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Ein HPE-Supercomputer mit Fujitsu A64FX-Prozessoren Das Leibniz-Rechenzentrum probiert das Cray-System CS500 von HPE aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betreibt den Supercomputer „SuperMUC NG“, ein auf Lenovo-Hardware und Intel-Chips basierender Cluster. Außerdem führt es Linux-Cluster und virtuelle Maschinen etwa für HPC, Cloud und Big-Data-Workloads. Nun wird das LRZ sein Testbed-Programm mithilfe des HPE-Systems „Cray CS500“ erweitern. Der Rechner ist mit den ARM-Prozessoren „A64FX“ von Fujitsu ausgestattet.

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Das Leibniz Supercomputing Centre widmet sich unter anderem dem Testen neuer Computertechnik. Nun legt sich das Institut Bayerischen Akademie der Wissenschaften ein Cray-System von HPE zu, das mit ARM-Prozessoren von Fujitsu ausgestattet ist.
Das Leibniz Supercomputing Centre widmet sich unter anderem dem Testen neuer Computertechnik. Nun legt sich das Institut Bayerischen Akademie der Wissenschaften ein Cray-System von HPE zu, das mit ARM-Prozessoren von Fujitsu ausgestattet ist.
(Bild: Cray/HPE)

Nach LRZ-Angaben wird das Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit der Integration der Technologien im Frühherbst als erstes akademisches Rechenzentrum in der Europäischen Union diese innovative Hardware seinen Nutzern zur Verfügung stellen. Sie wird sowohl für akademische Kernpartner und ausgewählte Projekte als auch für HPC-Praktiker zur Verfügung stehen.

Das System Cray CS500 basiert auf demselben Fujitsu-Prozessor, der auch im kürzlich installierten japanischen Hochleistungsrechner „Fugaku“ verwendet wird - derzeit die Nummer 1 auf der weltweiten Top500-Liste – und, laut LRZ, „ein zentraler Aktivposten für das LRZ-Testbed-Programm und sein als BEAST (Bayerisches Energie-, Architektur- und Software-Testbed) bekanntes System“.

Die ARM-basierte Architektur in den Fujitsu-Prozessoren, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) integriert wurde, soll sowohl für traditionelle Modellierungs- und Simulationsaufgaben geeignet sein, als auch gleichzeitig und gleichermaßen für Datenanalysen, maschinelles Lernen und KI-Arbeitslasten. Der Computer verfügt über die Cray-Programmierumgebung, eine vollständig integrierte Software-Suite. Die Hoffnung: Das kann die Produktivität der Programmierer und die Anwendungsleistung maximieren.

Erforschung verschiedener IT-Architekturen

Dieter Kranzlmüller, Direktor des LRZ, sagt: „Als akademisches Supercomputing-Zentrum von Weltrang ist es eine unserer Kernaufgaben, im Rahmen unseres ´Future Computing Program` neue und vielfältige Architekturen zu erforschen. Gemeinsam mit unseren Kernpartnern freuen wir uns darauf, die Möglichkeiten dieser Technologie und den Nutzen, den sie für die Wissenschaft unserer Anwender bringt, zu erforschen - insbesondere im Bereich HPC und KI.“

Jeder der A64FX-Prozessoren wird mit 32 GB Speicher der zweiten Generation mit HBM2-Bandbreite ausgestattet (HBM = High Bandwidth Memory). Die Server sind über ein EDR-Infiniband-Netzwerk miteinander verbunden. Das System wird mit einem Open-Source (GCC/LLVM)-Software-Stack zur Unterstützung der vektorisierten Prozessoreinheiten geliefert.

Josef Weidendorfer, Teamleiter Future Computing am LRZ, erläutert: „Die Scalable Vector Extension (SVE)-Architektur [von Fujitsu], die hohe Speicherbandbreite mit HBM2 und die Cray-Compiler-Umgebung sowie der Software-Stack sind nur einige der Dinge, die wir gerne erforschen und besser verstehen möchten, um unsere Anwender und ihre wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen.“

Darüber hinaus ist das LRZ als Pionierzentrum für Energie-effiziente HPC-Systeme und Rechenzentrumsinfrastruktur ebenfalls sehr daran interessiert, die Leistung pro Watt, die das System liefern kann, zu evaluieren.

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