Abwärmenutzung Rechenzentrum Serwas nutzt Server-Abwärme für ein Schwimmbad im Stubaital

Quelle: Pressemitteilung Serwas Technologies 2 min Lesedauer

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Im Freizeitcenter StuBay in Tirol sollen künftig wassergekühlte Server die Wärmeversorgung unterstützen. Serwas Technologies plant, die erste Anlage noch 2026 in Betrieb zu nehmen.

Das Freizeitcenter StuBay im Stubaital soll künftig mit der Abwärme wassergekühlter Server beheizt werden.(Bild:  StuBay)
Das Freizeitcenter StuBay im Stubaital soll künftig mit der Abwärme wassergekühlter Server beheizt werden.
(Bild: StuBay)

Das Innsbrucker Unternehmen Serwas Technologies plant ein weiteres Rechenzentrum, dessen Abwärme direkt vor Ort genutzt werden soll. Im Freizeitcenter StuBay in Telfes im Stubaital sollen wassergekühlte Server künftig zur Wärmeversorgung des Schwimmbads beitragen. Der Aufbau der ersten Serveranlage ist noch für 2026 vorgesehen.

Server liefern Wärme für die Gebäudetechnik

Serwas betreibt die Server selbst und vermietet deren Rechenleistung an externe Unternehmen, unter anderem für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Die eigene Kühltechnologie soll die dabei entstehende Abwärme auf Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius bringen. Eine zusätzliche Wärmepumpe sei dafür nicht erforderlich, teilt das Unternehmen mit.

Die Wärme soll direkt in die bestehende Gebäudetechnik des Freizeitcenters eingespeist werden. Damit will Serwas den Wärmebedarf des Schwimmbads mit der Abwärme seiner Server decken und die vorhandene Wärmeversorgung ergänzen.

Ausbau in mehreren Schritten geplant

Mit dem Standort im Stubaital überträgt Serwas sein Konzept auf ein weiteres Freizeitcenter. Bereits in einem Innsbrucker Hallenbad betreibt das Unternehmen eine Serveranlage, deren Abwärme für die Wärmeversorgung genutzt wird.

Für das StuBay bereitet Serwas nach eigenen Angaben gemeinsam mit Fachunternehmen die technische Einbindung in die bestehende Infrastruktur vor. Anschließend soll die Serveranlage schrittweise wachsen. Umfang und Tempo des Ausbaus richten sich demnach nach dem Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten vor Ort.

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“, sagt Timo Berkmann, Mitgründer von Serwas Technologies. Schwimmbäder seien aufgrund ihres ganzjährigen Wärmebedarfs dafür besonders interessant.

Finanzierung für weitere Standorte

Serwas hat nach eigenen Angaben das erste Closing einer Finanzierungsrunde über knapp 300.000 Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Gateway Ventures. Auch Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck beteiligten sich.

Mit dem Kapital will das Unternehmen bestehende Anlagen ausbauen und weitere Standorte erschließen. Zusätzlich hat Serwas eine Crowdinvestingkampagne über Rockets gestartet. Privatpersonen können sich laut Unternehmen ab 250 Euro beteiligen.

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