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Desktop-Umgebungen aus dem grünen See HPE schneidert Greenlake VDI Cloud Services

Redakteur: Ulrike Ostler

Die jüngsten „Greenlake“-VDI-Pakete sind nach Anbieterangaben optimiert für Nutzerrollen. Adressiert werden Engineering User, aber auch Anwender einzelner Funktionen. Für die Angebote sorgen Partnerschaften mit Nutanix, Nvidia, VMware und Wipro.

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„HPE Greenlake“ bietet ab Dezember neue VDI-Services an.
„HPE Greenlake“ bietet ab Dezember neue VDI-Services an.
(Bild: ju Irun auf Pixabay)

Die modular aufgebauten Greenlake-Dienste für VDI-Umgebungen (VDI = Virtual Desktop Infrastructure), die ab Dezember dieses Jahres verfügbar sein sollen, und neue VDI-Partnerschaften mit Hewlett-Packard Enterprise sollen Unternehmen beim Ausbau ihrer Remote-Arbeitsplätze und in der gegenwärtigen Pandemie die Kontinuität ihrer Geschäftsprozesse sichern helfen. Dabei können die Kunden zwischen verschiedenen Benutzertypen wählen.

HPE Greenlake kombiniert die Cloud-Bereitstellungs- und Abrechnungsmodelle mit der Kontrolle und Transparenz des eigenen Rechenzentrums.
HPE Greenlake kombiniert die Cloud-Bereitstellungs- und Abrechnungsmodelle mit der Kontrolle und Transparenz des eigenen Rechenzentrums.
(Bild: HPE)

Folgende Rollen sind vorgesehen:

  • Engineering User, etwa CAD/CAE-Anwender und Wertpapierhändler mit intensiven Grafik- oder Datenanalyseanforderungen: Sie sollen von GPU-gestütztem Computing und der Datenspeicherung auf Hochleistungssystemen profitieren, die nah an Rechnerressourcen sind, um Latenzzeiten zu minimieren. Dazu werden „Proliant“-Server oder hyperkonvergente Systeme wie „HPE Nimble Storage dHCI“ und Grafikprozessoren von Nvidia in Verbindung mit „Nvidia Virtual Workstation-Software eingesetzt.
  • Power User, etwa Anwendungsentwickler, die intensiv Office-Anwendungen nutzen, mittlere Grafikanforderungen oder mehrere Bildschirme haben: Die Anwendungen werden laufen auf Proliant-Servern oder auf hyperkonvergenten Systemen wie Nimble Storage dHCI mit Nvidia-Grafikprozessoren in Verbindung mit „Nvidia Virtual PC-Software“.
  • Knowledge User, die überwiegend Office-Anwendungen und das Internet nutzen: Sie lassen sich durch den Einsatz von Proliant-Servern und hyperkonvergenten Systemen wie Nimble Storage dHCI oder „Simplivity“ auf Hunderttausende Benutzer skalieren.
  • Task User, etwa Call-Center-Mitarbeiter, die typischerweise eine kleine Anzahl wenig rechenintensiver Anwendungen verwenden: Sie nutzen Proliant-Server oder hyperkonvergente Systeme wie Nimble Storage dHCI hype.

Die passende Konfiguration wird in vordefinierten Größen von 100, 300, 500 und 1000 angeboten, erstellt und ausgeliefert. Abgerechnet wird monatlich nach tatsächlicher Nutzung. Somit lässt sich der jeweilige Dienst nach oben oder unten skalieren.

Die VDI-Infrastruktur läuft im Rechenzentrum des Kunden oder bei einem Co-Location-Anbieter und wird von HPE verwaltet.
Die VDI-Infrastruktur läuft im Rechenzentrum des Kunden oder bei einem Co-Location-Anbieter und wird von HPE verwaltet.
(Bild: HPE)

Die VDI-Infrastruktur beruht wie alle Greenlake-Services von HPE ruhen auf einer As-a-Service-Plattform, die im eigenen Rechenzentrum, an der Edge oder in einem Co-Location-Rechenzentrum betrieben werden kann und die von HPE verwaltet wird (siehe: Grafik). Zu den sonstigen Diensten gehören zum Beispiel Rechenleistung, Container-Management, Datensicherung, Macine Learning, Netzwerke, „SAP HANA“ sowie Storageund virtuelle Maschinen. Das Gesamtvertragsvolumen von HPE Greenlake liegt nach Unternehmensangaben aktuell bei vier Milliarden Dollar, generiert mit mehr als 1.000 Kunden und mit mehr als 700 Partnern, die HPE Greenlake vermarkten.

HPE erweitert sein Partnernetzwerk

Zusätzlich zur VDI-Software von Citrix bietet HPE jetzt „VMware Horizon“ an, da viele Kunden eine oder beide Lösungen standardmäßig im Einsatz haben, außerdem „Nvidia Virtual GPU“ (vGPU) für anspruchsvollere Arbeitslasten. Kunden können zudem die HCI-Software von Nutanix nutzen, um VDI-Dienste mit HPE Greenlake bereitzustellen.

Außerdem kündigt HPE eine Partnerschaft mit Wipro an, um Hybrid-Cloud- und VDI-Angebote über HPE Greenlake als Service bereitzustellen. So wird das Desktop-as-a-Service-Angebot „Wipro Virtualdesk“ verfügbar sein.

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