Manchmal ist weder Public Cloud, noch das eigene Datacenter das Richtige

Die Fertigungsindustrie entwickelt sich zum Hybrid-Cloud-Champion

| Redakteur: Ulrike Ostler

In der Studie „Nutanix Enterprise Cloud Index 2018“ , die Vanson Bourne im Auftrag von Nutanix erstellt hat, kam 1. heraus, dass Hybrid Clouds im Zeitraum von zwei Jahren am stärksten wachsen werden. 2. aber gaben die Befragten an, dass sie sich Verbesserungen bei der Anwendungsmobilität und Interoperabilität zwischen Cloud-Umgebungen wünschen, um mehr Flexibilität bei der Anpassung von Anwendungen an die am besten geeignete Infrastruktur zu erreichen.
In der Studie „Nutanix Enterprise Cloud Index 2018“ , die Vanson Bourne im Auftrag von Nutanix erstellt hat, kam 1. heraus, dass Hybrid Clouds im Zeitraum von zwei Jahren am stärksten wachsen werden. 2. aber gaben die Befragten an, dass sie sich Verbesserungen bei der Anwendungsmobilität und Interoperabilität zwischen Cloud-Umgebungen wünschen, um mehr Flexibilität bei der Anpassung von Anwendungen an die am besten geeignete Infrastruktur zu erreichen. (Bild: Nutanix/Vanson Bourne)

Fertigungsunternehmen werden Multicloud-Nutzung in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln. Das besagt der „Enterprise Cloud Index“ von Nutanix. Damit übertrifft die geplante Nutzung der hybriden Cloud in der Fertigung den weltweiten Durchschnitt aller Branchen.

Nutanix hat die Pläne der Fertigungsindustrie zur Einführung von privaten, öffentlichen und hybriden Clouds weltweit untersucht. Aktuell hat der Einsatz hybrider Clouds in der Fertigungsbranche eine Marktdurchdringung von 19 Prozent erreicht und liegt damit leicht über dem weltweiten Durchschnitt. Darüber hinaus planen die Fertigungsunternehmen, ihre Hybrid-Cloud-Implementierungen innerhalb von zwei Jahren auf 45 Prozent mehr als zu verdoppeln, was den weltweiten Durchschnitt um vier Prozent übertreffen würde.

Zum Hintergrund dieser Entwicklung bemerkt die Studie Folgendes: Die Fertigungsbranche befinde sich nach Angaben des IDC-Reports „Future Scape: Worldwide Operations Technology 2018 Predictions“ vom Oktober 2017 in einer „Innovationssackgasse“. Das heißt, die Unternehmen möchten Innovationen einführen und den Wandel vorantreiben, können dabei aber durch Legacy-Systeme in der IT in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden.

Die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen – einschließlich der Initiativen für Industrie 4.0, – könne den Weg aus der Sackgasse weisen. Führungskräfte müssten sich jedoch auf neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung konzentrieren und dürfen nicht nur traditionellen Geschäftsabläufen Priorität einräumen.

Konkurrierende Ziele

Fertigungsunternehmen sähen sich dabei ständigen Zielkonflikten gegenüber: Sie stünden einerseits unter dem Druck, die aktuellen Produktivitäts- und Betriebsziele in einem zunehmend globalen und hart umkämpften Markt zu erreichen, müssten andererseits aber auch in zukünftiges Wachstum investieren.

Dies habe zu einer Nachfrage nach neuen Technologien geführt, die dazu beitragen könnten, den Konflikt zwischen aktuellen und künftigen Zielen aufzulösen. IT-Verantwortliche in der Fertigung müssten die ausgetretenen Pfade verlassen, um nach kurzfristigen Lösungen zur Steigerung des Umsatzes zu suchen – und sollten stattdessen auf langfristige Lösungen setzen, die Automatisierung, verbesserte Datennutzung und bessere Kundenerlebnisse ermöglichen.

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Über die Sudie

So deuteten die Ergebnisse des Enterprise Cloud Index darauf hin, dass die führenden Fertigungsunternehmen neue Technologien nunmehr aggressiv einsetzten, um die Modernisierung zu unterstützen, anstatt mit Legacy-Systemen ins Hintertreffen zu geraten. Das verteilte Cloud-Modell biete die nötige Geschwindigkeit, Flexibilität und Lokalisierung, um die Effizienz dieser Unternehmen ohne Qualitätseinbußen zu verbessern, so die Nutanix-Studie (siehe: Bildergalarie).

Nicht für jeden ideal

Während 91 Prozent der Umfrageteilnehmer die hybride Cloud als ideales IT-Modell ansehen, liegt der heutige weltweite Durchschnittswert für dessen Anwendung bei 18,5 Prozent. Der Unterschied sei zum Teil auf die Herausforderungen beim Übergang zum Hybrid-Cloud-Modell zurückzuführen, heißt es in der Untersuchung.

Die Fertigungsindustrie berichtet über Hindernisse bei der Einführung hybrider Clouds, die sich weltweit ähneln – darunter Einschränkungen bei Anwendungsmobilität, Datensicherheit/Compliance, Leistung, Management ebenso wie IT-Fachkräftemangel. Größere Defizite an IT-Talenten als in anderen Branchen melden Fertigungsunternehmen in den Bereichen künstliche Intelligenz/maschinelles Lernen, hybride Cloud, Blockchain und Edge Computing/Internet der Dinge.

Weitere Studienergebnisse:

  • 43 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen verwenden derzeit ein traditionelles Rechenzentrum als primäre IT-Infrastruktur – und liegen damit leicht über dem weltweiten Durchschnitt von 41 Prozent.
  • Unternehmen in der Fertigung nutzen derzeit häufiger als in jeder anderen Branche nur einen einzelnen öffentlichen Cloud-Dienst: 20 Prozent der produzierenden Unternehmen gaben an, einen einzigen Cloud-Service zu verwenden – weltweit liegt der Durchschnittswert bei 12 Prozent. Offenbar wenden sich Fertigungsunternehmen der Cloud als Alternative zu, weil sie mit älteren IT-Systemen zu tun haben und gewisse Workloads nicht On-premise handhaben können.
  • Fertigungsunternehmen treiben die Umstellung auf die private Cloud voran: 56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Unternehmensanwendungen in einer privaten Cloud ausführen – was den weltweiten Durchschnitt um sieben Prozent übertrifft.
  • Fertigungsunternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Cloud-Ausgaben zu kontrollieren. Eine Motivation für die Implementierung hybrider Clouds besteht darin, dass Unternehmen die Kontrolle über ihre IT-Ausgaben erlangen müssen. Nutzer der öffentlichen Cloud geben dafür 26 Prozent ihres jährlichen IT-Budgets aus – wobei dieser Prozentsatz innerhalb von zwei Jahren voraussichtlich auf 35 Prozent steigen wird. Am bemerkenswertesten ist jedoch, dass mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Public-Cloud-Nutzer angaben, dass ihre Ausgaben das Budget überschritten.
  • Unternehmen in der Fertigung nannten Sicherheit und Compliance etwas häufiger als jene in anderen Branchen als Hauptentscheidungsfaktor, wenn es um den Ort für die Ausführung von Workloads geht: 34 Prozent der Fertigungsunternehmen sahen Sicherheit und Compliance als wichtigstes Entscheidungskriterium an, während der branchenübergreifende Wert global bei 31 Prozent lag.

Nach Interpretation der Studie spiegeln die optimistischen Aussichten für die Einführung hybrider Clouds auf weltweiter und branchenübergreifender Basis die zunehmende Automatisierung und Flexibilität von IT-Landschaften wider. Dadurch hätten Unternehmen die Wahl, ihre IT-Infrastrukturressourcen basierend auf sich schnell ändernden Anwendungsanforderungen zu erwerben, zu erstellen oder zu mieten.

Chris Kozup, Senior Vice President Global Marketing bei Nutanix, erläutert: „Die Fertigungsunternehmen investieren in die Modernisierung ihres IT-Stack und in die Einführung von Industrie-4.0-Lösungen, um den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen in Bereichen wie Produktion und Supply-Chain-Management gerecht zu werden. Eine hybride Cloud-Infrastruktur bietet Fertigern einen neuen Ansatz für die Modernisierung von Legacy-Anwendungen und -Diensten.“

Dadurch könnten sich die IT-Verantwortlichen in der Fertigungsindustrie auf ihre langfristigen Investitionen in Big-Data-, IoT- und Next-Generation-Unternehmensanwendungen konzentrieren. Er setzt hinzu: „Während die Fertigungsindustrie immer noch vor Hindernissen beim Übergang zur Multicloud-Nutzung steht, zeigt die Studie, dass die Unternehmen bereit sind, das Wachstum zu beschleunigen und künftig die Führung bei IT-Innovationen zu übernehmen.“

Hinweis: Auf Leserwunsch haben wir Nutanix für den DataCenter-Insider Award 2019 in der Rubrik „Multicloud Plattforms“ nachnominiert. Wenn Sie wollen, dass Nutanix hier in Konkurrenz zu Netapp, Red Hat, Microsoft, VMware, Cisco, IBM Cloud Foundry, OpenStack, Cisco und Suse gewinnt, können Sie noch für den Anbieter stimmen.

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