Einschätzung von Vertiv Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Top-Trends für Rechenzentren

Von Martin Hensel

Laut dem Infrastruktur- und Kontinuitätsspezialisten Vertiv sind insbesondere Nachhaltigkeit und Klimaschutz Top-Trends für Rechenzentrumsbetreiber. Zudem stehen Künstliche Intelligenz und stärkere Geräteintegration zunehmend im Fokus.

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Vertiv hat einen Ausblick auf die Rechenzentrumstrends für das kommende Jahr gewagt.
Vertiv hat einen Ausblick auf die Rechenzentrumstrends für das kommende Jahr gewagt.
(Bild: kewl / Pixabay )

Vertiv hat seine Trendprognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Demnach stehen vor allem die beschleunigte Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und die Bewältigung der Klimakrise im Vordergrund. Die Vertiv-Experten gehen davon aus, dass die bisherige Diskussion über Effizienz und Rechenzentrumsnutzung in einem umfassenden und starken Fokus auf Nachhaltigkeit münden wird. Zudem sei die Dringlichkeit der Klimakrise erkannt worden, wie auch der Zusammenhang zwischen verfügbaren Ressourcen und steigenden Kosten sowie sich ändernde weltweite politische Rahmenbedingungen.

„Mit Blick auf das Jahr 2022 werden Betreiber und Anbieter von Rechenzentren aktiv Strategien verfolgen, die einen echten Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten“, meint Vertiv-CEO Rob Johnson. Vertiv konzentriere sich weiterhin auf die Energieeffizienz im gesamten Portfolio, einschließlich alternativer und erneuerbarer Energietechnologien, kohlenstofffreier Energiequellen und wasserfreie Kühltechnik. „Außerdem bauen wir weiterhin auf Partnerschaften mit führenden Forschungsinstituten und unseren Kunden, die auf wirkungsvolle Nachhaltigkeitsmaßnahmen setzen“, so Johnson.

Weitere Trends

Neben dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit kommt auch Künstliche Intelligenz (KI) verstärkt zum Einsatz. Sie erleichtert unter anderem Verwaltung und Netzwerkoptimierung für immer häufiger anzutreffende hybride Modelle in den Bereichen Enterprise, Public und Private Cloud, Colocation und Edge. Obwohl der Einsatz von KI Zeit und Aufwand erfordert, sind die nötigen Tools mittlerweile soweit fortgeschritten, dass sie kein ausgesprochenes Expertenwissen mehr erfordern. Entsprechende Hardware etablierter Anbieter, Cloud-Optionen, eine vereinfachte Toolchain und ein Bildungsschwerpunkt auf Data Science machen KI deshalb auch für kleinere Unternehmen interessant. Dies soll letztlich zu einer beschleunigten Einführung 2022 beitragen.

Vertiv erwartet zudem eine Konzentration auf das Edge. Verfügbarkeit und niedrige Latenzen werden dabei wesentliche Faktoren sein, um effiziente Gebäude, intelligente Städte, verteilte Energieressourcen und 5G zu unterstützen. Im Bereich der Rechenzentrumsausrüstungen sind integrierte Systeme ein heißes Thema. 2022 erwartet Vertiv den nächsten großen Schritt in dieser Richtung, wenn Rechenzentren mit Anbietern gemeinsam auch große Systeme – etwa alle Komponenten der Stromversorgungsinfrastruktur – integrierten und für nahtlose Interoperabilität sorgen.

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