Hardware für Software-defined-, Edge- und High-Performance-Computing

Dell EMC stattet neue Server mit AMD-CPUs aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die mit AMD Epyc bestückten Server von Dell EMC tragen die Typbezeichnungen "R7425", "R7415" sowie "R6415" und gehören in die 14. Powerdege-Generation.
Die mit AMD Epyc bestückten Server von Dell EMC tragen die Typbezeichnungen "R7425", "R7415" sowie "R6415" und gehören in die 14. Powerdege-Generation. (Bild: Dell EMC)

Die AMD-Prozessoren für Server bezeichnet der Hersteller mit „Epyc“. Nun rüstet Dell EMC drei „Poweredge“-Server der 14. Generation für den Einbau in Racks mit den CPUs aus. Die Rechner sollen sich schnell amortisieren und insbesondere für Software-defined Storage, Edge- und High-Performance-Computing taugen.

Die Server „R6415“, „R7415“ und „R7425“ erweitern das Poweredge-Angebot der 14. Generation. Die Kombination aus AMD-Epyc-Prozessoren bietet bis zu 32 Kerne (64 Threads), acht Speicherkanäle und 128 PCIe Lanes. Generell sollen eine hohe Flexibilität und Sicherheitsfunktionen für Software Defined Datacenter mitbringen.

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07.12.17 - Turnusgemäß erneuert Dell EMC in diesem Jahr seine Server und stattet sie mit Intel-„Skylake“-Prozessoren aus. Davon profitieren auch die vier von Dell EMC als hyperkonvergent eingestuften Produkte. Der Hersteller bekräftigt zudem seine Kooperation mit Nutanix. lesen

Forrest Norrod, Senior Vice President and General Manager der Datacenter and Embedded Solutions Business Group (DESG) bei AMD, sagt: „Die Server von Dell EMC sind speziell für neu entstehende Workloads wie Software-defined Storage sowie anspruchsvolle heterogene Berechnungen konzipiert und nutzen die Leistungsfähigkeit des AMD Epyc voll aus.“

So stellen neue Anwendungsszenarien höhere Systemanforderungen und benötigen Funktionen, die wiederum die Entwicklung und Einführung von Technologien wie NVMe, FPGAs und In-Memory-Datenbanken vorantreiben. Die die jüngsten Dell-EMC-Modelle sind nach Angaben des Herstellers so konzipiert, dass sie bei steigenden Workloads skalieren und flexibel einsetzbar sind.

Wie alle Poweredge-Server der 14. Generation bieten auch die mit den AMD-Prozessoren bestückten Systeme eine skalierbare Business-Architektur und intelligente Automatisierung mit „iDRAC9“ und „Quick Sync 2“ Management. Die integrierten Sicherheitsfunktionen der „Cyber-Resilient“-Architektur schützen Unternehmen und deren Daten während der Lebensdauer eines Servers. Die Server verfügen über eine für Datenbank-Management-Systeme (DBMS) und Analytics Workloads erweiterte Speicherkapazität von bis zu 4 Terabyte und sind für folgende Umgebungen optimiert:

Edge Computing: Das vielfältig konfigurierbare Modell R6415 auf einer Höheneinheit und Single-Sockel-Ausstattung bei bis zu 32 Prozessorkernen bietet eine sehr dichte und skalierbare Rechenleistung sowie große Speicherflexibilität mit bis zu 10 PCIe-NVMe-Laufwerken.

Das Modell "Poweredge R6415" mit 1-HE-Single-Sockel und bis zu 32 Prozessorkernen ist vom Hersteller für das Edge-Computing gedacht.
Das Modell "Poweredge R6415" mit 1-HE-Single-Sockel und bis zu 32 Prozessorkernen ist vom Hersteller für das Edge-Computing gedacht. (Bild: Dell EMC)

Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell EMC Deutschland, erläutert: „Wenn Unternehmen mehr IoT-Lösungen einsetzen, benötigen sie hochleistungsfähige und flexible Server am Edge, um Daten in umfassende Echtzeit-Einblicke zu verwandeln. Die neuen Server sind so konzipiert, dass sie dies ermöglichen und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senken.“

Software-defined Storage: Die Variante R7415 ist laut Dell EMC die erste AMD-Epyc-basierte Server-Plattform, die als „VMware vSAN Ready“ Node zertifiziert ist. Sie bietet bis zu 20 Prozent bessere TCO pro Vierknoten-Cluster für vSAN-Implementierungen am Edge als herkömmliche Dual-Socket-Server. Die Aussage basiert auf einer internen Analyse von Dell EMC im Januar 2018, bei der die prognostizierten Listenpreise eines ähnlich konfigurierten Single-Socket-Servers Poweredge R7415 mit den tatsächlichen Listenpreisen verglichen wurden. Dementsprechend können die tatsächlichen Preise abweichen.

Das Modell "Poweredge R7415" ist laut Dell EMC die erste "AMD-Epyc"-basierte Server-Plattform, die als "VMware vSAN Ready Node" zertifiziert ist.
Das Modell "Poweredge R7415" ist laut Dell EMC die erste "AMD-Epyc"-basierte Server-Plattform, die als "VMware vSAN Ready Node" zertifiziert ist. (Bild: Dell EMC)

Darüber hinaus können Unternehmen mit bis zu 2 Terabyte Speicherkapazität und bis zu 24 NVMe-Laufwerken die Speichereffizienz verbessern und schnell skalieren – laut Hersteller ebenfalls zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Speicherlösungen.

High Performance Computing (HPC): Mit bis zu 64 Kernen zeigt der Poweredge R7425 eine hohe Bandbreite und leistungsstarke GPU/FPGA-Optionen. Bei Standard-Benchmarks lieferte der Server mit seiner überragenden Speicherbandbreite und einer hohen Prozessorkerndichte hervorragende Ergebnisse bei einer Vielzahl von HPC-Workloads.

Das Modell R7425 mit zwei Sockeln bietet gegenüber dem „HPE Proliant DL385“ für Container, Hypervisor, virtuelle Maschinen und Cloud Computing eine um bis zu 24 Prozent höhere Leistung. Die Messungen basieren auf internen Tests von Dell EMC unter Verwendung des Benchmarks „SPECjbb2015MultiJVM“ (critical-jOPS) im November 2017und der Einreichung von HPE-Tests beim SPEC.org-Komitee.

HPC-Computing zeigt steile Wachstumszahlen. Das Modell "Dell EMC Poweredge R7425" mit zwei Sockeln adressiert das High Performance Computing.
HPC-Computing zeigt steile Wachstumszahlen. Das Modell "Dell EMC Poweredge R7425" mit zwei Sockeln adressiert das High Performance Computing. (Bild: Dell EMC)

Bei HPC-Workloads wie Computational Fluid Dynamics (CFD) zeigt das System eine um bis zu 25 Prozent verbesserte absolute Leistung. Hier leigen interne Tests von Dell EMC unter Verwendung des „ANSYS-Fluent“-Benchmark-Tests im November 2017 zugrunde, bei dem ein Dell Poweredge R7425, der mit einem AMD 7601 32 Core Prozessor konfiguriert wurde, mit einem herkömmlichen 2-Sockel-Server mit einem „Intel 6148“ 20-Core-Prozessor verglichen wurde. Für beide Vergleiche gilt: Die tatsächliche Leistung kann je nach Konfiguration, Nutzung und Fertigungsvariabilität variieren.

Generell stehen die Dell EMC Poweredge-Server R7425, R7415 und R6415 sofort zur Verfügung, wie auch die Ausführung als VMware vSAN Ready Nodes. Laut AMD-SVP Norrod ist das jedoch erst ein Anfang: „Diese Partnerschaft ist nur der Anfang. Wir arbeiten gemeinsam an Lösungen, die das nächste Kapitel hinsichtlich Wachstum und Leistungsfähigkeit von Rechenzentren eröffnen."

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