Lenovo im Leibniz-Rechenzentrum

Erste Racks des SuperMUC-NG angeschlossen

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dietmar Müller

Der SuperMUC in der aktuellen Phase 2.
Der SuperMUC in der aktuellen Phase 2. (Bild: Leibniz Supercomputing Centre)

In wenigen Wochen wird die dritte Ausbaustufe des „SuperMUC"-Supercomputers am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) für Supercomputing in München Garching seinen Betrieb aufnehmen. Er trägt dann die Bezeichnung „NG“ für „Next Generation“. Gerade sind die ersten Racks ans Netz angeschlossen worden.

Der SuperMUC-NG besteht in der Endausbaustufe aus 90 Compute-Racks mit insgesamt 6500 Compute-Knoten (das entspricht mehr als 300.000 Rechenkernen) der Marke „Lenovo Thinksystem SD 650“ auf Basis von skalierbaren „Intel Xeon“-Prozessoren. Erste Server-Schränke sind nun in Betrieb, sukzessive kommen bis zum Herbst dieses Jahres die restlichen dazu. Vollbetrieb soll erreicht werden, noch bevor die Herbstausgabe der Top-500-Liste für Supercomputer erstellt und veröffentlicht wird. Dort wird SuperMUC-NG aller Voraussicht nach einen Platz unter den Top Ten einnehmen.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: SuperMUC-NG soll eine Rechenleistung von rund 27 PetaFLOPS erreichen. Softwareseitig kommt neben jeder Menge Werkzeugen und Bibliotheken an vorderster Front der „Lenovo Intelligent Cluster Orchestrator“ (LiCO) für die Verwaltung sämtlicher HPC-Funktionalitäten zum Einsatz. Wartung und Anwendersupport wird dann auch von der Lenovo Data Center Group gestellt. Als Betriebssystem kommt „Suse Linux“ (SLES) zum Einsatz.

Runtime passt Taktfrequenz an

Intels „Omni-Path“-Architektur sorgt für Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen den Rechenknoten, wobei die Netzwerk-Topologie einen so genannten „Fat-Tree“ bildet. Mittels der „Energy Aware Runtime“ (EAR) soll für eine hohe Energieeffizienz gesorgt werden. Die Runtime stellt sicher, dass die Taktfrequenzen der Xeon-Prozessoren auf die System-Laufzeit abgestimmt ist, immer entsprechend dem jeweiligen Bedarf an Rechenpower einer Anwendung. Der Hauptspeicher fasst mehr als 700 Terabyte, der Plattenspeicher mehr als 70 Petabyte.

SuperMUC-NG wird wie sein Vorgänger mit warmem Wasser gekühlt. Das für die Integration des Systems verantwortliche Lenovo entwickelte bereits im Jahr 2012 ein Kühlkonzept, das die Stromkosten senkt und die Abwärme des Rechners zur Erzeugung von Kaltwasser nutzt. „Als Technologie-Anbieter für Höchstleistungsrechenzentren fokussieren wir uns bei unseren Innovationen auf Leistung, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit“, so Scott Tease, Executive Director, HPC and AI, Lenovo Data Center Group. „All dies kommt in der Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Rechenzentrum und Intel im Rahmen von SuperMUC-NG zum Tragen.“

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posted am 28.09.2018 um 15:22 von Unregistriert


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