Anonymisierungsdienste fürs Internet (Teil 1)

JAP/Jondo im Fokus

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Installation und Nutzung

Zum Betrieb des Jondo-Clients muss das Zielsystem über eine funktionierende Java-Umgebung verfügen. Danach reicht es unter Windows, die Installationsdatei von der Website des Herstellers herunterzuladen und das Setup-File aufzurufen. Unter Linux lässt sich JAP/Jondo bei vielen Distributionen über das Paketmanagement einspielen.

Nach der Jondo-Installation können die Anwender das Tool direkt starten. Beim ersten Aufruf der Software erklärt ein Wizard, wie die Proxyeinstellungen des zu verwendenden Browsers modifiziert werden müssen (Port 4001 auf Localhost). Danach ist das System in den meisten Fällen einsatzbereit. Befindet sich zwischen dem Proxy und dem Internet eine Firewall, die ausgehenden Verkehr auf Port 6543 blockt, so kann es sein, dass der Jondo-Client keine Mixkaskaden findet, da die Informationen über vorhandene Dienste standardmäßig über einen Informationsdienst kommen, der diesen Port verwendet. In diesem Fall empfiehlt es sich, den genannten Port in der Firewall zu öffnen.

Im Betrieb zeigt das Fenster des Jondo-Clients am oberen Rand ein Auswahlfeld an, über das die Benutzer ihre Kaskade (kostenfrei oder kostenpflichtig) auswählen können. Darunter finden sich dann unter anderem die Nutzerzahl des gerade gewählten Mixes und eine Übersicht über die Menge der verschlüsselt übertragenen Daten.

Ebenfalls von Interesse ist das Menü „Einstellungen“. Hier haben die Anwender unter anderem die Option, die Sprache für das Clientinterface zu wählen und den Skin für die Software zu selektieren. Der Punkt „Bezahlung“ ermöglicht das anonyme Nutzen des kostenpflichtigen Dienstes. Unter „Netzwerk“ lassen sich Proxies einrichten und der für die Anonymisierung zu verwendende Port bestimmen. Einstellungen zum Info-Service, eine Detailübersicht über die vorhandenen Dienste und eine Liste der Zertifikate gehören ebenso zum Leistungsumfang der Software wie eine Option zum Einrichten eines Forwarding Servers, der die Anonymisierungsdaten zu anderen Systemen weiterleitet. Auf diese Weise erhalten beispielsweise Nutzer, die sich aus irgendwelchen Gründen nicht direkt mit dem Anonymisierungsdienst verbinden können, über das Forwarding-System Zugriff auf JAP/Jondo.

Der Client lässt sich verhältnismäßig einfach nutzen und Testseiten wie „http://www.leader.ru/secure/who.html“ oder „http://www.junkbusters.com/cgi-bin/privacy“ zeigen, dass nutzerspezifische Daten je nach Browserkonfiguration beim Surfen mit JAP tatsächlich nicht mehr vorhanden sind, oder nicht den Tatsachen entsprechen.

Alternative Methode: Das TOR-Projekt

Im zweiten Teil des Artikels erfahren Sie alles über die Funktionsweise des Open-Source-Projekts TOR (The Onion Router). Über das weltweit verteilte Netzwerk lassen sich Datenübertragungen via Browser, Instant Messaging, IRC, SSH, Mail, Peer-to-Peer (P2P) und ähnliches anonymisieren.

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