Best Practices von NinjaOne IT steht und fällt mit dem Server-Management

Ein Gastbeitrag von André Schindler, General Manager EMEA von NinjaOne

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In unserer digitalisierten Welt arbeiten Server allgegenwärtig und zuverlässig im Hintergrund. Ob über die Cloud oder in firmeneigenen Rechenzentren: Reibungslos funktionierende Server sind für jedes moderne Unternehmen geschäftskritisch. Um dies gewährleisten zu können, sollte sich jedes IT-Team um ein gutes Server-Management bemühen.

Ein durchdachtes Server-Management ist für eine belastbare Unternehmens-IT unabdingbar.
Ein durchdachtes Server-Management ist für eine belastbare Unternehmens-IT unabdingbar.
(Bild: Christina Morillo / Pexels )

In unserer digitalisierten Welt arbeiten Server allgegenwärtig und zuverlässig im Hintergrund. Ob über die Cloud oder in firmeneigenen Rechenzentren: Reibungslos funktionierende Server sind für jedes moderne Unternehmen geschäftskritisch. Um dies gewährleisten zu können, sollte sich jedes IT-Team um ein gutes Server-Management bemühen.

Zu den Kernaufgaben des Server-Managements gehören unter anderem die Maximierung der Zuverlässigkeit sowie die Minimierung von Verzögerungen und Ausfallzeiten. Aber auch die physische und virtuelle Sicherung und der Schutz von Serverumgebungen sind darin enthalten.

Zusammengefasst beinhaltet Server-Management alle erforderlichen Überwachungs- und Wartungsarbeiten der Server, um den zuverlässigen Betrieb der Geräte mit optimaler Leistung zu gewährleisten. Hierzu zählen ebenfalls die Verwaltung von Hardware und Software sowie IT-Sicherheitsmaßnahmen und Backups, denn diese halten eine IT-Umgebung betriebsfähig.

Grundlagen des Hardware-Managements

Zuallererst sollten IT-Verantwortliche ihre Server an einem Ort mit optimalen Umgebungsbedingungen aufstellen und betreiben. Dazu gehört unter anderem die Luftfeuchtigkeit, die überwacht und bei Abweichungen angepasst werden muss. Außerdem sollte der gesamte Serverraum eine optimale Kühlung ermöglichen. Aus Sicherheitsgründen muss eine strikte Zugriffsverwaltung für die physischen Server bestehen, denn diese sollten nur für wenige befugte Personen zugänglich sein. Ein effektives Server-Management umfasst zwingend auch die Pflege der Hardware, denn von ihrer Funktion hängt alles andere ab.

Bei der Hardware spielen die Festplatten als dauerhafter Speicher für den Server eine wichtige Rolle. Ist ihre Kapazität erschöpft, können Leistungsprobleme auftreten, da Festplatten in vielen Fällen auch zum Zwischenspeichern verwendet werden. Damit die benötigte Speicherkapazität bei Bedarf immer zur Verfügung steht, muss dem IT-Team eine konstante Überwachung der Festplattenauslastung vorliegen. Außerdem sollte der Zustand der Speicher genau im Blick behalten werden, um kostspielige Ausfälle und damit verbundene Datenverluste zu vermeiden.

Herzstücke der Server

Für schnelle Operationen und Caching ist der Arbeitsspeicher (RAM) des Servers verantwortlich. Er dient auch als temporärer Speicher. Der Arbeitsspeicher steht in direktem Zusammenhang mit der Leistung eines Systems. Bei spezifischen komplexen Anwendungen wird dem RAM viel abverlangt. Wenn er bei normaler Nutzung nicht mehr ausreicht, kann dies die Rechenleistung stark beeinträchtigen und dazu führen, dass bestimmte Programme nicht mehr akkurat ausgeführt werden.

Eine weitere prominente Kernkomponente ist der Hauptprozessor (CPU), das sogenannte Gehirn eines Servers. Er führt alle Berechnungen durch und hält Programme am Laufen. Entsprechend ist eine Leistungsüberwachung der CPUs essentiell und grundlegend für ein effektives Server-Management. Die Hauptprozessoren werden im Tagesgeschäft stark beansprucht und deren Überwachung hilft den IT-Verantwortlichen, eine Überlastung zu erkennen und idealerweise schon von vornherein zu vermeiden. Zu den verschiedenen Ansätzen der Verwaltung eines überlasteten CPUs zählten unter anderem ein Upgrade, das Hinzufügen von CPU-Ressourcen anderer Assets, das Anhalten ressourcenfressender Prozesse oder die Feinjustierung systemweiter Leistung. So können IT-Verantwortliche das Risiko auf verlangsamte Abläufe bis hin zu kompletten Systemabstürzen reduzieren.

Außerdem erzeugen Server im Allgemeinen sehr viel Wärme, CPUs können heiß laufen und Server im schlimmsten Fall ausfallen. Die allermeisten Server sind zwar mit Kühlsystemen und Thermometern ausgestattet, die eine einfachere Serververwaltung aus der Ferne ermöglichen. Dennoch sollten IT-Techniker:innen bei zu hoher Servertemperatur die Hardware abschalten. Überhitzungsprobleme werden häufig durch eine übermäßige Belastung des Systems oder durch fehlerhafte Kühlvorrichtungen verursacht.

Software und Sicherheit

Zu einer funktionierenden IT-Infrastruktur trägt auch Software bei. Daher sollte sie genau wie die Hardware ständig überwacht und dauerhaft gewartet werden. Ein grundlegendes Verständnis für die im Unternehmen eingesetzte Software lässt etwaige Leistungsprobleme schneller sichtbar werden und macht schnellere Behebung auftretender Fehler möglich. Hierbei spielt das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle, denn auch beim Server-Management geht es um den Schutz des Netzwerks.

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Für die meisten Anwendungsfälle im Unternehmen existieren Standards: IT-Verantwortliche müssen alle Software- und Firmware-Updates auf dem Laufenden halten. Das gelingt in der Praxis am besten mit einem Patch-Management-Tool. Zudem ist die Installation und Aktualisierung von Antiviren-Software sowie die Konfiguration von Firewalls zum Schutz vor unautorisiertem Netzwerkverkehr unabdingbar. Darüber hinaus hat es sich in der Praxis bewährt:

  • eine Passwort-Richtlinie und Zugriffskontrollen festzulegen
  • die Speicherung sensibler Daten und die Datenübertragung zu verschlüsseln
  • SIEM-Tools, Protokoll- und SOC-Überwachung zu implementieren
  • Werkzeuge und Verfahren, die durch bewährte Sicherheitsverfahren und einschlägige Konformitätsstandards vorgeschrieben werden, einzubinden

Sicherheits-Backups

Ein Datenverlust kann Unternehmen lahmlegen. Für die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sind regelmäßige Backups und Backup-Tests von entscheidender Bedeutung. In solchen Situationen kann eine leistungsstarke Backup-Lösung viel Stress ersparen. Zu den Optionen für die Datensicherung gehört lokale, Cloud- und Server-Backup-Software, die sowohl physische als auch virtuelle Server unterstützt.

Backups müssen nicht nur für den jeweiligen Anwendungsfall richtig konfiguriert sein, sondern sollten auch vor dem Ernstfall regelmäßig getestet werden, um ihre Funktionalität sicherzustellen. Bei der Verwaltung von Backups verschiedener Clients und Workstations in mehreren Netzwerken, wie es etwa bei Managed Service Providern vorkommt, ist eine Multi-Tenant-Lösung mit einer zentralen Benutzeroberfläche ein möglicher Ansatz.

Management virtueller Server

Während auf einem physischen Server in der Regel nur eine Instanz auf einer einzigen Hardware läuft, können auf einem virtuellen Server mehrere Umgebungen auf einem Rechner gehostet werden. Aus diesem Grund wird Virtualisierung in der modernen IT immer gegenwärtiger und bringt eigene Besonderheiten mit sich.

Virtuelle Server oder virtuelle Maschinen (VMs) ermöglichen es, mit weniger Hardware-Einsatz mehr zu erreichen. Viele IT-Expert:innen wissen um die Vorteile von Server-Virtualisierung. So stellen etwa die erhöhte Verfügbarkeit bei einer höheren Energieeffizienz, einem kleineren physikalischen Rechenzentrum, schnellerer Server-Provisionierung und andere Argumente gute Gründe für virtuelle Server dar. Jedoch kann die Verwaltung virtueller Umgebungen etwas komplexer sein als die physischer Server. Grundsätzlich treffen die gleichen Verwaltungsprinzipien klassischer Server auch auf virtuelle Server zu.

Fazit

Bei der Verwaltung der Server im Unternehmen haben IT-Fachkräfte einige Optionen. Sollten Personal und Budget verfügbar sein, kann das Server-Management intern gehandhabt werden. Mittlerweile gibt es mächtige Server-Management-Werkzeuge am Markt, die dieses Aufgabenfeld sehr gut abbilden. Für Systemadministrator:innen stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, die ihnen durch Funktionen wie Automatisierung, Benachrichtigungen oder Berichterstellung die Arbeit erleichtern.

Durch die Zusammenarbeit mit einem Managed Service Provider oder einem Systemhaus können IT-Teams die Verantwortung für die Serverüberwachung und -wartung an professionelle Fachleute auslagern und die eigenen Ressourcen schonen. Egal ob intern oder extern: Die Grundlage für eine zuverlässige, funktionsfähige IT-Umgebung sind Server, die von Expert:innen überwacht und gewartet werden. Wenn die Richtlinien befolgt werden, kann ein funktionierender, effizienter Technologiebetrieb mit minimalen Ausfallzeiten gewährleistet werden.

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