Pure Storage Flash Array//m10 und Flash Blade

Evergreens von Pure Storage

| Autor: Klaus Länger

Mit dem FlashArray//m10 bringt Pure Storage ein Full-Flash-Array, das mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen kann. Die zweite Neuheit ist das FlashBlade-Array mit einer Bandbreite von bis zu 15GB/s pro 4U-Gehäuse.
Mit dem FlashArray//m10 bringt Pure Storage ein Full-Flash-Array, das mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen kann. Die zweite Neuheit ist das FlashBlade-Array mit einer Bandbreite von bis zu 15GB/s pro 4U-Gehäuse. (Bild: Pure Storage)

Mit dem „Flash Array//m10“ bringt Pure Storage ein All-Flash-Array, das auch für den Mittelstand finanzierbar sein soll und mit „Flash Blade“ ein Scale-out-System für unstrukturierte Daten. „Evergreen Storage“ soll die Kunden durch unkomplizierte Upgrades langfristig binden.

Flash-Storage gehört die Zukunft. Davon ist Güner Aksoy, Sales Director Central Europe bei Pure Storage, überzeugt. Denn nur Flash-Speicher ist laut Aksoy schnell genug, um mit dem Datenwachstum der kommenden Jahre Schritt zu halten. Denn heute gehe es nicht nur darum, Daten zu speichern und zu verwalten, sondern sie ständig mit maximaler Performance im Zugriff zu haben.

Vor allem bei Datenbankanwendungen oder bei VDI könnten die Kunden laut Aksoy durch All-Flash-Arrays Wartezeiten und Latenzen vermeiden. Das spare bares Geld und sorgt auch noch für zufriedene Mitarbeiter. Besondere Stärken von Pure Storage seien hier neben der hohen Leistung ein einfaches Management und vor allem mit Evergreen Storage ein überlegenes Beschaffungs- und Upgrade-Modell, so Aksoy weiter.

FlashArray//m10: All-Flash für den Mittelstand

Mit dem All-Flash-Array FlashArray//m10 rundet Pure Storage sein Angebot nach unten ab. Das Gerät mit einer effektiven Kapazität von bis zu 25 Tetabyte soll auch für mittlere oder sogar kleinere Unternehmen ins Budget passen. In dem 3U-Gehäuse stecken zwei redundante Controller mit „Intel-Xeon“-Prozessoren.

Flash Array//m10 läuft auch noch mit einem Controller ohne Geschwindigkeitseinbußen, daher ist es möglich, die Platinen auch bei laufendem Betrieb zu wechseln. Das verhindert nicht nur einen Stillstand bei Hardware-Fehlern, sondern auch ein Software- und sogar Hardware-Upgrade ohne Herunterfahren des kompletten Arrays. Pure Storage verspricht eine Verfügbarkeit von über 99,999 Prozent.

Die 12-Gigabit-SAS-SSDs werden durch über NVMe angebundene NV-RAM-Module als Cache unterstützt. Die Module bestehen aus DDR4-Speichern und Superkondensatoren als Puffer bei Stromausfällen. Die Leistung des Storage-Systems soll so bei zu 100.000 32-K-IOPS liegen und die durchschnittliche Latenz bei unter einer Millisekunde.

Bei steigenden Anforderungen lässt sich Flash Array//m10 unterbrechungsfrei auf den Stand der größeren Modelle „m20“, „m50“ und „m70“ aufrüsten. Dabei werden schnellere Controller eingesetzt. Über SAS verbundene „Expansion Shelves“ bieten Platz für zusätzliche SSDs. Ein Flash Array//m70 bietet im Vollausbau mehr als 400 Terabyte nutzbarer Kapazität.

Weitere Vorteile des Geräts Flash Array//m10 liegen laut dem Hersteller in der einfachen Bedienung des Systemes. Sie kombiniert ein lokales Management per Web-Browser mit einem Cloud-basiertem Monitoring. Für die Einbindung ein andere Management-Tools stehen APIs, Plugins und Toolkits bereit. Neu sind Management-Apps für Smartphone oder Tablet.

In der Converged-Infrastructure-Lösung Pure Storage FlashStack Mini wird Flash Array//m10 mit „UCS“-Servern und Netzwerkkomponenten von Cisco kombiniert. Die Virtualisierungssoftware kommt dabei von VMware oder Microsoft.

Flash Array//m10 und FlashStack Mini sind ab sofort in einer Grundkonfiguration verfügbar.

All-Flash-Storage für die Cloud

Derzeit noch im Rahmen eines Early-Access-Programms für ausgewählte Kunden verfügbar ist die jüngste Entwicklung von Pure Storage: FlashBlade. Sie soll als All-Flash-Storage-Plattform riesige Mengen an unstrukturierten Daten speichern und nahezu latenzfrei zugänglich machen.

Laut Hersteller ist sie ein flexibles Scale-out-System, mit dem Unternehmen viele Petabyte an Datensätzen für weniger als 1 Dollar pro Gigabyte auf Flash speichern können. Anwendungsbereiche sind Big Data, Digitale Forschung und Entwicklung oder auch Cloud-Anwendungen mit schnell skalierbaren Containern und Mikroservices.

Ein Flash-Blade-System besteht aus einem 4-Unit-Gehäuse mit Platz für 15 Blades mit N+2-Redundanz. Die einzelnen Blades bestehen aus zwei per PCI-Express verbundenen Platinen.

Eine ist mit acht oder 52 Terabyte Speicher in Form von direkt aufgelöteten Flash-Chips, NV-RAM als Cache und einem eigenen FPGA-ARM-Prozessor bestückt. Die andere enthält einen Low-Power-Xeon-Prozessor mit acht Kernen, Arbeitsspeicher und den Elastic-Fabric-Connector als Schnittstelle zu den anderen Blades, zum Gehäuse und den Clients im Netzwerk. Zum Einsatz kommt dafür ein Software-definiertes 40-Gb/s-Ethernet-Netzwerk mit geringer Latenz.

Ein weiteres Kernelement ist die Scale-out-Software „Elasticity“. Sie läuft auf allen Blades und stellt einen gemeinsamen Objektspeicher bereit, auf den sowohl über Datei- (NFS) als auch über Objektprotokolle (S3) zugegriffen werden kann. Weitere Funktionen von Elasticity von sind Storage-Services, Verschlüsselung, Erasure-Encoding, Low-Level-Flash-Management und LDPC-Fehlerkorrektur.

Die Kapazität pro FlashBlade kann bei weniger als 100 TB beginnen und bis zu 1,6 Petabyte effektive Kapazität in einem 4U-Gehäuse skaliert werden. Eine Erweiterung um zusätzliche Blades erfolgt bei laufendem Betrieb. Die maximale Leistung einer 4U-Einheit liegt laut Pure Storage bei bis zu 15 Gigabyte pro Sekunde mit gleichbleibend niedriger Latenz. Da sich mehrere Gehäuse verbinden lassen, sind so bis zu 16 Petabyte nutzbarer Speicher pro Rack möglich.

Weiterentwickeltes Evergreen-Modell

Mit Evergreen hat Pure Storage ein Beschaffungs- und Upgrade-Modell entwickelt, das den Kunden die Möglichkeit bieten soll, die Speicherkapazität zu erweitern und auf Controller der kommenden Generationen umzusteigen, ohne dass dabei Unterbrechungen oder eine Datenmigration nötig wären. Neue Komponenten sind die „Right-Size“-Garantie und „Capacity Consolidation“.

Mit „Right-Size“ bekommt der Kunde die Garantie, dass die vereinbarte effektive Kapazität, also der Speicherplatz nach der Datenreduktion, auch vorhanden ist. Die Höhe dieser Kapazität wird vom Kunden, dem Partner und Pure Storage gemeinsam abhängig vom geplanten Workload definiert. Der Kunde erhält eine sechsmonatige schriftliche Garantie. Wird diese nicht erfüllt, dann erfolgt die kostenlos und unterbrechungsfreie Nachrüstung zusätzlichen Flash-Speichers.

Bei der Capacity Consolidation werden ältere SSDs schrittweise durch neuere mit höherer Kapazität ersetzt. Die Datenmigration erfolgt dabei automatisch und ohne Unterbrechung der Zugriffe auf das Storage-Array.

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