Produktionsstandort in Angers Bull verdoppelt Produktionskapazität in Frankreich

Quelle: Pressemitteilung Bull 2 min Lesedauer

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Bull eröffnet in Angers eine neue Produktionsanlage. Die 80 Millionen Euro teure Modernisierung soll die Produktionskapazität des Standorts verdoppeln und künftig auch den Bau von KI-Infrastrukturen ermöglichen

In der Region Pays de la Loire, im Westen Frankreichs, eröffnet Bull seine neue Produktionsstätte. Was genau hier entsteht.(Bild:  Bull)
In der Region Pays de la Loire, im Westen Frankreichs, eröffnet Bull seine neue Produktionsstätte. Was genau hier entsteht.
(Bild: Bull)

Bull eröffnet eine neue Produktionsanlage im französischen Angers. Das Unternehmen investiert insgesamt 80 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts. Das Transformationsprojekt soll 2028 abgeschlossen sein.

In Angers können Supercomputer, KI-Infrastrukturen, Enterprise-Server und künftig auch Quantentechnologien entwickelt, integriert, gefertigt, getestet und validiert werden.

Die neue Anlage umfasst insgesamt 20.000 Quadratmeter, davon 10.700 Quadratmeter Produktionsfläche. Bull gibt eine Verdopplung der Produktionskapazität und eine um 30 Prozent höhere Produktivität an. Die Gebäudewartungskosten sollen um 30 Prozent sinken.

Photovoltaik und Abwärmenutzung

Zum Energiekonzept gehören mehr als 3.500 Photovoltaikmodule auf 7.000 Quadratmetern. Sie erreichen eine Spitzenleistung von 1.500 Kilowattpeak. Zusätzlich bezieht der Standort Strom aus erneuerbaren Energien.

Die Abwärme der Anlagen soll künftig in das städtische Fernwärmenetz eingespeist werden. Bull nennt dafür ein Ziel von 5 Gigawattstunden pro Jahr. Das entspreche dem Energiebedarf von rund 600 Haushalten.

Die Neugestaltung des Standorts setzt die Metropolregion Angers über ihre Entwicklungsgesellschaft Alter Cités um. Das französische Umweltförderprogramm „Fonds vert“ unterstützt das Projekt mit 1,2 Millionen Euro. Weitere Fördermittel kommen von der Region Pays de la Loire mit 1,5 Millionen Euro und der französischen Umwelt- und Energieagentur Ademe mit 213.000 Euro.

Neue Supercomputer und KI-Systeme

Das Werk in Angers produziert und integriert Supercomputer sowie weitere digitale Infrastrukturen. Zu den Projekten gehört „Jupiter“, Europas erster Exascale-Supercomputer mit einer Leistung von einer Trillion Berechnungen pro Sekunde.

2027 sollen in Angers außerdem Alice Recoque, der nächste in Frankreich betriebene europäische Exascale-Supercomputer, sowie „Lumi-AI“, das Kernsystem der finnischen „Lumi AI Factory“, entstehen.

Bull will am Standort neben Supercomputing und Enterprise-Servern auch seine Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) ausbauen. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten dafür 800 Forschungs- und Entwicklungsingenieure.

Bull öffnet Produktion für Partner

Mit der Eröffnung startet Bull das Programm „Open Factory“. Dabei will das Unternehmen seine industriellen Kapazitäten Firmen zur Verfügung stellen, die Technologien für künstliche Intelligenz, Advanced Computing und Quantentechnologien entwickeln.

Das Programm soll unter anderem die Produktion entsprechender Infrastrukturen in Europa unterstützen und Unternehmen beim Übergang von Forschungs- und Entwicklungsumgebungen zur industriellen Fertigung helfen.

Eine erste Umsetzung ist eine strategische Partnerschaft mit Foxconn. Foxconn investiert dafür zunächst 120 Millionen Euro in Frankreich. Ziel ist die Entwicklung und Fertigung von KI-Servern auf Basis der Plattform „Nvidia Vera Rubin NVL72“ für KI-Fabriken und Neocloud-Anbieter.

Weitere Industriepartnerschaften im Rahmen des Open-Factory-Programms will Bull Anfang 2027 ankündigen.

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