Umfrage von IDC und Abbyy

Die digitalen Kollegen kommen

| Autor: Heidemarie Schuster

Roboterassistenten sollen Mitarbeiter dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen.
Roboterassistenten sollen Mitarbeiter dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen. (Bild: © Alexander Limbach - stock.adobe.com)

Die von IDC durchgeführte Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft zeigt, dass Roboter bereits jetzt einen wachsenden Anteil an der globalen Belegschaft ausmachen, und innerhalb der nächsten zwei Jahre um 50 Prozent ansteigen sollen.

Die Ergebnisse der IDC-Studie spiegeln die zunehmende Nutzung von digitalen Mitarbeitern als auch grundlegende Veränderungen im Arbeitsleben hin zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine wider. Die Marktforscher gehen davon aus, dass der Markt für intelligente Prozessautomatisierung (IPA), der auch die Content Intelligence (IQ)-Technologie und Prozessautomatisierung durch Roboter (RPA) umfasst, von 13,1 Milliarden Dollar im Jahr 2019 auf 20,7 Milliarden Dollar im Jahr 2023 wachsen wird.

Prozesse und Aufgaben, die sich wiederholen, eignen sich besonders für Robotic Process Automation (RPA) und sind häufig dokumenten- und inhaltslastig. Content IQ-Technologien gehen häufig Hand in Hand mit RPA bei Anwendungsfällen der intelligenten Prozessautomatisierung.

Unterstützung der Mitarbeiter

Jedoch handelt es sich nicht nur um alltägliche, sich wiederholende Aufgaben wie die Dateneingabe, die neue digitale Mitarbeiter in den kommenden Jahren bewältigen werden. Der zunehmende Einsatz von maschinellem Lernen durch Künstliche Intelligenz (KI) bedeutet, dass Roboterassistenten Mitarbeiter dabei unterstützen werden, bessere Entscheidungen zu treffen. In den meisten Fällen stellen diese Technologien eine Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten dar – und keinen Ersatz.

Die Umfrage-Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass der Anteil der Aktivitäten, die im Zusammenhang mit Informationsauswertung, die von Technologie durchgeführt werden, um 27 Prozent in den nächsten zwei Jahren ansteigen wird. Zudem wird der Anteil der Aktivitäten, die im Zusammenhang mit logischem Denken sowie Entscheidungsfindung stehen, auf 18 Prozent ansteigen.

Die Teilnehmer der Umfrage geben zudem an, dass sie eine Reihe von Geschäftsvorteilen durch den Einsatz von Content Intelligence-Technologien in ihrer digitalen Transformationsstrategie erfahren haben. Gleichzeitig verzeichnen Unternehmen eine Steigerung um 40 Prozent in Bezug auf die Kundenzufriedenheit und die Mitarbeiterproduktivität. Außerdem sehen mehr als ein Drittel der Befragten eine schnellere Bearbeitung von Kundenanfragen, neue Produkt- oder Umsatzmöglichkeiten, mehr Transparenz und/oder Verantwortlichkeit sowie eine erhöhte Kundenbindung.

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Über die Studie

„Die IDC-Umfrage bestätigt unsere Einschätzung, dass Automatisierung auf den Menschen ausgerichtet sein sollte, und nur ergänzt wird durch künstliche Intelligenz“, erklärt Jupp Stoepetie, CMO bei Abbyy. „Ethisch korrekte und verantwortungsbewusste Automatisierung wird eine produktivere und glücklichere Zukunft schaffen, in der sich menschliche Mitarbeiter auf anspruchsvolle, kreative und soziale Aufgaben konzentrieren können und Kunden so bessere Erfahrungen mit schnellerem Kundenservice machen. Unternehmen, die frühzeitig Content-Intelligence-Technologien in ihre Automatisierungsplattformen integrieren, werden einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben.“

Weiter hat die Studie ergeben:

  • Der erwartete durchschnittliche Anstieg der Ausgaben für Content IQ-Technologien innerhalb des nächsten Jahres liegt bei 31 Prozent.
  • Die drei wichtigsten Unternehmensinitiativen, die durch Content IQ ermöglicht werden, sind: Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenbindung und digitaler Wandel.
  • Die drei wichtigsten Prozesse, die Daten verwenden, die von Content IQ erzeugt werden, sind: Kundenbindung, Business Intelligence und Risikomanagement.
  • Die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine birgt neue Herausforderungen: 75 Prozent der Befragten geben an, dass es für ihr Unternehmen schwierig sei, neue Mitarbeiter zu finden, die über digitales Know-How verfügen. Mehr als 20 Prozent erklären, dass die Fähigkeiten und/oder die Ausbildung ihrer Mitarbeiter unzureichend seien.
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