OpenNebula: löst VMware im Rechenzentrum ab Ein Kontrollpunkt für KVM, Container und Bare Metal

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Der Umstieg von VMware beschäftigt derzeit viele Rechenzentren, die eine offene Grundlage für ihre Virtualisierung suchen. OpenNebula verwaltet virtuelle Maschinen, System-Container und physische Server unter einer Oberfläche. Version 7.4 ergänzt Werkzeuge für den Umzug und eine Verwaltung für KI-Hardware.

Ein Kontrollpunkt für KVM, Container und Bare Metal(Bild:  Thomas Joos)
Ein Kontrollpunkt für KVM, Container und Bare Metal
(Bild: Thomas Joos)

OpenNebula steuert KVM-Hypervisoren, LXC-System-Container und Firecracker-MicroVMs über einen gemeinsamen Punkt, sodass Betreiber gemischte Umgebungen ohne getrennte Wege führen. Die aktuelle Ausgabe 7.4 mit dem Beinamen Helix richtet sich an Organisationen, die ihre Infrastruktur von proprietären Hypervisoren auf eine offene Basis verschieben und dabei klassische Rechenzentrums-Virtualisierung, Edge-Standorte und mehrere Cloud-Anbieter in einer Installation zusammenführen wollen.

Migration weg von VMware

Das Werkzeug OneSwap übernimmt den Umzug. Es überträgt virtuelle Maschinen in größeren Mengen aus VMware-Installationen und stützt sich auf neue Windows-Profile sowie verbesserte Vorlagen. Administratoren importieren OVA-Dateien direkt und binden vorhandene NetApp-iSCSI-Speicher sowie NFS-Freigaben direkt ein. Für die Datensicherung koppelt OneBEX die Installation an Veeam. Selektive Sicherungen einzelner Datenträger ersetzen das Backup kompletter Maschinen und verkürzen die Zeitfenster im laufenden Geschäft. Der direkte inkrementelle Zugriff auf qcow2- und LVM-Datenträger senkt die übertragene Datenmenge bei jeder wiederholten Übertragung.

Bare Metal und KI-Beschleuniger

Mit OneMetal führt OpenNebula eine erste Fassung von Bare Metal as a Service ein, bei der der integrierte NVIDIA Infrastructure Controller physische GPU-Knoten aus dem Katalog bereitstellt, automatisch verkabelt und für den produktiven Einsatz einrichtet. Die Lebenszyklus-Verwaltung für Axelera-KI-Beschleuniger deckt Inferenz-Aufgaben ab und bindet die Karten in denselben Katalog wie Rechenknoten ein. Eine erweiterte Slurm-Appliance unterstützt NVIDIA-GPUs nativ und rückt Hochleistungsrechnen an die vorhandene Oberfläche heran. Ubuntu 26.04 dient als frische Produktionsbasis. Native AArch64-Pakete für die Kubernetes-Appliance OneKS öffnen zusätzlich den Einsatz auf Arm-Systemen.

Netzwerk und Betrieb

Die überarbeitete Sunstone-Oberfläche gliedert die Bedienung neu und führt eine seitliche Navigation ein, die den Zugriff auf Rechen-, Speicher- und Netzwerk-Ressourcen bündelt und häufige Aufgaben ohne den Wechsel zwischen mehreren getrennten Ansichten erreichbar macht. Im Netzwerk erlaubt die VLAN-Gruppen-Autorisierung eine feinere Delegation an einzelne Mandanten, deren Teams eigene Segmente selbst verwalten. Open vSwitch im Switchdev-Modus verlagert die Paketverarbeitung auf SR-IOV-fähige Netzwerkkarten, wodurch die Prozessoren der Wirte Last abgeben. Dynamische Steuerung von VM-Gruppen über die Kommandozeile und eine verbesserte Datastore-Auswahl in OneDRS erweitern die Optionen für den Betrieb.

Fazit

OpenNebula 7.4 verbindet den Umzug aus VMware-Landschaften, die Bereitstellung physischer Hardware und den Einsatz von GPU-Beschleunigern in einer quelloffenen Lösung. Für Rechenzentren, die proprietäre Hypervisoren ablösen und die Kontrolle im eigenen Zugriff behalten möchten, steht damit eine quelloffene Grundlage mit europäischem Hintergrund und mit finanzieller Förderung aus dem IPCEI-CIS-Programm der Europäischen Union bereit. Die Verbindung aus KVM, System-Containern und Bare-Metal-Knoten deckt gemischte Landschaften ab und bindet Edge-Standorte sowie Cloud-Anbieter unter dieselbe Oberfläche ein.

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