Cloud-Plattform, -Services und Mainframe-Sicherheit

IBM erweitert sein Portfolio für Multi- und Hybrid-Clouds

| Redakteur: Ulrike Ostler

Seit dem 12. Februar läuft in San Franzisko die „IBM Think 19“. Eines der wichtigsten Themen ist Multi- beziehungsweise Hybrid Cloud.
Seit dem 12. Februar läuft in San Franzisko die „IBM Think 19“. Eines der wichtigsten Themen ist Multi- beziehungsweise Hybrid Cloud. (Bild: IBM)

Auf der hauseigenen Veranstaltung „Think 19“ hat IBM einige neue Funktionen vorgestellt, mit denen sich Applikationen und Workloads in jede Public- oder Private-Cloud und On-Premise-IT-Umgebung migrieren, integrieren und darin verwalten lassen, „nahtlos und sicher“, wie der Anbieter sagt.

Laut Studien des IBM Institute for Business Value planen nahezu alle der befragten Unternehmen (98 Prozent), bis 2021 hybride IT-Architekturen einzuführen. Aber nur 38 Prozent werden über die Werkzeuge und Prozesse verfügen, die nötig sind, um in solchen Umgebungen arbeiten zu können.

Aetna gehört zu den Unternehmen, die einen hybriden Ansatz verfolgen: „Bei Aetna, einer Tochter der CVS Health Unternehmensgruppe, sehen wir die hybride Cloud als integralen Bestandteil unserer Transformation”, erklärt Claus Torp Jensen, Chief Technology Officer bei Aetna.

Denis Kennelly, General Manager Cloud Integration bei IBM, bestätigt den Trend: „Die meisten großen Unternehmen haben verteilte Daten und Workloads auf multiplen Public- und Private-Clouds, in SaaS- und On-Premise-Umgebungen. Das kann ein Ergebnis ihrer Geschäftsprozesse und der dahinterliegenden Infrastruktur sein, hat manchmal aber auch regulatorische oder Datenschutz-Gründe.“ Die Herausforderung bei diesen Umgebungen liege im Überwinden von Daten- und Technologie-Silos, um neue Services und Applikationen schnell und sicher anbieten zu können. Mit der Ankündigung heute, stellen wir neue Möglichkeiten vor, um die Potenziale der hybriden Cloud schnell nutzbar machen.“

Die auf der von noch bis zum 15. Februar 2018 dauernden Veranstaltung IBM Think 19 vorgestellten hybriden Werkzeuge und Services sollen Unternehmen dabei helfen, die Komplexität dieser neuen IT-Umgebungen zu meistern. Dazu gehören:

  • eine neue IBM Cloud Integration-Plattform für die schnellere und einfachere Einführung neuer Services und Applikationen in Cloud-Umgebungen.
  • End-to-End Services für ganzheitliche Cloud-Strategien und einfachere Verwaltung der Ressourcen über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg.
  • Services zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheitsstandards für Daten und Applikationen in der Public Cloud.
Ergänzendes zum Thema
 
IBM und ServiceNow

Die Cloud Integration Plattform

Die „IBM Cloud Integration Plattform“ wurde entworfen, um Applikationen, Software und Services aller Anbieter sicher miteinander zu verbinden. Unabhängig davon, ob diese Systeme On-Premise, in einer Public- oder Private-Cloud sind. Die Plattform führt ein umfassendes Set an Integrations-Werkzeugen in einer einzigen Entwicklungs-Umgebung zusammen.

Das führt zu großen Produktivitätssteigerungen, da IT-Integrations-Spezialisten einen Code jetzt einmal schreiben, testen und sichern können, um ihn dann auf derselben Plattform speichern und wiederzuverwenden. Dies waren bisher mühsame und zeitfressende Aufgaben. Unternehmen sparen ein Drittel an Zeit und Kosten und erfüllen gleichzeitig ihre jeweiligen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen.

Die Meister ihres Fachs schneiden besser ab als ihre Kollegen. Die Befragten bewerteten den Erfolg ihrer Unternehmen anhand mehrerer Kennzahlen im Vergleich zu Wettbewerbern in den vergangenen drei Jahren.
Die Meister ihres Fachs schneiden besser ab als ihre Kollegen. Die Befragten bewerteten den Erfolg ihrer Unternehmen anhand mehrerer Kennzahlen im Vergleich zu Wettbewerbern in den vergangenen drei Jahren. (Bild: IBM Institute for Business Value)

Integration ist insbesondere wichtig, wenn Unternehmen ihre Geschäftsprozesse optimieren und ein personalisiertes Kudenerlebnis anbieten möchten. Die Integration wird aber auch zunehmend komplexer, da viele Unternehmen inzwischen bis zu 15 verschieden Clouds nutzen und zusätzlich neue Cloud Services wie Künstliche Intelligenz, Analytics und Blockchain einführen wollen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mit der IBM Integration Plattform können Unternehmen neue Funktionen schnell auf den Markt bringen, während sich ihre IT-Integrations-Spezialisten auf komplexere System-Integrationen konzentrieren können. Aetna-CTO Jensen sagt: „Wir wollen die besten Services von verschiedenen Cloud-Anbietern nutzen, um eine nahtlose Kundenerfahrung zu schaffen und die zugrunde liegenden Prozesse zu digitalisieren. Deshalb haben wir einen API-zentrierten Ansatz zur Integration gewählt. Außerdem stellen wir sicher, dass alle unsere APIs einfach zugänglich sind - überall auf unserem hybriden Cloud-Ökosystem.”

End-To-End IBM Hybrid Cloud Services

Bei den neuen IBM Services für Cloud-Strategie und -Design handelt es sich um ein umfassendes Set an Beratungsservices, das Kunden aufzeigt, wie sie eine ganzheitliche Cloud-Strategie entwickeln können, beginnend bei Design, Migration und Integration bis zu Road Mapping und Architektur-Services. IBM Services hat dafür dedizierte Berater-Teams etabliert, in denen auf die aktuellsten Services und Technologien zertifizierte Experten für multiple Cloud-Plattformen arbeiten.

Die Kunden sollen von der IBM Cloud-Innovationsmethodik sowie automatisierten Entscheidungswerkzeugen und der „IBM Cloud Garage“ profitieren. All dies unterstütze sie in der Entwicklung, der Migration, der Modernisierung und dem Management von Applikationen.

Aufbauend auf der jüngsten Partnerschaft mit ServiceNow, stellt IBM zudem neue „Services for Multicloud Management“ vor, ein einheitliches System, mit dem Unternehmen die Verwaltung ihrer IT-Ressourcen über verschiedene Cloud Anbieter, On-Premise-Umgebungen und Private-Clouds hinweg vereinfachen können – auf drei verschiedenen Ebenen:

  • Business Management – Hier geht es um Anwendungen, die eine Bereitstellung digitaler Services und ein modernes Service-Management sowie eine Kostensteuerung ermöglichen.
  • Orchestrierung – auf einer Automatisierungsebene werde es ermöglicht, unterschiedliche Services von verschiedenen Anbietern zu integrieren, um es den eigenen Konsumenten verfügbar zu machen.
  • Betrieb - Auf dieser Ebene können Administratoren die Infrastruktur und den Betrieb überwachen und warten; unterstützt werden Legacy-Systeme, private und öffentliche Clouds sowie Container-Umgebungen.

Zusätzlich gehört eine einheitlicher Self-Service-Bereich für Anwender hinein, in dem sie schnell und einfach Zugriff auf Cloud-Services erhalten können. Dazu gibt es eine Anbindung an das ServiceNow-Portal, in dem Cloud-Services verschiedener Anbieter konfiguriert und gekauft werden können. Hier stehen auch Dienste für das Performance-Management sowie Werkzeuge zur Verfügung, um den Betriebszustand der Cloud zu überwachen und zu managen.

Cloud-Sicherheit

Sicherheit bleibt Industrie-übergreifend das Top-Thema bei der Nutzung von Anwendungen und Daten in hybriden Cloud-Umgebungen. Um Bedrohungen und Angriffspotentiale zu minimieren, benötigen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Daten während aller Prozessschritte und Einsatzszenarien zu schützen sowie weiter einen Einblick in den aktuellen Sicherheitszustand aller Anwendungen zu haben.

Mit dem „IBM Cloud Hyper Protect Crypto Service“ bietet IBM nach eigenen Angaben „den derzeit höchstmöglichen Grad an Sicherheit für Public-Clouds“. Möglich wird dies, durch die Integration von „IBM Linux One“ in die weltweiten Cloud-Rechenzentren von IBM. Dieser Service bietet ein Encryption Key Management mit einem dedizierten Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) basierend auf der FIPS-140-Level-4-Technologie - ein Angebot für Public Clouds, das es so nur bei IBM gibt. Der neue Service gehört zum „IBM Cloud Hyper Protect“-Angebot.

Für hohe Sicherheitsstandards in Public- und Private-Clouds stellt IBM außerdem wesentliche Weiterentwicklungen der „IBM Cloud Private on Z“ vor.

Mehr Informationen zu den neuen Angeboten von IBM zur Cloud-Sicherheit

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