Mitgliedern Ressourcen für zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen, hat das Cloud-Linux-Engineering-Team häufig gestellte Fragen gesammelt und die Antworten im Alma Linux-Wiki zur Verfügung gestellt.

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