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Kosten, Leistung und Flugverkehr im Blick: Linux auf dem Tower Flughafen München migriert auf Red Hat Enterprise Linux

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Flughafen München migriert – von Unix zu Linux. Auslöser für den Wechsel von Unix-Systemen auf x86-Server mit „Red Hat Enterprise Linux“ bildeten Leistungsdefizite der eingesetzten Systeme sowie hohe Kosten bei deren Wartung. Mit der neuen Infrastruktur erzielt der Airport deutliche Kosteneinsparungen und eine höhere Performance.

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Blick auf den Tower vom Münchner Flughafen
Blick auf den Tower vom Münchner Flughafen
(Bild: Werner Hennies/ Flughafen München GmbH)

Erste Erfahrungen mit Unix-Systemen sammelte der Flughafen München schon vor vielen Jahren. Bereits am alten Standort in München-Riem kamen die ersten Unix-Anwendungen zum Einsatz, auch nach dem Umzug des Airports an den heutigen Standort im Erdinger Moos wurden wieder Unix-Anwendungen eingesetzt.

Auslöser für den Umstieg von Unix zu Linux bildeten Leistungsdefizite der eingesetzten Systeme sowie hohe Kosten bei deren Wartung. Vor der Migration führte der Flughafen München eine detaillierte Kostenanalyse durch und kam zu dem Schluss, dass sich der Umstieg auf Red Hat Enterprise Linux und Industriestandard-Hardware mit x86-Prozessoren schon bei einer geringen Zahl migrierter Systeme bezahlt macht.

Durchgerechnet, angefangen, ausgebaut

In der ersten Phase war Linux eine zusätzliche Plattform, die initiale Aufwände für Schulung und Aufbau einer Infrastruktur bedeutete. Der Airport errechnete, dass sich diese zusätzliche Plattform ab zehn Server-Installationen rentiert. Diese Anzahl wurde bereits ein Jahr nach Einführung erreicht. Mittlerweile streben die IT-Verantwortlichen des Flughafens bei jeder Neuanschaffung eines Servers, der bisher unter Unix lief, einen Umstieg auf Red Hat Enterprise Linux an.

Deutliche finanzielle Vorteile zählen zu den treibenden Faktoren hinter der Migration. „Die Kosten für Hardware und Betriebssystem für eine SAP-Anwendung unter Red Hat Enterprise Linux auf einem Server mit x86-Technologie sind deutlich geringer als auf einem Unix-Server mit proprietären Prozessoren“, erläutert Hubert Bösl, Unix-Systemarchitekt der Unix-Gruppe beim Flughafen München. „Dabei muss man für den Volume Manager und weitere im SAN-Umfeld erforderliche Funktionen noch obendrauf zahlen.“

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