Für die Echtzeit-Datenverarbeitung in Telekommunikationsnetzen

Edge-Plattform von HPE für Streaming, Mobilität und smarte Städte

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mithilfe des HPE-Systems „Edgeline EL8000 Converged Edge System“ sollen Netzbetreiber datenintensive Dienste mit geringer Latenzzeit bereitstellen können.
Mithilfe des HPE-Systems „Edgeline EL8000 Converged Edge System“ sollen Netzbetreiber datenintensive Dienste mit geringer Latenzzeit bereitstellen können. (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Hewlett Packard Enterprise (HPE) adressiert mit dem System „Edgeline EL8000 Converged Edge System“ Netzbetreiber, die datenintensive Dienste mit geringen Latenzzeiten bereitstellen wollen. Anwendungsfälle sind zum Beispiel Streaming Media, vernetzte Mobilität und Smart Cities.

Das angekündigte System, das ab Juni 2019 weltweit zur Verfügung stehen soll, beruhe auf offenen Standards, verarbeite große Datenmengen in Echtzeit am Netzwerkrand, also am Edge, sorge für mehr Flexibilität und reduziere die Kosten. Darüber hinaus hat HPE die Zusammenarbeit mit Samsung und mit Tech Mahindra angekündigt. Diese Unternehmen werden das HPE Edgeline EL8000 Converged Edge System einsetzen, um bei Netzbetreibern neue virtuelle 5G-Anwendungen einzuführen.

Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert im White Paper „Data Age 2025, The Digitization of the World From Edge to Core“ vom November 2018, das von Seagate gesponsert wurde, dass bis 2025 weltweit mehr als 150 Milliarden Geräte an digitale Netze angeschlossen sein werden und fast 30 Prozent der weltweiten Daten in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Das globale Datenaufkommen werde von 33 Zettabyte im Jahr 2018 auf 175 Zettabyte im Jahr 2025 anwachsen.

Angesichts dieser Entwicklung wollen Netzbetreiber neue Dienste bereitstellen, die ein solches massives Wachstum von Echtzeitdaten auch verarbeiten können. Doch dazu müssen die Netze umgebaut werden. Dabei kommen Standard-IT-Systeme und Software-definierte Architekturen wie vRAN (Virtual Radio Access Network) und vCMTS (Virtual Cable Modem Termination Systems) zum Einsatz. Da nun auf dem Mobile Wold Congress vorgestellte EL8000er System wurde als Plattform für solche Anwendungen entwickelt und soll die aktuellen proprietären Edge-Systeme der Netzbetreiber ersetzen.

Die Herausforderungen

Diese neuen, durchaus komplexen Applikationen sind zudem auf sehr geringe Latenzen angewiesen. Dazu gehören Streaming Media, Internet of Things (IoT), künstliche Intelligenz und Video Analytics. Tom Bradicich, Vice President und General Manager, Converged Servers, Edge und IoT Systems bei HPE, führt aus: „Die Netzbetreiber haben bei der Virtualisierung ihrer Netze bereits viel erreicht. Jetzt wird die Verteilung konvergenter Kommunikations- und Rechenkapazitäten im gesamten Netzwerk dazu beitragen, Kosten zu senken und Services zu verbessern.“ Das HPE Edgeline EL800 Converged Edge System biete zwar die Vorteile eines geschlossenen proprietären Systems, aber auf der Grundlage von offenen Standards, kombiniert mit bewährter IT auf Enterprise-Niveau.

  • Doch werden sich Edge-Systeme auch häufig in abgelegenen und rauen Umgebungen wiederfinden. So haben die HPE-Systeme ein kompaktes, widerstandsfähiges Gehäuse, geeignet für den Einsatz im Feld, und sind mit einem Edge-optimierten Remote Systems Management ausgestattet.
  • Das System übertrifft die Anforderungen der Industriestandards NEBS und ASHRAE Klasse 3 und 4. Es ist resistent gegen Hitze, Erschütterungen und Vibration sowie Systemausfälle und kann bei Außentemperaturen zwischen 0 und 55 Grad Celsius betrieben werden. Es kann im Rack oder als Einzelgerät montiert werden.
  • Das Single-Socket-Design, ausgestattet mit „Intel-Xeon-Scalable“-Prozessoren, punktet laut Hersteller unter anderem mit einen niedrigen Energieverbrauch. Die Systemkomponenten können kombiniert, skaliert und im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Das System kann zum Beispiel mit „Nvidia Tesla“ GPUs, FPGAs von Intel und Xilinx, NICs von Intel und Mellanox und bis zu 16 Terabyte Speicher bestückt werden.
  • Das System wird von HPE mit verschiedenen Tiefen- und Breitenoptionen für Blades und Chassis angeboten. Das soll Netzbetreiber etwa in die Lage versetzen, sie für den Aufbau von Mikrozellen zu verwenden, damit die Mobilfunkabdeckung mit der wachsenden Anzahl der angeschlossenen Geräte mithalten kann.
  • Das Remote-Server-Management „ILO 5“ von HPE und eine neu entwickelte Chassis-Manager-Software unterstützen Provisionierung, laufende Systemüberwachung, Aktualisierungen sowie das Management von Edgeline-EL8000er-Systemen über Tausende von Zellstandorten, von Funktürmen bis zu Bohrinseln, ohne dass vor Ort IT-Fachkenntnisse erforderlich sind.

Das haben HPE, Tech Mahindra und Samsung vor

Um Netzbetreiber bei der Beschleunigung ihrer 5G-Transformation zu unterstützen, werden HPE und Samsung Electronics Corporation (SEC) eine gemeinsames Edge-to-Core-vRAN-System auf den Markt bringen. Es basiert auf den Funknetz-Technologien und Systemintegrations-Dienstleistungen von Samsung und auf dem HPE Edgeline EL8000 Converged Edge System.

Während einige Netzbetreiber ab 2020 die Bereitstellung von 5G anstreben, wird es bei anderen Anbietern noch mehrere Jahre dauern. Daher setzten Netzbetreiber vielfach MEC-Software (Multi-Access Edge Computing) ein, mit der auch über eine 4G-LTE-Infrastruktur wichtige Vorteile von 5G genutzt werden können. HPE arbeitet daher eng mit Tech Mahindra zusammen, einem der weltweiten Marktführer bei MEC-Software, um MEC-Lösungen auf Basis des HPE Edgeline EL8000 Converged Edge Systems bereitzustellen.

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