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Suse Linux Enterprise 15 Service Pack 2 und Suse Manager 4.1 IT-Infrastruktur per Open Source pro Edge und Datacenter

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Suse Linux Enterprise 15 Service Pack 2“, das Update für die Open-Source-Plattform sowie „Suse Manager 4.1“ zur Verwaltung von quelloffenen Infrastrukturen sind ab sofort erhältlich.

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Silos gehören nicht nur auf der Abbildung zum alten Eisen. Das Suse-Betriebssystem SLES soll über verschiedene Betriebsmodi und Zentralisierungstufen funktionieren und so Verbindungen schaffen.
Silos gehören nicht nur auf der Abbildung zum alten Eisen. Das Suse-Betriebssystem SLES soll über verschiedene Betriebsmodi und Zentralisierungstufen funktionieren und so Verbindungen schaffen.
(Bild: michael-gaida auf Pixabay)

„Entwickelt für IT-Transformation und Geschäftsinnovation“, so beschreibt Thomas Di Giacomo, Suse President of Engineering and Innovation, die Suse Produkte. Kunden sollen letztlich ihr Geschäft vereinfachen, modernisieren und beschleunigen sowie den Erfolg messen können.

Di Giacomo sagt: „Kunden bauen ihre Geschäfte auf ihrer IT-Infrastruktur auf, und wir bei Suse bauen unser Unternehmen auf ihrem Erfolg auf. Mit uns und dem Einsatz echter Open-Source-Software können Kunden ihre bestehenden Umgebungen vereinfachen und dadurch ihre Transformation erleichtern. So profitieren sie von den Vorteilen des modernen Computing und beschleunigen Innovationen im Unternehmen.“

Die neue Funktionen

Suse Linux Enterprise 15 SP2 unterstützt Kunden durch die Verbindung von traditionellen und softwaredefinierten Infrastrukturen und die Auflösung von hybriden IT-Silos. Zu den Neuerungen zählen:

  • Verbesserte Geschäftskontinuität: Die Systemverfügbarkeit wird um bis zu zwölf Monate erhöht mit „Suse Linux Enterprise Live Patching“, das zudem ab sofort auch für „IBM Z“ und „Linux One“ verfügbar ist.
    Michael Desens, Vice President of Offering Management der beiden Großrechnersysteme bei IBM, sagt: „Die Veröffentlichung von Suse Linux Enterprise 15 SP2 bietet Unterstützung für neue Funktionen von IBM z15 und Linux One III. So etwa für 'IBM Secure Execution' für Linux – eine sichere Ausführungsumgebung (Trusted Execution Environment), die für die skalierbare Ausführung einer großen Anzahl von Workloads in vollständiger Isolierung ausgelegt ist. Sie verfügt über Funktionen in Unternehmensqualität, die sensible Daten vor internen und externen Bedrohungen in Hybrid Cloud-Umgebung schützen.“
  • Erweiterte Cloud Funktionen mit aktualisierten Cloud-Images: Kunden sollen einfacher von Hyperscalern profitieren können – Alibaba, AWS, Google, IBM, Microsoft Azure und Oracle.
  • Erhöhte Sicherheit für Kunden des öffentlichen Bereichs und Betreiber von Hochsicherheitsumgebungen durch FIPS 140-2-zertifizierungsfähige Pakete und die Unterstützung für eine vollständige, sichere Offline-Installation für air-gapped Implementierungen.

Das jüngste Update unterstütze Kunden auch bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur, heißt es von Suse. Legacy-Infrastrukturen würden effizienter und die Migration zu Cloud- und Multi-Cloud-Systemen würden erleichtert. Das bezieht sich insbesondere auf

  • eine vereinfachte Migration von „SAP HANA“- und „SAP S/4HANA“-Services auf Cloud- und Hybrid-Implementierungen durch automatisierte Installation und Konfiguration des gesamten Software-Stacks, optimiert für Leistung und Ausfallsicherheit. Integratoren können die Größe der Daten ihrer Migration in Deployment-Skripte für die automatische Bereitstellung mit nur wenigen Klicks hinzufügen. SAP-Basisadministratoren können SAP-Systeme auch proaktiv verwalten, mithilfe von neuem Monitoring und der Visualisierung von Server-, Cluster- und SAP-Anwendungsdaten.
  • die Verbesserungen für den On-Premises-Einsatz und Hardware-Support mit einer bis zu zweimal höheren Skalierbarkeit der Rechenleistung durch die Nutzung der neuesten Hardware-Generation. SLES unterstützt die jüngste Hardware, darunter „Fujitsu A64FX“, Intel und die nächste Generation der AMD-Prozessoren „Epyc“.

John Gossmann, Microsoft Distinguished Engineer bei Microsoft, erläutert: „Suse hat zudem mit Microsoft zusammengearbeitet und eine Lösung zur Erfassung und grafischen Darstellung sowohl server- als auch SAP-spezifischer Betriebsdaten entwickelt, um potenzielle Probleme proaktiv zu identifizieren.“ Die beiden Unternehmen engagierten sich gemeinsam seit langem dafür, die reibungslose und zuverlässige Implementierungen von SAP-Systemen sicherzustellen. So hat „Microsoft Azure“ den „Pacemaker Monitoring Exporter“ von Suse als Standard eingeführt. "Wir freuen uns, dass diese Funktion in Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications 15 SP2 unterstützt wird“, so Gossmann

Für die Ausführung von Workloads an jedem beliebigen Ort und eine höhere Betriebseffizienz bringt das Service Pack Folgendes mit:

  • Workflow-Automatisierung und erweiterte Hypervisor-Unterstützung von Nvidia. Data Scientists und IT-Abteilungen stehen dadurch mehr Tools für die Verwaltung von künstlicher Intelligenz (KI) und Edge-Workloads zur Verfügung. Die Unterstützung für „Nvidia Tegra X1“ und „Tegra X2“ bietet insbesondere Data Scientists neue Optionen.
  • Die Unterstützung für das jüngste Modell „Raspberry Pi 4“ ermöglicht einen verbesserten Installationsprozess und reduziert Energie- und Wärme-Abgabe.
  • Schnellere Migration von der Community-Distribution „Open Suse Leap“ auf die unterstützte Unternehmensversion SLES mit SP2-Binärdateien, die auf Open Suse Leap zur Verfügung stehen.
  • Unterstützung von DevOps-Teams mit Funktionen für Automatisierung, Projekt-Builds und Message-orientierte Middleware (MOM), kombiniert mit Verwaltungs- und Überwachungsfunktionen wie „RabbitMQ“, „Prometheus“ und „Maven“.

Suse Manager 4.1 and Suse Manager for Retail 4.1

Suse Manager 4.1 ist eine umfassende Software für die Verwaltung und Automatisierung von Open-Source-Infrastrukturen. Mit ihrer Hilfe sind Risiken zu identifizieren, die Verfügbarkeit verbesserbar und die Komplexität in Edge-, Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen eindämmbar. In ungewissen Zeiten, in denen IT-Mitarbeiter nicht wie gewohnt arbeiten können, werden unterschiedliche Probleme verstärkt: selbst entwickelte Tools, uneinheitliche Management-Produkte, Remote-Management, mangelnde Automatisierung und inkonsistentes Monitoring- und Health-Checks führen häufig zu gestörten Abläufen. Suse Manager sorgt dafür, dass Server, VMs, Container und Cluster sicher, zuverlässig, konform und wartungsarm sein können, in Private-, Public- und Hybrid- Clouds.

Neue Funktionen – einschließlich erweiterter Unterstützung von Betriebssystemen, Cluster-Integration und -Management sowie die verbesserte Benutzerfreundlichkeit, Management- und Monitoring-Funktionen für virtuelle Maschinen –eignen sich, um die Kosten zu senken und die Verwaltung zu straffen. Außerdem kann Suse Manager Zehntausende von Client-Geräten skalieren.

Speziell für die Einzelhandelsbranche entwickelt ist das Tool Suse Manager for Retail 4.1. Die Neuerungen verbessern laut Anbieter die Betriebseffizienz durch Funktionen zur Unterstützung kleiner Ladenbetriebe, erweiterte Offline-Funktionen und Image-Verwaltung über Wi-Fi sowie erweiterte Funktionen zur Verwaltung und Überwachung virtueller Maschinen. Suse Manager for Retail 4.1 kann Einzelhandelsumgebungen auf Zehntausende von Endgeräten skalieren und eine effiziente Modernisierung von Point-of-Service-Umgebungen ermöglichen.

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