Leap Quantum Cloud Service

D-Wave erweitert Zugang zu seinem Quantencomputer

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Ab sofort können auch Entwickler in Deutschland und ganz Europa per Cloud auf den Leap Quantum Cloud Service von D-Wave zugreifen.
Ab sofort können auch Entwickler in Deutschland und ganz Europa per Cloud auf den Leap Quantum Cloud Service von D-Wave zugreifen. (Bild: gemeinfrei, TheDigitalArtist / Pixabay / CC0)

Ab sofort können auch Entwickler in Deutschland und ganz Europa per Cloud auf den Leap Quantum Cloud Service von D-Wave zugreifen. VW und BMW zeigen, was damit in Sachen autonome Systeme schon möglich ist.

D-Wave hat auf seiner User-Konferenz Qubits Europe 2019 in Mailand mitgeteilt, den Zugang zu seinen Leap Quantum Cloud Service und dem Quantum Application Environment (QAE) auf 33 Länder auszudehnen. Damit erhalten auch Anwender in Japan, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Deutschland plus der gesamten EU die Möglichkeit, auf einem „Quantencomputer“ in Echtzeit zu entwickeln.

Der Leap Quantum Cloud Service erlaubt den Zugriff auf das D-Wave 2000Q-System. Beim Echtzeit-Zugriff stehen den Anwendern auch Open Source-Entwicklungswerkzeuge, interaktive Demos, Bildungsressourcen und Wissensdatenbanken sowie Fachartikel zur Verfügung.

Auf der diese Woche gestarteten Konferenz treffen sich Kunden aus der ganzen Welt, darunter BMW, Denso und Volkswagen, und stellen ihre Quanten-Projekte vor. Denso etwa bringt damit - ganz ähnlich wie BMW - Robotern das autonome Rangieren in Fabrikumgebungen bei. VW will damit den Verkehrsstrom in urbanen Umgebungen verbessern. Weitere Präsentationen kommen unter anderem von BAE Systems, Recruit Communications, GE, DLR und die LMU München. Insgesamt haben die Kunden bisher über 150 Anwendungen auf D-Wave-Computern erstellt.

Fragen, mit denen sich die Teilnehmer beschäftigen, sind etwa der Einsatz von Quantenrechnern für die optimierte Planung, der Aufbau eines Hybrid-Algorithmus, der als Teil einer intelligenten Mobilitätslösung eingesetzt werden kann oder auch „quantitative finanzielle Rückwärts-Stresstests“.

"Wir glauben, dass Quantenrechner unsere Welt auf tiefgreifende Weise verändern wird, indem sie Lösungen für einige der schwierigsten Probleme in Sekunden liefern", so Masayoshi Terabe, Quantum Computing Projektleiterin bei Denso. "Unsere Arbeit mit D-Wave hilft unserem Team und unseren Forschungspartnern bei der Entwicklung früher Anwendungen, die von IoT-Plattformen bis hin zur Fabrikautomatisierungen reichen. Der Ausbau des Zugangs verschiebt die Grenze der Innovation.“

"Die Zukunft des praktischen Quanten Computing beruht darauf, den Entwickler nund Forschern Zugriff auf und Werkzeuge für Quantenanwendungen an die Hand zu geben", sagte Vern Brownell, CEO von D-Wave. "Ich war noch nie so zuversichtlich, dass in naher Zukunft echte und praktische Quantenanwendungen in Reichweite sind.“

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